Marinefährprahm F 146

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Kennung : F 146
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : A
Bauauftrag : 18.04.1941
Bauwerft : Cantieri Navali Riuniti, Palermo
Indienstgestellt : 12.11.1941


Marinefährprahm : Typ A
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 2,74 m, Fahrbahnbreite 3,1 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann / 50 Minen Typ UMA)
- 18.04.1941 Bauauftrag
- 00.11.1941 2. Landungsflottille
- 24.12.1941 beschädigt bei Sollum / Strandung / Ari; rep.
- 23.07.1943 +10h00 bei San Stefano / FliBo / Strandung
- 12.11.1941 Probefahrt und Indienststellung für 2. L-Fl. [2]
- 25.11.1941, 20.30 Uhr: F 146 läuft zusammen mit F 148, F 150 und F 160 unter der Führung von Lt.z.S.(MA) von FORELL und Kpt. KEIL (der Flottillenchef Kptlt. Fritz SCHECK musste die Führung dieser Gruppe aufgrund einer schweren Ischias am selben Tag abgeben) bei auffrischenden Wind und grober See im Geleit des italienischen Torpedobootes PERSEO aus Trapani zur Fahrt nach Tripolis über Pantelleria und Lampedusa aus. Während dieser Fahrt werden durch Seeschlag die Landeklappen von F 146, F 148 und F 150 leicht beschädigt. [2]
- 01.12.1941, 12.15 Uhr: F 146, sowie F 148, F 150 und F 160, laufen unter der Führung von Lt.z.S.(M.A.) von FORELL mit jeweils 80 t Ladung für Benghasi bei ruhiger See im Geleit des italienischen Torpedobootes PERSEO aus Tripolis aus. Während dieser Fahrt erleiden alle Boot erhebliche Seeschäden (Risse bis 30 cm in den Decksaufbauten, an Schotten und Versteifungen, Landeklappen beschädigt, Wellblechabdeckungen verloren oder verbogen, Bremsbacken für Anker gebrochen, etc.) und F 160 geht sogar verloren. [2]
- 05.12.1941, 12.00 Uhr: F 146, F 148 und F 150 laufen in Benghasi ein. Dabei verlangsamt F 146 an der Sperre die Fahrt, kommt dadurch ins Treiben und zerdrückt in weiterer Folge das zwischen dem MFP und dem Sperrschiff liegende Lotsenboot. Der Lotse kommt ums Leben und ein weiterer Italiener wird schwer verwundet. F 146 trägt durch die Kollision schwere Schäden an der Unterseite der Landeklappe davon und muss sogar zur Reparatur aufgeslipt werden. [2]
- 19.12.1941, 19.00 Uhr: F 146 unter der Führung von Lt.z.S. WIENAND läuft mit 70 t Lebensmitteln, 20 t Munition und 2 t Feldpost aus Benghasi nach Bardia aus. [2]
- 20.12.1941, 10.00 Uhr: F 146 wird auf dem Marsch von Benghasi nach Bardia auf der Höhe von Derna drei Mal erfolglos von einem deutschen Kampfflugzeug mit Bomben und Bordwaffen angegriffen und dreht danach Richtung Kreta ab. Das Boot eröffnete kein Abwehrfeuer, weil die Maschine einwandfrei als deutsche erkannt wurde. [2]
- 21.12.1941, 10.00 Uhr: F 146 läuft in Bardia ein. [2]
- 21.12.1941, 15.45 Uhr: Die Seetransportstelle Bardia gibt per FT bekannt, dass F 146 am 22.12.1941 eine Versorgungsfahrt nach Sollum unternehmen soll. [2]
- 22.12.1941, 13.15 Uhr: Die Seetransportstelle Bardia erbittet per FT die Abkommandierung von F 146 für Bardia zur Versorgung von Sollum und des Halfayapasses sowie für Leichterdienst in Bardia selbst, da die vorhandenen Fähren im Winter dafür zu schwachen seien. Damit erklärt sich der Seetransportchef Nordafrika bereits um 14.30 Uhr per FT einverstanden. [2]
- 24.12.1941, 17.10 Uhr: Die Seetransportstelle Bardia meldet per FT, dass F 146 bei Sollum gestrandet und am Nachmittag durch Artilleriefeuer vernichtet worden sei. [2]
- 24.12.1941, 22.50 Uhr: Die Seetransportstelle Bardia berichtet per FT, dass die erste Versorgungsfahrt von F 146 nach Sollum von Lt.z.S. ALBRECHT zwecks Einweisung von Lt.z.S. WIENAND geführt wurde, die zweite Reise stand dann unter dem Kommando von Lt.z.S. WIENAND. Die Besatzung von F 146 konnte bisher aufgrund der Wetterlage noch nicht abgeholt werden.
