Marinefährprahm F 151

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Kennung : F 151
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : A
Bauauftrag : 18.04.1941
Bauwerft : Cantieri Navali Riuniti, Palermo
Indienstgestellt : 20.11.1941


Marinefährprahm : Typ A
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 2,74 m, Fahrbahnbreite 3,1 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann / 50 Minen Typ UMA)
- 18.04.1941 Bauauftrag
- 00.11.1941 2. Landungsflottille
- 02.01.1942 gesunken bei Raas el Aali / Strandung
- 20.11.1941: Probefahrt und Indienststellung für 2. L-Fl. [1]
- 29.12.1941, 15.00 Uhr: F-151 läuft von Zuara kommend in Tripolis ein, macht um 16.00 Uhr an der Pier fest und beginnt die Ladung zu löschen. [1]
- 30.12.1941, 19.00 Uhr: Nachdem F-151 in Tripolis am Dampfer BROOK zur Übernahme von 80 t Munition längsseits gegangen war, läuft das Boot nach Ras el Aali aus. [1]
- 31.12.1941, 08.30 Uhr: F-151 passiert Misurata. [1]
- 01.01.1942, 08.00 Uhr: F-151 passiert Ras Lanuf. [1]
- 01.01.1942, 12.00 Uhr: F-151 läuft bei Westwind in Stärke 2-3 und mäßiger Brandung in Ras el Aali ein, setzt an der vom Seetransportchef Nordafrika bezeichneten Stelle auf und macht dort fest bzw. geht dort vor Anker. [1]
- 01.01.1942, 16.00 Uhr: Bei Nordwind in Stärke 5 und plötzlich aufkommender Brandung reisst ein Landpoller und der Heckanker von F-151 bricht aus, sodass das Boot gegen das Wrack WASSERFLOH treibt, wo es behelfsmässig festgemacht werden kann. [1]
- 01.01.1942, 22.00 Uhr: Durch die weitere Wetterverschlechterung - der Wind weht aus Nord in Stärke 7-8 und es steht eine schwere Dünung - brechen die Festmacherleinen von F-151. Dabei und beim gleichzeitigen Bruch der Ankerwindenkurbel wird ein Mann der Besatzung schwer verletzt. Der Versuch, das Boot durch Maschinenkraft auf Strand zu setzen, hat nur vorübergehenden Erfolg. [1]
- 02.01.1942, 02.30 Uhr: Die letzte Leine von F-151 bricht und der starke Seegang treibt das Boot hinter das Wrack WASSERFLOH an die Mole, wo es zusammengeschlagen wird. Wasser dringt durch die weggeschlagenen Lüfter von oben in den Maschinenraum ein, das Boot leckt stark und hat erhebliche Schlagseite nach Backbord, bleibt aber noch schwimmfähig. [1]
- 02.01.1942, 06.00 Uhr: Ladung und Inventar von F-151 werden gelöscht bzw. geborgen, was um 12.00 Uhr beendet ist. Nachmittags bleibt ein Versuch, mittels Leinen und Taljen das Boot durch Menschenkraft wieder freizuziehen, erfolglos. Bei Eintreffen von geeigneten Bergungsmitteln besteht aber noch Aussicht, das Boot flott zu bekommen und abzuschleppen. [1]
- 02.01.1942, 23.00 Uhr: Ein feindlicher Luftangriff mit Bombenabwürfen auf Höhe der Mole führt dazu, dass die Backbordzellen von F-151 von zahlreichen Sprengstücken durchschlagen und ein Grossteil der Luken und Türen durch den Luftdruck aufgerissen werden, sodass weitere Wassermassen in den Rumpf eindringen können. [1]
- 03.01.1942: Am Morgen steht der Laderaum von F-151 bereits voll Wasser und es bleibt nur noch die Ausschlachtung des Bootes übrig. [1]
- 04.01.1942, 18.45 oder 19.00 Uhr: F-149 läuft bei Südostwind in Stärke 3 und leicht bewegter See mit der Besatzung von F-151 an Bord von Ras el Aali nach Tripolis aus. [1]
-05.01.1942, 09.30 Uhr: F-149 läuft mit der Besatzung von F-151 an Bord in Tripolis ein. [1]

Verlust am: 03.01.1942
Verlustort: Ras el Aali [1]
Verlustart: Luftangriff, ausgeschlachtet [1]
Verlustursache: Strandung [1]
Gegnertyp: keine
Mannschaftsschicksal: keine Verluste[1]
Gröner " Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 "Bd. 7
[1] KTB 2. Landungsflottille
Eingefügt am: 07.07.2007
Eingefügt von: Jörg Kießwetter
Letzte Änderung: 16.08.2012
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 15.09.2007 Jörg Kießwetter - Datensatz aktualisiert
- 06.05.2009 Peter Kreuzer [1] eingefügt, Verlustdatum korrigiert
- 16.08.2012 M. Goretzki: Indienststellung und Mannschaftsschicksal gem. [1] eingefügt