Marinefährprahm F 472

  F 471
F 473  


Kennung : F 472
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C
Sonderausstattung : Sanitätsausführung
Bauauftrag : 09.08.1941
Bauwerft : Schiffswerft Linz AG., Linz/Donau
Baunummer : 920
Indienstgestellt : 13.09.1942


Marinefährprahm : Typ C
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 3,29 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
- 09.08.1941 Bauauftrag
- 13.08.1942 Indienststellung 3. Landungsflottille
- 29.08.1944 (+) Varna-Reede
- 09.08.1941 Bauauftrag an die Schiffswerft Linz A.G. mit vorgesehener Fertigstellung am 29.08.1942.[6]
- Schiffswerft Linz liefert F 472 aus, die anschliessend über die Donau ins Schwarzmeer geht.[1]
- 13.09.1942 F 472 in Linz in Dienst gestellt, anschließend Fahrt donauabwärts, 14.09.1942 Wien passiert, in Budapest Havarie mit fremder Ankerkette, Docken notwendig, 21.09.1942 Budapest aus, 24.09.1942 Belgrad ein, 02.10.1942 Braila ein.[4]
- 28.10.1942 In Konstanza eingetroffener Lt.z.S. Dittmer soll die dort befindliche und der 3. Landungsflottille zugeteilten F 142, F 472, F 536 und F 537 übernehmen und schnellstmöglich nach Berdjansk zu überführen.[7]
- 30.10.1942 19.15 Uhr Lt. Dittmer mit F 142, F 162, F 472, F 536 und F 537 aus Konstanza aus, angehängt F 125 der 1. L-Flottille.[7]
- 10.11.1942 Gemäß taktischen Gliederung der 4. Gruppe der 3. Landungsflottille zugeteilt.[7]
- 12.02.1943 F 472 zum Einbau SSG-Gerät Chef Donauflottille zur Verfügung gestellt.[7]
- 16.02.1943 Das auf Probefahrt nicht einwandfrei arbeitende SSG-Gerät wurde auf der Werft durch ein neues ersetzt.[7]
- 21.02.1943 Beim Einregulieren des neuen SSG-Gerätes traten erneut Störungen auf. Es wurde wieder ausgebaut und an das Sperrwaffen-Kommando abgegeben.[7]
- 24.-31.05.1943 Teilnahme an der Minenunternehmung „K 5“ und „K 6“.[5]
- 30.06.1943 Kertsch: F 472 Einbau neue Maschinen + schiffbauliche Ausbesserungsarbeiten fortgesetzt, gleichzeitig wurde die feste Überdachung des Laderaumes zur Aufnahme einer Vierling-Flak hergerichtet.[7]
- 01.09.1943 F 472 bei der 3. L-Flottille gemeldet.[3]
- 25./26.09.1943 Vorpostengruppe Süd mit 3 MFP wegen Wetterlage bei Kap Takyl zu Anker, von Kanonenbooten angegriffen, auf F 302 und F 315 (1. Landungsflottille) je 1 Mann gefallen. F 445 (5. Landungsflottille) muss wegen Waffenstörungen einlaufen, wird durch F 472 (3. Landungsflottille), Kdt. Obfw. Brockard, ersetzt.[1][3]
- 26./27.09.1943 F 472 (Obfw. Brockard) zur Verstärkung der Vorpostengruppe Süd trifft beim Anmarsch auf feindliche Landungsverband-Sicherung und versenkt um 21.26 Uhr einen Panzerkutter. Da Minengefahr, Eingreifen gegen beobachtete Landung am Ostufer unterlassen. Darauf nach Einlaufen zur Kraftstoffergänzung um 08.00 Uhr Obfw. Brockard durch Obfhr. z. S. Arnold abgelöst.[3]
- 27./28.09.1943 F 472 (Obfhr. z. S. Arnold) wieder auf Position bei Vorpostengruppe Süd.[3]
- 29./30.09.1943 Vp-Gruppe Süd mit F 302, F 315 (1. Landungsflottille), F 583, F 445 (5. Landungsflottille) sowie F 472 (3. Landungsflottille) auf Position, tagsüber zu Anker Kap Takyl.[1][3]
