Marinefährprahm F 833 (AF 101)

  F 832
F 834  


Kennung : F 833
2. Kennung : AF 101
Zivil- und Nachkriegsnamen : C
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : D
Bauauftrag : 21.05.1942
Indienstgestellt : 29.04.1944


Marinefährprahm : Typ D
Verdrängung konstruktiv (t) : 168
Verdrängung maximal (t) : 239
Länge (m) : 49,84
Breite (m) : 6,59
Tiefgang leer (m) : 1,18
Tiefgang beladen (m) : 1,35
Seitenhöhe (m) : 2,75
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 375
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,3
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 520/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1120/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/21
Ladefähigkeit : 140 t (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 200 Mann)
- 21.05.1942 Bauauftrag
- 00.11.1943 Umbau in AF 101
- 29.04.1944 8. Artillerieträgerflottille
- 26.08.1944 beschädigt o. Fécamp / MTB
- 00.11.1944 (?) beschädigt Ottensen / FliBo
- 00.05.1945 brit. Beute
- 12.05.1947 OMGUS
- 18.02.1948 Gewerkschaftsunion Naphtha
- 05.01.1950 Kalksandsteinwerk Tissau, Hamburg
- 23.08.1954 zum Eigentum angekauft
- 1955 Schleppkahn C
- 29.04.1944 Indienststellung für 8. Artillerieträgerflottille, Kommandant: Ob.Fähnr.z.S.d.R. Danicic, Alois.[1]
- 29.04.1944 Indienststellung bei der 8. Artillerieträgerflottille in Rotterdam.[5]
- 29.04.1944 Indienststellung in Rotterdam, Merwe-Hafen für 8. Artillerieträgerflottille, Kommandant: Ob.Fähnr.z.S. Danicic.[4]
- 12.06.1944 Bei der 1. Gruppe (Oblt.z.S.d.R. Stephan) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Danicic.[5]
- 15.06.1944 1. Gruppe verlegt nach Ostende zur Vorfeldüberwachung und Sicherung der Einsätze der 36. Minensuchflottille.[5]
- Wenig später 1. Gruppe nach Boulogne weiterverlegt und dort der seit Invasionsbeginn ziemlich mitgenommenen 2. Artillerieträgerflottille einsatzmäßig unterstellt.[5]
- 25.08.1944 00.28 Uhr wird AF 101 1 sm nördöstl. Baggerschütt von 4 x 15 cm Granaten einer eigenen Landbatterie bei Cap de la Heve eingedeckt. Grund BÜ-Versager der Batterie. 5 Tote, 2 Verletzte.[4]
-25./26.08.1944 In der Nacht wird die 8. Artillerieträger-Flottille bei Fécamp von alliierten Seestreitkräften angegriffen. AF 110, AF 97, AF 105 und AF 111 gehen verloren, AF 101 und AF 109 werden eingebracht, letztere im Schlepp von S 174.[2]
- 25./26.08.1944 3. Gruppe wird auf der Weiterfahrt nach Le Havre vor Kap Antifer durch Zerstörer und Schnellboote gestellt und zusammengeschossen. AF 97, AF 105, AF 110 und AF 111 brennen aus und werden auf Strand gesetzt. AF 101 wird von eigenen Schnellbooten nach Fécamp eingeschleppt, während AF 109 mit eigener Kraft nach Fécamp zurückläuft. Die Verluste betragen etwa 40 Tote und Vermisste sowie 80 Verwundete. Oblt.z.S. Conrad zählt zu den Toten auf AF 105.[5]
- 29./30.08.1944 Marsch von Dieppe unter Mitnahme der beschädigten AF 101 und AF 109. Bei laufenden Gefechten 1 MTB versenkt, 1 Zerstörer auf 10 hm in Brand geschossen.[5]
- 30./31.08.1944 Beim Marsch von Dieppe nach Boulogne 8 Jabo- und 2 MTB-Angriffe abgewehrt, 1 Mann auf AF 101 gefallen.[5]
- 18.09.1944 Flottillenchef der 8. Artillerieflottille macht sich mit den nicht einsatzbereiten AF 100 und AF 101 auf den Marsch von Rotterdam über Amsterdam, Zuidersee, Zwartsluis, Groningen, Delfzijl nach Emden und dann über See nach Cuxhaven.[5]
- Nach 04.10.1944 AF 101 erhält auf den Ottensener Eisenwerken so schwere Beschädigungen durch drei Nahtreffer, dass sie vor dem Abrücken der Flottille nicht mehr einsatzbereit wird.[5]
- 12.04.1945 bei der 8. Artillerieträgerflottille innerhalb der 9. Sicherungsdivision mit 1/55 Mann gemeldet.[3]
- 28.04.1945 Die in Hamburg-Ottensen zurückgelassene AF 101 ist zwar endlich wieder einsatzbereit, wurde aber zum Übersetzen über die Unterelbe dabehalten.[5]
- 30.04.1945 Bei der 1. Gruppe (Oblt.z.S.d.R. Stephan) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Oblt.z.S.d.R. Niehoff. In der Unterelbe eingesetzt.[5]
- 08.05.1945 Das Boot befindet sich zum Zeitpunkt der Kapitulation noch immer auf der Unterelbe.[5]
Erich Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 7
[1] Geh.NTB Nr. 20/1944
[2] http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/chronik.htm
[3] MFP-Listen
[4] KTB der 8. Artillerieträgerflottille
[5] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
Eingefügt am: 13.10.2007
Eingefügt von: Jörg Kießwetter
Letzte Änderung: 27.03.2015
Geändert von: Thorsten Reich
Änderung: - 15.10.2007 R. Stenzel Chronik (Geh.NTB Nr. 20/1944)
- 24.03.2008 M. Goretzki: Chronik [2] eingefügt
- 07.06.2008 Theodor Dorgeist [3] in die Chronik eingefügt
- 28.12.2008 R. Stenzel Chronik [4] eingefügt
- 28.12.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [5] eingefügt
- 27.03.2015 T. Reich Dokument 1 eingefügt