Marinefährprahm F 329

  F 328
F 330  


Kennung : F 329
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : A
Bauauftrag : 20.06.1941
Bauwerft : Werft Eggers & Co, Hamburg
Indienstgestellt : 00.07.1942


Marinefährprahm : Typ A
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 2,74 m, Fahrbahnbreite 3,1 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann / 50 Minen Typ UMA)
- 20.06.1941 Bauauftrag
- 00.07.1942 17. Landungsflottille
- 00.10.1942 1. Landungsflottille; 3. Landungsflottille
- 00.11.1942 gesunken bei Genitschesk / Strandung; gehoben, rep.
- 23.05.1943 nö. Jalta / beschädigt sowj. U-Artillerie, eingebracht Feodosia
- 01.09.1943 noch vorhanden
- 20.05.1942 Bei der 1. Gruppe der 17. Landungsflottille gemeldet.[1]
- 02.08.1942 auf dem Marsch vor Belgrad (Verlegung ins Schwarze Meer).[4]
- 09./10.08.1942 Regatta III: Stabsschiff Lykurgos mit 3 MFP der Gruppe Wessel (aus F 122, F 127, F 132, F 329) durch die Strasse von Kertsch in die Bucht von Kasantip verlegt.[1]
- 31.10.1942 Lt. Meldung 1. Landungsflottille kriegsbereit in Kertsch.[1]
- 00.11.1942 Bei Genitschesk vorübergehend festgekommen.[1]
- 02.11.1942 F 329 meldet sich von Mariopol bei der Gruppe Kertsch, wird bis auf Weiteres im Tamanverkehr eingesetzt.[4]
- 12.03.1943 Der 3. Gruppe der 1. Landungsflottille zugeordnet.[4]
- 18./19.05.1943 Geleit Kleiner Bär 89 wird auf der Hinfahrt nach Anapa durch 8 Bomber angegriffen. F 309 und F 367 sinken nach Detonation der Munitionsladung infolge eingetretener Brände. F 329 schwer beschädigt, rettet aber die Besatzungen der Schwesterboote und kehr dann nach Kertsch zurück. 2 Bomber durch Bordflak der drei Boote abgeschossen.[1]
- 23.05.1943 Um 0819 Uhr beschießt das sowj. U-Boot L-4 (Polyakov) 20 sm südostwärts Jalta (Position 44°40'N 34°50'E) den auf der Fahrt nach Westen befindlichen F 329 und beschädigt diesen erneut. F 329 kann aber nach Feodosia eingeschleppt und später wieder repariert werden.[1][2][6]
- 05.06.1943 20.40 Uhr Bansin 5 Feodosia aus nach Taman (u.a. Zugschiff Engerau und dem beschädigten F 329 im Schlepp – um in Kertsch in die Werft zu gehen).[5]
- 01.07.1943 Lt. Meldung 1. Landungsflottille der 3. Gruppe zugeordnet.[1]
- 06./07.09.1943 Zur Sicherung der Lastenseilbahn über die Straße von Kertsch eingeteilt.[1]
- 11.-14.09.1943 Geleitzug "Theodor 76" mit F 329 und F 448 (5. Landungsflottille). F 448 wegen Ruderschaden bei Jenikale zu Anker. Dafür F 329 zur Warsowka-Bucht nachgelaufen, wo auf Hin- und Rückfahrt jeweils Nachteinstand wegen Schlechtwetters nötig. Von der Warsowka-Bucht mit weiterem MFP der 5. Landungsflottille nach Temrjuk und zurück.[1][3]
- 14./15.09.43 F 329 und F 333 (3. Landungsflottille) Minenbeobachtung in Straße von Kertsch.[1][3]
- 26.11.1943 Gegen 22.20 Uhr F 329 auf ungefähr 45°10’N, 36°27’O durch Minentreffer gesunken (Totalverlust, Munitionslast nach Brand der Flakmunition detoniert). Besatzung durch F 472 gerettet, 2 Leichtverletzte. Am folgenden Tag bestätigt der Flottillenchef den Untergang des Wracks.[4]


Kommandant:
24.10.42 bis 31.12.42 Btsmt. Bartsch [4]
01.01.43 bis 15.03.43 ?
16.03.43 bis 31.03.43 Btsmt. Thiel [4]
01.04.43 bis 15.04.43 Btsmt. Goldsweer [4]
16.04.43 bis 30.04.43 Strm.Mt. Goldsweer [4]
01.05.43 bis 15.07.43 ?
16.07.43 bis 15.08.43 Btsm. Miesenburg [4]

Verlust am: 26.11.1943
Verlustuhrzeit: 2220
Verlustort: Kertsch-Straße[4]
Verlust Koordinaten: 45°10’N, 36°27’O[4]
Verlustart: gesunken[4]
Verlustursache: Minentreffer[4]
Mannschaftsschicksal: 2 Leichtverletzte[4]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[2] Rohwer: Allied Submarine Successes
[3] Altakten Arbeitskreis Donau - Schwarzes Meer
[4] KTB 1. Landungsflottille
[5] KTB 3. Landungsflottille
[6] ASA-Datenbank
Eingefügt am: 26.09.2007
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 01.01.2013
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 15.04.2008 M. Goretzki: Hinweis in Schiffschronik gem. [1] eingefügt
- 18.04.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1], [2] und [3] eingefügt
- 17.10.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [1] eingefügt für 20.05.1942
- 02.05.2009 M. Goretzki: Chronik & Verlustdaten gem. [4] eingefügt
- 14.11.2009 S. Westermann: Kommandant [4] eingefügt
- 30.05.2010 M. Goretzki: Chronik gem. [5] eingefügt
- 01.01.2013 M. Goretzki: Quelle [6] eingefügt