Marinefährprahm F 478

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F 479  


Kennung : F 478
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C2
Bauauftrag : 09.08.1941
Bauwerft : Cantieri Navali Riuniti, Palermo, Italien
Indienstgestellt : 22.11.1942


Marinefährprahm : Typ C2
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : Fahrbahnbreite 3,6 m, Landeklappenlast 65 t
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
Möglichkeit 52 t-Beutepanzer und Tiger-Panzer zu laden
- 09.08.1941 Bauauftrag
- 22.11.1942 2. Landungsflottille
- 10.09.1943 (+) 14h30 Tarent/ von ital. Kreuzer ”Scipio Africano”

Scipione Africano richtig lt. KGvM
- 09.08.1941 Bauauftrag an Krupp u. Riuniti, Palermo mit vorgesehener Fertigstellung am 12.10.1942.[3]
- 24.11.1942, 16.45 Uhr F 478 von Palermo nach Reggio aus.[5]
- 01.01.1943 In Trapani auslaufbereit.[5]
- 21.01.1943 17.00 Uhr F 478, F 481, F 483 in Begleitung ital. Vedettenbootes Trapani nach Biserta aus. 22.50 Uhr Unbekanntes Flugzeug überfliegt Verband ohne ES. Vedettenboot eröffnet das Feuer. Flugzeug antwortet durch Bordwaffenbeschuss auf Prähme. Auf F 478 je ein Toter, Schwer- und Leichtverletzter. Boot bricht aus Verband aus und bleibt zurück.[5]
- 01.04.1943 bei der 4. Gruppe der 2. Landungsflottille.[5]
- 02.04.1943 F 477, F 478 sollen die zu ihrer Ausrüstung gehörenden Minenschienen an Bord nehmen.[5]
- 05.04.1943 F 478 wird in Trapani entladen, seitens Sperrwaffenkommando Porto Empedocle werden Minenschienen mittels LKW für den Prahm geliefert.[5]
- 06.04.1943 Beim Versuch der Montage der Minenschienen auf F 478 gibt es Probleme, da normale Schienen von 4m Länge geliefert wurden, die nicht mit den Knicken im Prahmboden übereinstimmen. Es befindet sich keiner am Ort, der früher Minenschineneinbau mitgemacht hat. Es wird der Sperrwaffenoffizier der 7. Sicherungsdivision um Unterstützung gebeten.[5]
- 08.04.1943 Versuche der Minenmontage auf F 478 weiterhin erfolglos. Dt.Markdo Ital., A3, schickt Oberwaffenwart nach Trapani.[5]
- 09.04.1943 Eintreffen Oberwaffenwart Düser zwecks Einbau Minenschienen. Schienen können im Winkel abgebogen werden, dies kann mittels Schweißaggregat erfolgen – kein Werftaufenthalt notwendig.[5]
- 10.04.1943 Anpassung der Minenschienen auf F 478.[5]
- 11.04.1943 F 478 beendet Einbau Minenschienen. Test mit einer Mine erfolgreich.[5]
- 13.04.1943 16.45 Uhr F 478 Porto Empedocle ein. Einladen von Minen für einen Transport nach Biserta. Schienen werden abmontiert, um mehr Minen zu transportieren.[5]
- 15.05.1943 Bei der Neugliederung der 2. Landungsflottille der 4. Gruppe zugeteilt.[5]
- 24.05.1943 bei Fliegerangriff auf Reggio ausgebrannt.[1]
- 16.06.1943 Nach taktischer Gliederung der 2. Landungsflottille bei der 3. Gruppe eingesetzt, zur Reparatur in Tarent.[5]
- 16.08.1943 Bei der 3. Gruppe der 2. Landungsflottille gemeldet.[5]
- 23.08.1943 Durch Dt. Seetransport-Chef Italien wird Abgabe des in der Adria eingesetzten F 483 und des in Tarent in Reparatur befindlichen Bootes F 478 an die 10. L-Flottille, Stützpunkt Triest befohlen. Die Reparatur ist bis auf die Ausrüstung des Bootes F 478 beendet.[5]
- 25.08.1943 an 10. L-Flottille, Stützpunkt Triest, abgegeben.[5]
- 10.09.1943 melden die aus Tarent ausgelaufenen 2 S-Boote und F 478, daß sie bei Cap Leuca einen ital. Minensucher versenkt, darauf von Küstenartillerie beschossen wurden. Später von einem Kreuzer gejagt, wurde F 478 versenkt. Der Kreuzer wird später als Typ des ital. " Africano " ausgemacht.[2]
- 08.09.1943 Beim Waffenstillstand in Italien mit 2 S- Booten im Hafen Tarent. Von der italienschen Marine freien Abzug erhalten und die Hafeneinfahrt unauffällig mit Minen verseucht. [4]
- 10.09.1943 Beim Sichten des italienischen Kreuzers "Scipione Africano" von S 54 und S 61 Besatzung des MFP übernommen und Prahm versenkt.
Der Kreuzer nahm keine Notiz von diesem Vorgang. [4]
Verlust am: 10.09.1943
Verlustuhrzeit: 1430
Verlustort: vor Tarent
Verlustart: Sprengung durch deutsche Schnellboote S 54 und S 6
Verlustursache: Selbstvernichtung
Gegnernation: Italien
Gegnertyp: Kreuzer
>Gegnername: Scipione Africano
Mannschaftsschicksal: geborgen
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] KTB Seetransportchef Italien
[2] KTB des Marinekommandos Italien
[3] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
[4] Förderverein Museums-Schnellboot e.V.
[5] KTB 2. Landungsflottille
Eingefügt am: 16.10.2007
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 18.08.2012
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 18.04.2008 Claudia Linse, Chronik [1] eingefügt
- 14.03.2009 R. Stenzel Chronik [2] eingefügt
- 23.04.2009 T. Reich Bild eingefügt
- 25.07.2009 Theodor Dorgeist Verlustangaben u. a. geändert
- 16.09.2009 C. Linse: Chronik [3] eingefügt
- 08.03.2012 Theodor Dorgeist [4] eingefügt und Daten zur Route und Besatzung geändert.
- 18.08.2012 M. Goretzki: Chronik gem. [5] eingefügt