Marinefährprahm F 590 (F2590)

  F 589
F 591  


Kennung : F 590
2. Kennung : F2590
3. Kennung : F/KF2590
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C
Bauauftrag : 15.04.1942
Bauwerft : Deutsche Werft, Hamburg
Baunummer : 417
Stapellauf : 1943-00-00
Indienstgestellt : 29.05.1943


Marinefährprahm : Typ C
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 3,29 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
- 12.05.1942 Bauauftrag
- 28.05.1943 12. Landungsflottille
- 00.08.1943 2. Landungsflottille
- 00.02.1944 4. Landungsflottille
- 00.05.1944 versenkt westl. Mittelmeer
- 00.00.1943 Erbaut auf Helling 2 in Hamburg bei der Bauwerft.[5]
- Klappenverstärkung nach Bauart Typ C2a, Auftrag an Deutsche Werft Hamburg.[2]
- Für Überführung ins Mittelmeer zerlegt, Werft für Wiederzusammenbau La Seyne.[1]
- 29.05.1943 Indienststellung F 590 für 4. Landungsflottille.[3]
- 29.05.1943 von der 4. Landungsflottille für die 2. Landungsflottille in Dienst gestellt.[1]
- 16.06.1943 Nach taktischer Gliederung der 2. Landungsflottille bei der 4. Gruppe eingesetzt, befindet sich auslaufbereit in Livorno zum Marsch nach Sardinien.[4]
- 16.08.1943 Bei der 4. Gruppe der 2. Landungsflottille gemeldet.[4]
- 01.10.1943 Bei der 4. Gruppe der 2. Landungsflottille gemeldet.[4]
- 01.01.1944 F 2590 bei der 4. Gruppe der 2. Landungsflottille gemeldet.[4]
- 16.03.1944 Bei der 4. Gruppe der 2. L-Flottille gemeldet.[4]
- 01.-10.04.1944 1. Kampfgruppe akB in Werft La Spezia. Alle Boote mit einer Nebelanlage ausgerüstet.[4]
- 04.04.1944 F 590 als Ersatz für versenkten F 456 an die 1. Kampfgruppe L-Fl. zugeteilt.[4]
- 06.04.1944 F 2590 nach La Spezia für die 1. KG L-Fl. überführt.[4]
- 09.04.1944 An einer Schießübung war erstmals auf F 2590 ein ital. 6,5cm Geschütz beteiligt. Wird als ungeeignet für MFP angesehen. 15.00 Uhr Luftangriff auf Piombino mit Sprengbomben. F 590 durch Splitter während der 3. Angriffswelle beschädigt. 6,5cm Flak auf F 590 hat sich bewährt.[4]
- 24.04.1944 06.30-06.50 Uhr Angriff von 18 Flugzeugen gegen ein Geleit. Aus diesem schießen MFP und der KT 16 je ein Flugzeug ab. Später schießt KT 16 beim 2. Angriff wieder eines ab. Auf F 590 5, auf F 486 1 Verletzte.[4]
- 02.05.1944 11.00-14.00 Uhr schw. Angriff feindl. 4mot. Bomber auf Stadt und Hafen La Spezia. Im Arsenal in Reparatur befindliche F 590, F 709, F 616 mit Steinbrocken und Trümmern bedeckt. F 590 nach Trümmerbeseitigung sofort kb.[4]
- 09.05.1944 22.00 Uhr KF 2704, KF 590, FP Königsberg, Gleiwitz Piombino nach Stefano aus.[4]
- 10.05.1944 02.30 Uhr auf 42°32‘1‘‘N, 11°3‘2‘‘O Gefecht mit wahrscheinlich 6 S-Booten. KF 2704, KF 2590, FP Gleiwitz durch Torpedotreffer versenkt. 05.10 Uhr nach 1¾stündigem Treiben im Wasser wird Besatzungvon 4 Booten der 4. L-Flottille gerettet. Personalausfälle auf F 2590: 1 Toter, 2 oder 4 Leichtverletzte. Stellungnahme FloChef zum KTB KG: 6,5cm Ansaldo SK/Flak hat sich im Gefecht bestens bewährt. Es sollte etwa 4. oder 5. Boot mit dieser ausgerüstet werden. Ist aber eine komplizierte Waffe.[4]
- 10.05.1944 03.15 Uhr Geleit F 703, F 291, F 411, F 749 auf Marsch Livorno nach Stefano beobachtet in ca. 8sm Entfernung ein Gefecht. 05.45 Uhr Boote stehen auf dem Gefechtsfeld und bergen 27 Schiffbrüchige der durch feindl. S-Boote vernichteten F 590 und F 704 der 1. KG L-Fl.[4]

-- Eine Verlustmeldung vom 12.5.1944 durch US -Bombentreffer bei Portoferraio dürfte falsch sein --
Verlust am: 10.05.1944
Verlustuhrzeit: 02:30
Verlustort: westl. Mittelmeer
Verlust Koordinaten: 42°32‘1‘‘N, 11°3‘2‘‘O[4]
Verlustart: gesunken
Verlustursache: Torpedotreffer[4]
Gegnernation: unbekannt
Gegnertyp: Schnellboote[4]
Mannschaftsschicksal: 1 Toter, 2 oder 4 Verletzte[4]
Erich Gröner " Die deutschen Kriegsschiffe 1915 - 1945 " Bd. 7
[1] KTB der 4. Landungsflottille
[2] Schreiben Gutehoffnungshütte an Fachgruppe Stahlbau vom 25.04.1944
[3] A.d.S.-Tagesbefehl Nr. 20/1943
[4] KTB 2. Landungsflottille
[5] Bauliste derDeutsche Werft, Hambur

Eingefügt am: 24.09.2007
Eingefügt von: Stefan Westermann
Letzte Änderung: 25.09.2013
Geändert von: Theodor Dorgeist
Änderung: - 15.02.2008 R. Stenzel Chronik [1] eingefügt
- 16.05.2008 R. Stenzel Chronik [2] eingefügt
- 07.03.2009 R. Stenzel Chronik [3] eingefügt
- 26.08.2012 M. Goretzki: Chronik, 2. und 3. Kennung sowie Verlustangaben gem. [4] eingefügt
- 24.09.2013 Theodor Dorgeist [5] und Bemerkung in der Chronik eingtragen.