Marinefährprahm F 449

  F 448
F 450  


Kennung : F 449
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C2M
Bauauftrag : 09.08.1941
Bauwerft : Schiffswerft Linz AG., Linz/Donau
Baunummer : 912
Indienstgestellt : 09.06.1943


Marinefährprahm : Typ C2M
Verdrängung konstruktiv (t) : 175
Verdrängung maximal (t) : 240
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 8,40
Tiefgang leer (m) : 1,00
Tiefgang beladen (m) : 1,48
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,0
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann / 52 Minen Typ EMC / 8 Sturmboote)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
neben 52 EMC-Minen konnten noch 25 t Ladung genommen werden
- 09.08.1941 Bauauftrag
- 00.05.1943 Indienststellung 5. Landungsflottille
- 00.11.1943 3. Landungsflottille
- 09.11.1943 (+) 3h10 bei Kamysch-Burun / nach Strandung
- 09.08.1941 Bauauftrag an die Schiffswerft Linz mit vorgesehener Fertigstellung im März 1943. [4]
- Umbau in Minenprahm Typ CM auf Linzer Schiffswerft.[1]
- Klappenverstärkung nach Bauart Typ C2a, Auftrag an Deutsche Werft Hamburg.[1]
- 09.06.1943 Indienststellung F 449 für 5. Landungsflottille.[3]
- 09.06.1943 In Linz für die 5. Landungsflottille in Dienst gestellt. Um 16.00 Uhr nach Varna in Marsch gesetzt.[6]
- 01.07.1943 Bei der 2. Gruppe der 5. Landungsflottille gemeldet.[2]
- 12.07.1943 Gem. taktischer Gliederung der 2. Gruppe der 5. Landungsflottille zugeordnet.[6]
- 17.-19.07.1943 6 MFP (darunter F 448 und F 449) verlegen von Konstanza nach Sewastopol und wehren am 18.7. unterwegs 5 Sowjetbomber, am 19.7. mehrere Schlachtflieger ab.[2]
- 21.-23.07.1943 F 448 und F 449 holen Minen und Beutemunition aus Metscheskaja ab und bringen diese nach Sweastopol.[2]
- 25.-28.07.1943 6 MFP (darunter F 448 und F 449) mit Baumaterial als Ladung von Sewastopol über Feodosia nach Kertsch.[2]
- 28.-31.07.1943 F 449 mit 7 weiteren MFP laufen als Geleit „Hagen 54“ von Kertsch nach Anapa und zurück.[2]
- 01.-02.08.1943 F 449 mit anderen MFP als Geleit „Hagen 58“ von Kertsch über Kamysch-Burun nach Anapa und zurück.[2]
- 03.-04.08.1943 F 449 mit „Hagen 60“ nach Anapa und zurück. Auf der Rückfahrt Ubootalarm ohne Feindsichtung.[2]
- 06.08.1943 F 449 mit 3 weiteren MFP des Geleits „Hagen 63“ vor Kap Schelesnij-Rog erfolglos durch 12 Il-2 Flugzeuge angegriffen.[2]
- 10.08.1943 Geleit „Hagen 67“ bei Kap Schelesnij-Rog durch 8 Il-2 mit Bomben und Phosphorplättchen angegriffen. Auf F 449 leichtere Brandverletzungen, auf F 493 ein Mann durch Bordwaffenbeschuß schwer verwundet und durch Seenotflugzeug abgeholt.[2]
- 15.-16.08.1943 6 MFP (darunter F 302 und F 449) von Kertsch über Feodosia nach Sewastopol. Dabei am 16.08. um 07.00 Uhr mit Wasserbomben Sowjet-Uboot abgewehrt.[2]
- 21.-25.08.1943 F 447 und F 449 im Geleit mit Evdokia von Sewastopol über Odessa nach Konstanza.[2]
- 27.08.1943 F 580, F 584, F 591, F 592 der in Varna aufgestellten 7. L-Fl. treffen in Konstanza ein und werden mit F 447 und F 449 für ein „Sonderunternehmen“ bereitgestellt.[2]
- 03.-06.09.1943 F 447 und F 449 mit 6 R-Booten und 6 U-Jägern an Auslegung einer doppelten Minensperre vor dem Nordausgang des Bosporus beteiligt.[2]
- 09.-11.09.1943 15 MFP (darunter F 447 und F 449 mit Minenladung) von Konstanza über Sulina nach Ak Metschet, wo Sturm zu einem Zwischenaufenthalt zwingt.[2]
- 13./14.09.1943 15 MFP nach Wetterbesserung von Ak Metschet nach Sewastopol weitergelaufen.[2]
- 15./16.09.1943 F 447 und F 449 legen vor Eupatoria Minen.[2]
- 17./18.09.1943 F 447 und F 449 laufen mit anderen MFP von Sewastopol über Jalta nach Feodosia.[2]
