Marinefährprahm F 302

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Kennung : F 302
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : A
Bauauftrag : 12.05.1941
Bauwerft : Mercantile, Antwerpen
Indienstgestellt : 00.09.1942


Marinefährprahm : Typ A
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 2,74 m, Fahrbahnbreite 3,1 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann / 50 Minen Typ UMA)
- 12.05.1941 Bauauftrag
- 00.09.1942 17. Landungsflottille (?)
- 00.12.1942 1. Landungsflottille
- 02.10.1943 gesunken s. Kap Takyl, 45°21 n/36°29 o / Mine / 1 Toter
- 12.05.1941 Bauauftrag an Mercantile, Antwerpen mit vorgesehener Fertigstellung Anfang August 1942. [5]
- 31.10.1942 Lt. Meldung 1. Landungsflottille noch von Dresden nach Ingolstadt zu überführen, zur 1. L-Flottille bestimmt.[1]
- 02.11.1942 Meldung Gruppe Süd: " F 302 vom A.d.S. für Schwarzmeer angemeldet."[3]
- 11.03.1943 Um 10.00 Uhr OEZ von Linz in Sulina ein.[4]
- 15.04.1943 Bei der 1. Landungsflottille kriegsbereit gemeldet.[4]
- 23.04.1943 Aus der Ausbildung in Sewastopol entlassen.[4]
- 01.07.1943 Lt. Meldung 1. Landungsflottille der 3. Gruppe zugeordnet.[1]
- 15.-16.08.1943 6 MFP (darunter F 302 und F 449) von Kertsch über Feodosia nach Sewastopol. Dabei am 16.08. um 07.00 Uhr mit Wasserbomben Sowjet-Uboot abgewehrt.[1]
- 13.09.1943 Das in Kertsch in Reparatur befindliche F 302 bekommt eine Abdeckung des Ruderstandes gegen Phosphorspritzer.[4]
- 22.09.1943 F 302, F 315 zusätzlich eine 3,7cm-Pak für Vorpostenaufgabe Südausgang Kertschstrasse eingebaut.[4]
- 22.09.1943 - Die 3 für den Vp-Dienst Taman-Süd vorgesehenen Boote (F 302, F 315, F 445) werden zusätzlich artilleristisch verstärkt durch je ein Pak-Geschütz, 1 SMG und eine 2cm Flak.[6]
- 22.09.1943 Vorpostengruppe Süd aus F 302, F 315 (beide 1. Landungsflottille) und F 445 (5. Landungsflottille) gebildet. F 445 momentan a.K.B.[1][2]
- 22./23.09.1943 Vorpostengruppe Süd mit F 302 und F 315 auf Position im Süden der Straße von Kertsch.[1][2]
- 25./26.09.1943 Vorpostengruppe Süd mit 3 MFP wegen Wetterlage bei Kap Takyl zu Anker, von Kanonenbooten angegriffen, auf F 302 und F 315 (1. Landungsflottille) je 1 Mann gefallen. F 445 (5. Landungsflottille) muss wegen Waffenstörungen einlaufen, wird durch F 472 (3. Landungsflottille), Kdt. Obfw. Brockard, ersetzt.[1][2]
- 26./27.09.43 Vp-Gruppe Süd: F 472 beobachtet russische Landung auf der Bugaßkaja-Nehrung, greift aber nicht ein, da angeblich Minenlage unbekannt. Boot macht kehrt und läuft um 08.00 Uhr zur Brennstoffübernahme ein. Obfw. Brockard durch Ob.Fähnr.z.S. Arnold abgelöst, der Führung der Gruppe übernimmt und zu F 302 und F 315 auf Position geht.[1]
- 28./29.09.1943 F 302 und F 315 mit Vp-Gruppe Süd (Obfhr.z.S. Arnold) auf Position.[1]
- 29./30.09.1943 Vp-Gruppe Süd mit F 302, F 315 (1. Landungsflottille), F 583, F 445 (5. Landungsflottille) sowie F 472 (3. Landungsflottille) auf Position, tagsüber zu Anker Kap Takyl.[1][2]
- 01./02.10.1943 Vp-Gruppe Süd mit 5 MFP auf Position. Gegen 05.00 Uhr F 302 und F 315 Minentreffer. F 302 sinkt sofort, F 315 geht noch bei Kap Takyl zu Anker, sinkt dann aber auch noch. Seenotflugzeug rettet von F 302 noch 5 Schwer- und 12 Leichtverwundete, Rest von F 445 geborgen. F 445 und F 472 um 10.00 Uhr Kertsch eingelaufen.[1]
- 02.10.1943 05.40 Uhr F 302 und F 315 beim Vp.-Dienst Taman Süd (F 302, F 315, F 445, F 583, F 472) südlich Kap Takyl (Position 44°58,5’N, 36°37,9’O) Minentreffer durch Ankertauminen. F 302 (Detonation unter dem vorderen 2cm Geschütz, Boot in zwei Teile zerrissen) gefallen: 1 Mann Mannschaft, 4 Mann Geschützbedienung HS-Flottille Mariupol. Verwundet: 2 Mann Geschützbedienung HS-Flottille Mariupol, 2 Mann (Ukrain. Freiwillige) der eingeschifften Waffenbedienung Hako. Kertsch-Kompanie.[4]


Kommandant:
01.05.43 bis 15.08.43 Btsm. Petersen [4]
Verlust am: 02.10.1943
Verlustuhrzeit: 0500
Verlustort: südlich Kap Takyl
Verlust Koordinaten: 45°21 n/36°29 o
Verlustart: gesunken
Verlustursache: Minentreffer
Gegnertyp: Minenfeld
Mannschaftsschicksal: Mannschaft: 1 Toter, Geschützbedienung: 4 Tote, 4 Verwundete[4]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[2] Altakten des Arbeitskreises Donau - Schwarzes Meer
[3] KTB Marinegruppenkommando Süd
[4] KTB 1. Landungsflottille
[5] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
[6] KTB 3. Landungsflottille
Eingefügt am: 24.09.2007
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 12.02.2013
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 15.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] eingefügt
- 18.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] und [2] ergänzt
- 27.09.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] ergänzt für 15.-16.08.1943
- 05.04.2009 R. Stenzel Chronik [3] eingefügt
- 30.04.2009 M. Goretzki: Chronik gem. [4] eingefügt, Verlustangaben ergänzt
- 11.09.2009 C. Linse: Chronik [5] eingefügt
- 14.11.2009 S. Westermann - Kommandant [4] eingefügt
- 26.05.2010 M. Goretzki: Chronik gem. [6] eingefügt
- 12.02.2013 M. Goretzki: Chronik gem. [1] ergänzt