Marinefährprahm F 837 (AF 105)

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Kennung : F 837
2. Kennung : AF 105
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : D
Bauauftrag : 21.05.1942
Bauwerft : Koster, Groningen
Indienstgestellt : 29.04.1944


Marinefährprahm : Typ D
Verdrängung konstruktiv (t) : 168
Verdrängung maximal (t) : 239
Länge (m) : 49,84
Breite (m) : 6,59
Tiefgang leer (m) : 1,18
Tiefgang beladen (m) : 1,35
Seitenhöhe (m) : 2,75
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 375
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,3
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 520/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1120/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/21
Ladefähigkeit : 140 t (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 200 Mann)
- 21.05.1942 Bauauftrag
- 00.11.1943 Umbau in AF 105
- 19.05.1944 8. Artillerieträgerflottille
- 26.08.1944 + bei Cap d’Antifer / brit. MTB, ausgebrannt
- 07.06.1943 Kiellegung [3]
- 29.04.1944 Indienststellung für 8. Artillerieträgerflottille, Kommandant: Lt.z.S.d.R. Niehoff, Gerhard.[1]
- 29.04.1944 Indienststellung in Rotterdam, Neue Wilton-Werft für 8. Artillerieträgerflottille, Kommandant: Lt.z.S. Niehoff.[4]
- 19.05.1944 Indienststellung bei der 8. Artillerieträgerflottille in Rotterdam.[5]
- 12.06.1944 Bei der 3. Gruppe (Oblt.z.S.d.R. Conrad) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Niehoff.[5]
- 26.06.1944 2. und 3. Gruppe (ohne AF 97) übernehmen in Ostende die Vorfeldüberwachung und Sicherung der Mienunternehmen.[5]
- 25./26.08.1944 In der Nacht wird die 8. Artillerieträger-Flottille bei Fécamp von alliierten Seestreitkräften angegriffen. AF 110, AF 97, AF 105 und AF 111 gehen verloren, AF 101 und AF 109 werden eingebracht, letztere im Schlepp von S 174.[2]
- 25./26.08.1944 3. Gruppe wird auf der Weiterfahrt nach Le Havre vor Kap Antifer durch Zerstörer und Schnellboote gestellt und zusammengeschossen. AF 97, AF 105, AF 110 und AF 111 brennen aus und werden auf Strand gesetzt. AF 101 wird von eigenen Schnellbooten nach Fécamp eingeschleppt, während AF 109 mit eigener Kraft nach Fécamp zurückläuft. Die Verluste betragen etwa 40 Tote und Vermisste sowie 80 Verwundete. Oblt.z.S. Conrad zählt zu den Toten auf AF 105.[5]
- 26.08.1944 Gruppe Conrad der 8. Artillerieträgerflottille Gefecht mit feindl. Seestreitkräften, AF 105 bekommt gegen 02.55 Uhr mehrere Artillerietreffer, Unterwassertreffer kann mit beiden Lecksegeln gedichtet werden, Boot hat 80 cm Schlagseite nach Steuerbord. 03.25 Uhr vor Etretat erneut S-Bootangriff, AF 105 kann gesichtetem Torpedo nicht ausmanövrieren und erhält Treffer mittschiffs, Boot sinkt schnell. Überlebende gegen 03.40 Uhr von S 170 geborgen.[4]
- 29./30.08.1944 Die Restbesatzungen von AF 97, AF 110 und AF 111 gehen über Land nach Le Havre, die von AF 98, AF 105, AF 108 nach Boulogne zurück, wo die Überlebenden nach Teilnahme am Landkampf später in Gefangenschaft geraten.[5]
Verlust am: 26.08.1944
Verlustuhrzeit: 03:25
Verlustort: bei Cap d'Antifer
Verlustart: gesunken [4]
Verlustursache: Torpedotreffer [4]
Gegnernation: Großbritannien
Gegnertyp: Schnellboot, MTB, PT, MAS
Erich Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 7
[1] Geh.NTB Nr. 20/1944
[2] Chronik des Seekrieges
[3] Werftlisten
[4] KTB der 8. Artillerieträgerflottille
[5] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
Eingefügt am: 13.10.2007
Eingefügt von: Jörg Kießwetter
Letzte Änderung: 27.12.2014
Geändert von: Schreibfehler-Korrekturen
Änderung: - 15.10.2007 R. Stenzel: Chronik (Geh.NTB Nr. 20/1944)
- 24.03.2008 M. Goretzki: Chronik [2] eingefügt
- 18.05.2008 Theodor Dorgeist: Bauwerft und [3] in Chronik eingefügt sowie Beleg zur Bauwerft in Bild 1
- 28.12.2008 R. Stenzel: Chronik [4] eingefügt
- 01.01.2009 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [5] eingefügt
- 25.10.2009 T. Reich: Dokument korrigiert