- 21./22.09.1943 F 447 und F 449 mit 4 weiteren MFP von Feodosia nach Kertsch weitergelaufen.[2]
- 23.-28.09.1943 F 449 zusammen mit MAL 1 und MAL 11 der 3. AT-Fl. als Vp-Gr. Nord (Lt.z.S. Rothermel) auf Position im Asowmeer. Dabei am 25.09. Feuergefecht mit Kanonenbooten der Sowjets vor Kutschugury, bei Luftangriff am 26.09. ein Mann von F 449 so schwer verwundet, dass er nach Abholung durch ein Flugbetriebsboot in Kertsch stirbt. Am 28.09. Boote durch Vp-Gr. Lt.z.S. Külper abgelöst.[2]
- 26.09.1943 F 449 mit Vp-Gr.Nordost (Lt.z.S. Rothermel) auf Position, 1 Mann bei Luftangriff gefallen.[2]
- 30.09./01.10.1943 F 449 mit Vp.Gr.Nordost (Oblt.z.S. Tiarks) zwischen Kap Achilleon und Kap Fonar auf Position.[2]
- 03./04.10.1943 F 449 setzt Munition von der Kossa Tschuschka nach Kertsch über.[2]
- 04./05.10.1943 F 449 mit Vp.Gr.Nordost auf Position, aber zwischendurch auch zum Rücktransport von Munition von Ilijtsch nach Kertsch herangezogen.[2]
- 06.-09.10.1943 F 333 und F 449 mit Vp.Gr.Nordwest (Lt.z.S. Rothermel) auf Position nordwestlich der Straße von Kertsch.[2]
- 10.-11.10.1943 F 335, F 449, F 578 unter Führung von Oblt.z.S. Meier zwischen Kertsch und Kap Ak Burun auf Vorposten.[2]
- 17.10.1943 Gem. FS ASM G 27777 Qu. vom 22.10.1943 wird F 449 im Zuge der Auflösung der 5. Landungsflottille der 1. Gruppe der 3. Landungsflottille zugeteilt und mit dem heutigen Tage übernommen.[5]
- 20.10.1943 Mit der Auflösung der 5. Landungsflottille der 3. Landungsflottille zugewiesen.[6]
- 20./21.10.1943 F 449 u.a. südlich Kertsch auf Vorpostenfahrt.[2]
- 09.11.1943 F 449 bei Kamysch Burun gestrandet und selbstzerstört. Besatzung vollständig gerettet.[2]
- 09.11.1943 00.00 Uhr Auslaufen Minenboot F 449 und F 578 als Sicherungsboot aus Kertsch, um Minensperre K 18 bei Jenikale zu legen. 01.00 – 01.30 Uhr Störfeuer durch Artillerie auf den Verband. Im starken Nebel F 449 um 02.50 Uhr auf einen gesprengten Seilbahnpfeiler, durch Wind und Strömung 03.00 Uhr auf Sandbank zwischen Seilbahn und Jenikale getrieben. Abschleppen durch F 578 nicht möglich, da F 578 selbst auch auf den selben Seilbahnpfeiler gelaufen war, konnte aber freikommen. F 449 wird nach Verlassen durch Mannschaft und Vernichtung aller Geheimsachen 03.10 Uhr gesprengt – Totalvernichtung. 07.00 Uhr F 578 mit Überlebenden (es waren 32 Mann an Bord) Kertsch ein. 2 Leichtverletzte F 449 durch MG-Beschuss von sowj. Küstenstellungen.[5]
Verlust am: 09.11.1943
Verlustuhrzeit: 0310
Verlustort: bei Kamysch-Burun
Verlustart: Selbstzerstört [2]
Verlustursache: Strandung [2]
Mannschaftsschicksal: Besatzung vollständig gerettet [2], 2 Leichtverletzte[5]
Erich Gröner " Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945 " Band 7
[1] Schreiben der Gutehoffnungshütte an Fachgruppe Stahlbau vom 25.04.1944
[2] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[3] A.d.S.-Tagesbefehl Nr. 22/1943
[4] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
[5] KTB 3. Landungsflottille
[6] KTB 5. Landungsflottille
Eingefügt am: 09.10.2007
Eingefügt von: Andreas Oefler
Letzte Änderung: 08.11.2010
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 16.05.2008 R. Stenzel Chronik [1] eingefügt
- 16.05.2008 M. Goretzki: Schiffschronik & Verlustdaten gem. [2] ergänzt
- 27.09.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [2] ergänzt für Zeitraum 07-10/1943
- 07.03.2009 R. Stenzel Chronik [3] eingefügt
- 11.09.2009 C. Linse: Chronik [4] eingefügt
- 02.06.2010 M. Goretzki: Chronik & Verlustangaben gem. [5] eingefügt
- 08.11.2010 M. Goretzki: Chronik gem. [6] eingefügt