Später meldete Lt.z.S. WIENAND per FT über die Seetransportstelle Bardia, dass F 146 in der Nacht vom 23. zum 24.12.1941 während der zweiten Versorgungsfahrt nach Sollum zwischen Bardia und Sollum nicht wieder flott zu bekommen war, weil die äußerst starke Brandung das Boot immer wieder auf den Strand drückte. Beide Heckanker waren gebrochen und die Backbordmaschine ausgefallen. Auch Versuche, mit Zugmaschinen das Boot wieder flott zu bekommen, schlugen fehl. Die Besatzung wurde vollzählig gerettet, das Boot in den Nachmittagsstunden durch Artilleriefeuer in Brand geschossen. [2]
- 25.12.1941, 10.50 Uhr: Die Seetransportstelle Bardia meldet per FT die Vernichtung von F 146 durch Artilleriefeuer. [2]
- 28.12.1941, 12.35 Uhr: Die Seetransportstelle Bardia ersucht per FT den Seetransportchef Nordafrika, die Besatzung von F 146 schnellstmöglich mit einem Uboot in Marsch setzen zu dürfen, fragt nach, wohin die Männer geschickt werden sollen und bittet darum, bei General SCHMITT eine Genehmigung für diesen Transport zu erwirken. Um 21.20 Uhr kommt der Seetransportchef Nordafika diesem Anliegen per FT nach und beordert die Besatzung von F 146 nach Palermo, Lt.z.S. WIENAND nach Tripolis. [2]
-04.01.1942: Mit dem Fall von Bardia fallen 14 Mann der Besatzung von F 146, darunter ein Leichtverwundeter, in englische Kriegsgefangenschaft, nachdem aufgrund der Lageentwicklung der geplante Abtransport der Besatzung durch ein Uboot nicht mehr zur Durchführung gelangte. [2]
- 28.06.1942 F 158 mit F 149 vom Wrack F 146 Buganker geborgen.[2]
- 23.07.1943 F 146, F 149, F 432, F 460 und F 546 gegen 10.00 Uhr bei Cap Stefano (50 sm östlich Palermo) bei Luftangriffen bzw. bei Hilfeleistung beschädigt und gestrandet, nur F 149 nach Selbstzerstörung der anderen Boote mit deren Besatzungen nach Osten abgelaufen.[1]
Verlust am: 24.12.1941
Verlustort: zwischen Bardia und Sollum [2]
Verlustart: Artilleriefeuer [2]
Verlustursache: Strandung [2]
Mannschaftsschicksal: gerettet, gerät aber komplett in Gefangenschaft[2]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[2] KTB 2. Landungsflottille
Eingefügt am: 18.09.2007
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 16.08.2012
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 03.05.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] ergänzt
- 05.05.2009 Peter Kreuzer [2] eingefügt, Verlustdatum geändert
- 03.06.2010 Karsten Klein Link auf FMA eingefügt
- 03.06.2010 Peter Kreuzer FMA-Link korrigiert
- 16.08.2012 M. Goretzki: Indienststellungsfeld angepasst und Eintrag für 28.06.1942 in der Chronik sowie Mannschaftsschicksal gem. [2] eingefügt