Marinefährprahm F 311 (AF 5)

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Kennung : F 311
2. Kennung : AF 5
Zivil- und Nachkriegsnamen : BAD-16
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : A
Bauauftrag : 19.06.1941
Bauwerft : Gollnow-Werft, Stettin
Indienstgestellt : 28.03.1943


Marinefährprahm : Typ A
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 2,74 m, Fahrbahnbreite 3,1 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann / 50 Minen Typ UMA)
- 19.06.1941 Bauauftrag
- 00.09.1942 Umbau in AF 5
- 00.08.1942 Umbauauftrag
- 28.03.1943 2. Artillerieträgerflottille
- 00.05.1944 (?) 24. Landungsflottille
- 00.08.1944 7. Artillerieträgerflottille
- 18.11.1944 beschädigt bei Sworbe / MGB
- 00.07.1945 GM/SA
- 24.04.1946 an USSR
- 02.12.1946 BAD-16 [1]
- 29.03.1947 an Fischereiflotte [1]
- 19.06.1941 Bauauftrag an Gollnow, Stettin mit vorgesehener Fertigstellung 10.09.1942. [5]
- 10.1942 Umbau von 10 MFPs in AF 1, AF 2, AF 3, AF 4, AF 5, AF 5, AF 6, AF 7, AF 8, AF 9, AF 10 angelaufen, die alle nach Norwegen bestimmt sind.[3]
- 28.03.1943 AF 5 für 2. Artillerieträgerflottille in Dienst gestellt, Kommandant: Oblt.z.S.d.R. Lindenberg (Richard).[4]
- bis 01.1943 AF 2, AF 5 und AF 9 offensichtlich als erste nach Norwegen inmarschgesetzt, da diese Boote nicht in den Bootslisten der 2. Artillerieträgerflottille erwähnt werden.[3]
- 05.06.1943 Im Geleit 2632 ( Boulogne-Calais) gemeldet.[2]
- 26.06.1944 8. Grupper der 24. Landungsflottille (Oblt. z. S. Lindenberg) aus AF 5, AF 30, AF 31 und AF 49 wird in Kotka für Unternehmen „Steinhäger“ bereitgestellt (Operationsbefehl der 9. Sicherungsdivision/A1 BNr. 2501 gKdos).[3]
- 27.06.1944 Gruppe Lindenberg wird angeblich für ein Minenunternehmen der Flottille benötigt und steht daher nicht mehr für „Steinhäger“ zur Verfügung. Die 4 AFPs werden tatsächlich aber erst am 01.07. von Kotka aus eingesetzt.[3]
- 01.07.1944 AFPs der AT-Gruppe Lindenberg werden für eine Wiederholung des Untenehmens „Steinhäger“ vorgesehen, die dann nicht mehr zur Durchführung kommt.
Die 4 AFPs werden für Einsätze in den finnischen Schären der finnischen Armee unterstellt und greifen noch mehrfach in die Landkämpfe ein.[3]
- 04.07.1944 Abends ist nur noch 1 AFP der Gruppe Lindenberg einsatzbereit. Sie wird nach Pukkio zurückgezogen, von wo 2 beschädigte AFPs nach Kotka zur Reparatur gehen. 1 AFP kann in Pukkio mit Bordmitteln wieder einsatzbereit gemacht werden.[3]
- 05.07.1944 Die noch einsatzbereiten 2 AFPs laufen mit der Kampfgruppe Wikberg der finnischen Marine vormittags nach Ristiniemi aus und fallen bei den anschließenden Angriffen sowj. Flugzeuge und Schnellboote auch noch aus. Der Verband kehrt nach Pukkio zurück.[3]
- 08.1944 AFPs scheiden endgültig aus der 24. Landungsflottille aus, nachdem Aufstellung des Stabes 7. Artillerieträger-Flottille abgeschlossen.[3]
- 23.09.1944 AF 5, AF 9 und AF 29 der Artillerieträgergruppe Lindenberg decken Ablandungen Versprengter entlang Ostküste des Rigabusens.[3]
- 05.10.1944 AF 5 als Sicherung eines Nachschubgeleits von Riga nach Arensburg durch Luftangriffe schwer beschädigt.[3]
- 18./19.11.1944 Flottillenchef 7. Artillerieträgerflottille mit Artillerieträgergruppe E um 11.12 Uhr in der Irbenstraße durch 6 Feindflugzeuge angegriffen, dann gegen sowj. Kanonenboote angesetzt. Vor Eintreffen der zur Verstärkung angeforderten Artillerieträgergruppe D (Oblt.z.S. Schaecke) um 14.33 Uhr Seegefecht mit Kanonen- und Wachbooten vor Montu, bei dem AF 5 in Brand geschossen wird. Um 17.30 Uhr Sammeln auf Montu-Reede, wo laufende Luftangriffe folgen. Oblt.z.S. Schaeke mit 5 AFPs um 22.40 Uhr gegen gemeldeten sowj. Landungsverband angesetzt, der ausbleibt, dann vor Montu auf Sicherungsposition. Flottillenchef mit Artillerieträgergruppe E gegen 01.30 Uhr nach Wetterverschlechterung mit vereisenden Waffen und AF 5 im Schlepp nach Windau abgelaufen.[3]
- 01.12.1944 Bei der Gruppe E (Oblt.z.S. Lindenberg) der 7. Artillerieträgerflottille gemeldet.[3]
- 01.03.1945 Bei der Gruppe E (Oblt.z.S. Lindenberg) der 7. Artillerieträgerflottille gemeldet.[3]
- 09.01.1946 Bei der ehemaligen Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven eingedockt. [6]
- 11.02.1946 Ausgedockt. [6]
- 25.02.1946 Ende der Instandsetzung. [6]
- 18.06.1946 Um dieses Datum AF 5 in Wilhelmshaven festgestellt.[7]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] Ergänzungen Dr. Meyer
[2] KTB Befehlshaber der Sicherung West
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] Geh. NTB Nr. 18/1943
[5] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
[6] Terminlisten der ehemaligen KMW Wilhelmshaven
[7] Von der Kaiserlichen Werft zum Marinearsenal: Wilhelmshaven als Zentrum d. Marinetechnik seit 1870
Eingefügt am: 25.09.2007
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 23.12.2013
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 05.12.2008 Theodor Dorgeist: AF-Kennung und [2] in der Chronik eingefügt
- 13.12.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] eingefügt
- 21.12.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] ergänzt
- 31.05.2009 R. Stenzel Chronik [4] eingefügt
- 11.09.2009 C. Linse: Chronik [5] eingefügt
- 02.09.2013 Theodor Dorgeist: [6] eingefügt
- 23.12.2013 M. Goretzki: Datensatz gem. [7] ergänzt