Marinefährprahm F 122

  F 121
F 123  


Kennung : F 122
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : A
Bauauftrag : 18.04.1941
Bauwerft : Staatswerft Varna
Indienstgestellt : 11.11.1941


Marinefährprahm : Typ A
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 2,74 m, Fahrbahnbreite 3,1 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann / 50 Minen Typ UMA)
- 18.04.1941 Bauauftrag
- 11.11.1941 in Dienst Landungs-Lehr-Flottille Varna
- 09.04.1942 1. Landungsflottille
- 1944 Umbau in Flußsperrbrecher (?)
- 00.08.1944 Gruppe Zieb
- 00.09.1944 versenkt oder selbstversenkt untere Donau
- 1946 an USSR (nicht bei Berežnoj)
- Laut taktischer Gliederung vom 15.08.1941 des Erprobungsverbandes Ostsee in Aufstellung begriffen, takt. Nummer 151.[3]
- 11.11.1941 – 07.03.1942 Werften in Varna bauen aus Sektionen der Gute-Hoffnung-Hütte F 121 - F 139 fertig.[2]
- 11.11.1941 F 122 in Varna in Dienst gestellt.[7]
- 09.04.1942 Fertig aus der Werft in Varna entlassen für die 1. Landungsflottille.[6]
- 09./10.08.1942 Regatta III: Stabsschiff Lykurgos mit 3 MFP der Gruppe Wessel (aus F 122, F 127, F 132, F 329) durch die Strasse von Kertsch in die Bucht von Kasantip verlegt.[4]
- 31.10.1942 Lt. Meldung 1. Landungsflottille bedingt kriegsbereit in Kertsch.[4]
- 12.03.1943 Der 1. Gruppe der 1. Landungsflottille zugeordnet.[6]
- 01.07.1943 Lt. Meldung der 1. Landungsflottille F 122 der 1. Gruppe zugeordnet.[4]
- 16.07.1943 bei der 1. Landungsflottille, 1. Gruppe, unter Btsmt. Niss im Einsatz.[1]
- 28.07.1943 Kommandant wird Btsmt. Ullmann.[1]
- 04.08.1943 F 122 in Nikolajew, Werft, zwecks Umbauarbeiten als Sperrbrecher.[6]
- 02.10.1943 F 122 (Sperrbrecher) macht Schleifenvermessung mit eingebautem Hohlstabgerät, dabei festgestellt, dass Vorauswirkung zu gering ist. Boot geht wieder nach Varna zur Verbesserung der Wirkung.[6]
- Ab 04.12.1943 truppendienstlich der 7. Landungsflottille unterstellt, Kommandant: Ob.Btsmt. Ullmann.[5]
- 17.01.1944 Varna: F 122 Werftüberholung und Ausbau HFG. HFG ist gem. ASM G 1439 Ing. vom 21.01.1944 aus F 122 auszubauen und MFP wieder für normale Transportaufgaben herzurichten.[6]
- 01.02.1944 Gem. ASM Gkdos 788 Qu. vom 01.02.1944 wird F 122 nach Umbau der 7. L-Flottille zugeteilt.[6]
- 25.02.1944 In Abänderung ASM Qu. Gkdos 788 Qu vom 31.01.1944 wird F 122 gem. ASM Gkdos 1925 vom 25.02.1944 Qu mit sofortiger Wirkung der 1. L-Flottille wieder zugeteilt, da es als Typ A besser in diese Flottille hineinpasst.[6]
- 01.04.1944 Bei der 4. Gruppe der 7. Landungsflottille gemeldet.[5]
- 31.05.1944 Bei der 4. Gruppe der 7. Landungsflottille gemeldet.[5]
- 21.06.1944 F 122 ist auf dem Weg von Russe nach Belgrad, um hier auf seemänische Geeignetheit als Sperrbrecher geprüft zu werden.[8]
- 29.06.1944 Probefahrt mit dem Inspekteur MRDD auf der Donau. Den gemachten Erfahrungen nach, ist der MFP als Sperrbrecher auf der Donau in jeder Weise geeignet.[8]
- 15.08.1944 Oberwerftstab ASM meldet, daß MFP 122 als Sperrbrecher fertig gestellt ist und die Erprobungen am 14.08.1944 begonnen wurden.[8]
- 25.08.1944 F 122 auf der Donau kriegsbereit.[4]
- 25.08.1944 Mitteilung, daß der MFP 122 in Braila als Sperrbrecher fertig gestellt ist. Die SVK-Auswertung liegt noch nicht vor. Dem MFP wurde trotzdem befohlen, Braila bergauffahrend, ohne eingeschaltetes Gerät zu verlassen und nach Russe zu verlegen. Nach Eintreffen dort findet eine Ergänzung an Artilleriewaffen statt. Sobald die SVK-Auswertung vorliegt, wird F 122 als Sperrbrecher eingesetzt werden.[8]
- Nach Aussagen des Mar.Ob.Ing. Liercks, Schiffbaureferent Owst. ASM, ist der Sperrbrecher " MFP 122 " auf dem Rückzug aus dem rumänischen Raum durch Sprengung vernichtet worden.[7]

Kommandanten:
18.05.42 bis 15.11.42 Strm.Mt. Karde [6]
16.11.42 bis 03.04.43 Bts.Mt Schäfer [6]
01.04.43 bis 30.04.43 Ob.Btsm. Schäfer [6]
28.04.43 bis 15.05.43 Stbs.Btsm. Plunz [6]
01.05.43 bis 05.06.43 Bts.Mt Ullmann [6]
05.06.43 bis 16.07.43 Btsmt. Nisse [6]
16.07.43 bis 15.08.43 Btsmt. Ullmann [6]

Verlust am: 00.09.1944
Verlustort: Untere Donau
Verlustart: selbst versenkt
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] KTB 1 Landungsflottille
[2] Altakten des Arbeitskreises Donau - Schwarzes Meer
[3] KTB des Erprobungsverbandes Ostsee
[4] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[5] KTB der 7. Landungsflottille
[6] KTB der 1. Landungsflottille
[7] KTB Marinegruppenkommando Süd
[8] KTB IMRDD
Eingefügt am: 07.07.2007
Eingefügt von: Editorenkreis
Letzte Änderung: 03.10.2011
Geändert von: Rene Stenzel
Änderung: - 08.09.2007 R. Stenzel Aktualisierung nach Datenbankumbau
- 17.09.2007 Th. Dorgeist Unterstellung 1943
- 10.12.2007 A. Oefler Altakten Gröner hinzugefügt
- 02.02.2008 R. Stenzel Chronik [3] eingefügt
- 14.04.2008 M. Goretzki: Hinweis in Schiffschronik gem. [4] eingefügt
- 17.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [4] ergänzt
- 20.04.2008 M. Goretzki: Chronik für 25.08.44 gem. [4] eingefügt
- 13.07.2008 R. Stenzel Chronik [5] eingefügt
- 05.04.2009 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [6] hinzugefügt
- 18.04.2009 T. Reich: Bild eingefügt
- 11.09.2009 R. Stenzel Chronik [7] eingefügt
- 13.11.2009 S. Westermann: Kommandaten [6] eingefügt
- 11.05.2011 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [7] hinzugefügt für 01.04.1944 und 31.05.1944
- 03.10.2011 R. Stenzel Chronik [8] eingefügt