Marinefährprahm F 535

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Kennung : F 535
Zivil- und Nachkriegsnamen : Najade
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C
Bauauftrag : 26.09.1941
Bauwerft : Staatswerft Varna
Indienstgestellt : 13.09.1942


Marinefährprahm : Typ C
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 3,29 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
- 26.09.1941 Bauauftrag
- 13.09.1942 3. Landungsflottille
- 18.02.1943 gesunken bei Kertsch / FliBo;
- gehoben, repariert;
- 23.07.1943 Najade, nicht überführt;
- 29.08.1944 selbst versenkt Varna-Reede
- 26.09.1941 Bauauftrag an GHH u. Werft in Varna vergeben, mit vorgesehener Fertigstellung am 04.09.1942.[6]
- Fertigmontage aus Sektionen der Gute-Hoffnung-Hütte.[1]
- 13.09.1942 F 535 in Varna in Dienst gestellt.[4]
- 31.10.1942 In Berdjansk von der 1. Landungsflottille übernommen und der 2. Gruppe der 3. Landungsflottille unter Lt.z.S. Wachs zugeordnet.[7]
- 10.11.1942 Gemäß taktischen Gliederung der 2. Gruppe der 3. Landungsflottille zugeteilt.[7]
- 21.10.1942 In Berdjansk liegen sechs MFPs (darunter F 306, F 333 und F 535) samt Besatzungen.[3]
- 22.10.1942 Vormittags theoretische Ausbildung, nachmittags Übungsfahrt mit den sechs MFP.[3]
- 23./24.10.1942 Die sechs MFP laden 600 t Kantinenwaren, die auf Befehl des Seekommandanten Kaspisches Meer nach Rostow/Don gebracht werden sollen.[3]
- 24.10.1942 Um 15.00 Uhr trotz Sturmvorhersage ausgelaufen. Bei Dunkelwerden vor der Bjelosarai-Landzunge vor Anker.[3]
- 25.10.1942 Um 05.30 Uhr ankerauf. Abends in der Mündung des Rostower Seekanals vor Anker.[3]
- 26.10.1942 Um 10.00 Uhr seeklar, um 18.00 Uhr vor den Rostow Brücken, die erst am anderen Morgen passiert werden können.[3]
- 27.10.1942 Nach Freigabe der Weiterfahrt durch den zuständigen Pionieroffizier Weiterfahrt zum Hafen, wo anschließend entladen wird.[3]
- 28.10.1942 F 306 rammt beim Verholen für die Entladung eine Pionierbrücke, die aber intakt bleibt.[3]
- 30.10.1942 Um 04.30 Uhr seeklar, 05.30 Uhr nach Öffnung der Pontonbrücke nach Unterstrom angelaufen. Abends im Golf Taganrog zu Anker.[3]
- 31.10.1942 Morgens Weiterfahrt. F 333 mit unklarer Schraube unterwegs nach Mariupol entlassen, restliche MFP gegen 12.00 Uhr in Berdjansk ein.[3]
- 29.12.1942 In der Kertsch-Straße bringt F 535 auf Veranlassung SD Taman ein russ. Fischerboot auf, schleppt es nach Kertsch ein und übergibt die 4 Mann der Besatzung wegen Spionageverdacht dem SD Kertsch.[7]
- 18.02.1943 In der Straße von Kertsch gesunken, aber später wieder geborgen und instandgesetzt.[3]
- 27.02.1943 17.15 Uhr bei einem der wiederholten Luftangriffe auf Taman und Fischsalzerei explodiert 4m an Backbord des aus Fischsalzerei auslaufenden F 535 eine Bombe auf Eis. 172x Schiffskörper, 132x Aufbauten durchlöchert. 1 Mann Besatzung gefallen, 2 schwer, 2 leicht Verwundete. Im Laderaum werden durch Splitter 9 Mann des Heeres getötet, 13 verwundet, 16 Pferde getötet. Keine größeren Beschädigungen des Bootes.[7]
- 30.03.1943 Teilnahme am Geleit „Kleiner Bär 11“.[5]
- 01.07.1943 F 535 von 3. L-Flottille als einsatzbereit bei der 2. Gruppe gemeldet.[3]
- 28.07.1943 Gem. Marine-Gruppen-Kommando Süd sind die zur Grundüberholung in Varna liegenden Boote F 306, F 535 nach Beendigung der Werftliegezeit an Admiral Ägäis abzugeben.[7]
<<<< - 31.07.1943 F 360, F 535, F 479 mit LW- Gerät und 32 Verwundete aus nach Neapel [9] --> ist ein Schreibfehler im KTB des Seetransportführers Messinastraße. Gem. KTB 2. Landungsflottille liefen F 360, F 435, F 479 unter Stbs-Strm. Schipfmann aus Catona aus.[10] >>>>