- 01./02.10.1943 Vp-Gruppe Süd mit 5 MFP auf Position. Gegen 05.00 Uhr F 302 und F 315 Minentreffer. F 302 sinkt sofort, F 315 geht noch bei Kap Takyl zu Anker, sinkt dann aber auch noch. Seenotflugzeug rettet von F 302 noch 5
Schwer- und 12 Leichtverwundete, Rest von F 445 geborgen. F 445 und F 472 um 10.00 Uhr Kertsch eingelaufen.[3]
- 09.-10.10.1943 Unternehmen "Wiking" zur Abführung der Landungsflotte aus der Strasse von Kertsch nach Sewastopol: F 472 in Trsp. Geschw. III (Freg.Kapt. Schröder, 3. R.-Fl.) als Einzelfahrer.[1][3]
- 20.10.1943 Lt. Meldung der 3. L.-Fl. im Fahrzeugbestand bei der Halbflottille Feodosia. [3]
- 03.02.1944 Für Vp.-Dienst Kertsch-Straße werden F 333, F 472 und F 535 bestimmt. Boote haben jeweils ein 2cm-Vierling.[7]
- 04.02.1944 Bei Neugliederung der 3. Landungsflottille der 4. Gruppe zugeordnet.[7]
- 05.04.1944 In Sewastopol befinden sich von 1. L.-Fl.: F 132, F 130, F 301, F 316, F 335, F 337, F 340, F 476, F 575, F 583; von 3. L.-Fl.: F 312, F 325, F 333, F 394, F 401, F 472, F 535, F 564, F 571.[3]
- 06.04.1944 F 312, F 325, F 333, F 340, F 401, F 472, F 561 und F 564 in Sewastopol gemeldet.[3]
- 13.-15.04.1944 F 472 von Sewastopol nach Constanta.[3]
- 01.-03.05.1944 F 142, F 472 von Constanta aus, wegen Wetterlage aber wieder ein.[3]
- 02.-04.05.1944 F 142, F 312, F 325, F 326, F 472, F 561 von Constanta nach Sewastopol. Am 03. und 04.05. zahlreiche Luftangriffe, am 03.05. Ubootangriff abgewehrt.[3]
- 05.-07.05.1944 F 142, F 312, F 325, F 326, F 373, F 374, F 469, F 472, F 561 von Sewastopol nach Constanta.[3]
- 08.-10.05.1944 F 325, F 342, F 472, F 561 von Constanta zur Krim.[3]
- 10./11.05.1944 F 325, F 342, F 373, F 472, F 539, F 561 von der Chersonesküste nach Constanta.[3]
- 16.05.1944 Bei taktischer Neugliederung der 3. Landungsflottille der 4. Gruppe zugeteilt.[7]
- 31.07.1944 Gem. ASM GKdos 2207 Qu. der 1. Landungsflottille Konstanza zugeteilt.[7]
- 19.08.1944 von der 3. Landungsflottille an die 1. Landungsflottille übergeben.[2]
- 26.08.1944 Lt. Meldung 1. Landungsflottille F 472 in Varna einsatzbereit.[3]
Verlust am: 29.08.1944
Verlustort: Varna-Reede
Verlustart: selbst versenkt
Erich Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 7
[1] Altakten Arbeitskreis Donau - Schwarzes Meer
[2] Geheimer Nordseetagesbefehl 36/44 vom 04.09.1944
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] KTB Marinegruppenkommando Süd
[5] KTB der 1. Landungsflottille
[6] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
[7] KTB 3. Landungsflottille
Eingefügt am: 22.10.2007
Eingefügt von: Andreas Oefler
Letzte Änderung: 11.05.2011
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 03.03.2008 A. Oefler Altakten Arbeitskreis Donau
- 19.03.2008 Theodor Dorgeist [2] in der Chronik eingefügt
- 18.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] und [3] ergänzt
- 20.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] ergänzt
- 16.05.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] ergänzt
- 04.04.2009 R. Stenzel Chronik [4] eingefügt
- 08.05.2009 M. Goretzki: Chronik gem. [5] eingefügt
- 16.09.2009 C. Linse: Chronik [6] eingefügt
- 02.06.2010 M. Goretzki: Chronik gem. [7] eingefügt
- 11.05.2011 M. Goretzki: Chronik gem. [7] für 04.02.1944 eingefügt