Marinefährprahm F 574

  F 573
F 575  


Kennung : F 574
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C2
Bauauftrag : 15.04.1942
Bauwerft : Varna-Werft
Indienstgestellt : 06.08.1943


Marinefährprahm : Typ C2
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : Fahrbahnbreite 3,6 m, Landeklappenlast 65 t
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
Möglichkeit 52 t-Beutepanzer und Tiger-Panzer zu laden
- 15.04.1942 Bauauftrag
- 00.08.1943 3. Landungsflottille
- 30.11.1943 selbstzerstört um 0830Uhr Kossa-Tusla / nach Strandung zusammen mit F 341 / 5 Tote.
- Klappenverstärkung nach Bauart Typ C2a, Auftrag an Gutehoffnungshütte (ausgeführt durch Eikomag).[3]
- 06.08.1943 Indienststellung F 574 für 3. Landungsflottille.[4]
- 21.08.1943 Übergabe F 574 an L-Stützpunkt Varna.[7]
- 01.09.1943 F 574 bei der 3. L-Flottille als erwartete Neuzuführung gemeldet.[1]
- 23.09.1943 06.15 Uhr F 573 und F 574 die der 3. Landungsflottille zugeteilt sind, in Ak Metschet von Sulina ein. 16.00 Uhr Weitermarsch nach Sewastopol. 20.00 Uhr Sewastopol ein.[6]
- 26.09.1943 10.15 Uhr F 573, F 574 Feodosia ein von Sewastopol.[6]
- 28.09.1943 08.40 Uhr F 573, F 574 Kertsch im Geleit von Feodosia ein. Boote von 3. Landungsflottille übernommen und der 1. Gruppe zugeteilt.[6]
- 03./04.10.1943 Nebelgruppe (Lt.z.S. Dittmers) mit F 312, F 536, F 574 (alle 3. L.-Fl.), sowie F 341 (1. L.-Fl.) zum Einnebeln der Kossa Tschuschka eingesetzt.[1][2]
- 09.-10.10.1943 Unternehmen "Wiking" zur Abführung der Landungsflotte aus der Strasse von Kertsch nach Sewastopol: F 574 in Trsp. Geschw. III (Freg.Kapt. Schröder, 3. R.-Fl.), Gruppe Haase.[2]
- 20.10.1943 Lt. Meldung der 3. L.-Fl. im Fahrzeugbestand bei der Halbflottille Feodosia.[1]
- 08.11.1943 gem. [8] gemeldete Strandung ist falsch, es handelte sich um den Fährprahm F 386.[9]
- 30.11.1943 F 341 (1. L-Fl.) und F 574 (3. L.-Fl.) im Sturm auf der Kossa Tusla gestrandet, durch sowj. Artilleriebeschuss zerstört, nur 5 Mann durch andere Boote gerettet.[1]
- 30.11.1943 03.50 Uhr F 341 und F 574 (3. L-Fl.) in der Nähe von Punkt 9 (Kertschstrasse, 1,1 sm südöstl. Punkt 9) aufgelaufen. Maschine F 574 durch Sprengung mit Sicherheit vernichtet, Waffen unbrauchbar gemacht.[5]
- 30.11.1943 03.50 Uhr F 574 ca. 1,1 sm südöstl. Punkt 9 an der Südkante des Riffs an der Nordwest-Spitze Kossa Tussla festgekommen, um 04.00 Uhr F 341 ebenfalls. 06.50 Uhr Meldung an ASM von AI, dass MFP zu vernichten sind, da keine Möglichkeit des Abschleppens. 15.00 Uhr Beginn der Vernichtung F 574, F 341 durch eigene Artillerie. 17 Mann F 574 vermisst, wahrscheinlich russische Gefangenschaft.[6]

Verlust am: 30.11.1943
Verlustuhrzeit: 0830
Verlustort: Kossa-Tusla; Kertschstrasse, 1,1 sm südöstl. Punkt 9[5]
Verlustart: gestrandet
Verlustursache: Sprengladung gezündet[gem. [6] durch eigene Artill
Mannschaftsschicksal: 5 Mann von F 341 und F 574 gettet [1], [gem. [6] 17 Mann vermisst]
Erich Gröner, "Die deutschen Kriegsschiffe 1915 - 1945; Bd 7
[1] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[2] Altakten des Arbeitskreises Donau - Schwarzes Meer
[3] Schreiben Gutehoffnungshütte an Fachgruppe Stahlbau vom 25.04.1944
[4] A.d.S.-Tagesbefehl Nr. 26/1943
[5] KTB der 1. Landungsflottille
[6] KTB der 3. Landungsflottille
[7] KTB der 7. Landungsflottille
[8] KTB der Seekriegsleitung (Online-Version)
[9] KTB des Seekommandanten Kaukasus
Eingefügt am: 23.09.2007
Eingefügt von: Stefan Westermann
Letzte Änderung: 12.03.2016
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 19.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] und [2] ergänzt
- 15.05.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] für 01.09.1943 ergänzt
- 15.05.2008 R. Stenzel Chronik [3] eingefügt
- 16.05.2008 M. Goretzki: Chronik gem. [1] für 20.10.1943 & Verlustdaten ergänzt
- 08.03.2009 R. Stenzel Chronik [4] eingefügt
- 10.05.2009 M. Goretzki: Chronik gem. [5] eingefügt und Verlustangaben ergänzt
- 02.06.2010 M. Goretzki: Chronik gem. [6] eingefügt und Verlustangaben ergänzt.
- 13.05.2011 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [7] hinzugefügt
- 12.03.2016 M. Goretzki: Chronik für 08.11.1943 und Klarstellung gem. [8] und [9] eingefügt