- 10.08.1943 F 306, F 535 beenden Werftliegezeit in Varna und werden auf Befehl Marine-Gruppen-Kommando Süd (siehe 28.07.1943) an Admiral Ägäis abgegeben und scheiden aus der 3. Landungsflottille aus.[7]
- 19.09.1943 Gem. ASM G 24 578 vom 19.09.1943 werden mangels Überführungsmöglichkeiten mehrere MFPs an 3. Landungsflottille von Admiral Ägäis übergeben. F 535 wird der 2. Gruppe zugeteilt.[7]
- 28./29.09.1943 F 316 (1. Landungsflottille) mit F 325, F 401 und F 535 (alle 3. Landungsflottille ) zur Minenbeobachtung eingesetzt.[1][3]
- 09.-10.10.1943 Unternehmen "Wiking" zur Abführung der Landungsflotte aus der Strasse von Kertsch nach Sewastopol: F 535 in Trsp. Geschw. IV (Lt.z.S. Dittmer, 3. L.-Fl.), Gruppe Dittmer.[1]
- 19.11.1943 Fliegerangriff auf Kamysch-Burun: F 535 durch 2 Bombentreffer im Achterschiff schwer beschädigt.[8]
- 03.02.1944 Für Vp.-Dienst Kertsch-Straße werden F 333, F 473 und F 535 bestimmt. Boote haben jeweils ein 2cm-Vierling.[7]
- 04.02.1944 Bei Neugliederung der 3. Landungsflottille der 2. Gruppe zugeordnet.[7]
- 05.04.1944 In Sewastopol befinden sich von 1. L.-Fl.: F 132, F 130, F 301, F 316, F 335, F 337, F 340, F 476, F 575, F 583; von 3. L.-Fl.: F 312, F 325, F 333, F 394, F 401, F 472, F 535, F 564, F 571.[1]
- 16.05.1944 Bei taktischer Neugliederung der 3. Landungsflottille der 1. Gruppe zugeteilt.[7]
- 19.07.1944 Gem. ASM G 13243 Ing. sind F 142, F 535 zum Sperrbrecher herzurichten.[7]
- 21.07.1944 Gem. ASM G 12219 Ing. wird F 535 an Stelle von F 578 zum Minen-MFP umgebaut.[7]
- 23.07.1944 Gem. ASM G 13243 Ing. sind F 312, F 325, F 326 an Stelle von F 142 und F 535 zum Sperrbrecher herzurichten.[7]
- 31.07.1944 Gem. ASM GKdos 2207 Qu. der 1. Landungsflottille Konstanza zugeteilt.[7]
- 18.08.1944 von der 3. Landungsflottille an die 1. Landungsflottille übergeben.[2]
- 26.08.1944 Lt. Meldung 1. Landungsflottille F 535 in Varna einsatzbereit.[3]
Verlust am: 29.08.1944
Verlustort: Varna-Reede
Verlustart: selbst versenkt
Erich Gröner, "Die deutschen Kriegsschiffe 1915 - 1945; Bd 7
[1] Altakten Arbeitskreis Donau - Schwarzes Meer
[2] Geheimer Nordseetagesbefehl 36/44 vom 4.9.1944
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] KTB Marinegruppenkommando Süd
[5] KTB der 1. Landungsflottille
[6] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
[7] KTB der 3. Landungsflottille
[8] KTB der 7. Landungsflottille
[9] KTB des Seetransportführers Messinastraße
[10] KTB der 2. Landungsflottille
Eingefügt am: 22.09.2007
Eingefügt von: Stefan Westermann
Letzte Änderung: 27.12.2014
Geändert von: Schreibfehler-Korrekturen
Änderung: - 21.01.2008 A. Oefler: Altakten Arbeitskreis Donau - Schwarzes Meer
- 19.03.2008 Th. Dorgeist: [2] in der Chronik eingefügt.
- 15.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] eingefügt
- 18.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] und [3]ergänzt
- 20.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] ergänzt
- 04.05.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] für 1942 ergänzt
- 13.05.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] für 01.07.1943 ergänzt
- 04.04.2009 R. Stenzel: Chronik [4] eingefügt
- 09.05.2009 M. Goretzki: Chronik gem. [5] eingefügt
- 16.09.2009 C. Linse: Chronik [6] eingefügt
- 02.06.2010 M. Goretzki: Chronik gem. [6] eingefügt
- 11.05.2011 M. Goretzki: Chronik gem. [7] für 04.02.1944 eingefügt
- 12.05.2011 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [8] hinzugefügt
- 13.05.2011 T. Reich: Bild 1 eingefügt
- 23.06.2013 Beate Kibelka: Chronik gem [9] eingefügt
- 29.06.2013 M. Goretzki: Chronik gem. [10] ergänzt