Marinefährprahm F 415 (AF 21)

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Kennung : F 415
2. Kennung : AF 21
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C
Bauauftrag : 09.08.1941
Bauwerft : Bodewes Scheepswerven v/h Gebr. G & H. Bodewes, Martenshoek
Indienstgestellt : 00.12.1942


Marinefährprahm : Typ C
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 3,29 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
- 09.08.1941 Bauauftrag
- 00.12.1942 Indienststellung
Umbau in AF 21:
- 00.11.1942 Umbauauftrag
- 00.04.1943 Indienststellung
- Hs-Flottille in Norwegen
- 00.05.1944 24. Landungsflottille
- 05.08.1944 gesunken Locksabucht, Finnenbusen/ 2 Tote;
- gehoben rep.
- 00.08.1944 7. Artillerieträgerflottille
- 10.04.1945 vor Hela noch vorhanden
- 09.08.1941 Bauauftrag an Bodewes, Martenshoek mit vorgesehener Fertigstellung Ende Oktober 1942. [4]
- Klappenverstärkung nach Bauart Typ C2a, Ausführung durch Oberwerftstab Niederlande.[2]
- 11.1942 Umbau weiterer 40 MFPs in AF 11 – AF 50 angeordnet.[3]
- ab 02.1944 Mit zunehmender Helligkeit werden u.a. folgende AFPs aus Norwegen abgezogen und zur 24. Landungsflottille in die Ostsee versetzt: AF 5, AF 9, AF 18, AF 21, AF 22, AF 30, AF 31, AF 32, AF 34 und AF 35.[3]
- 07./08.1944 AF 21, F 194, F 237, F 258 und F 259 bei Mineneinsätzen oder im Sperreinsatz beschädigt.[3]
- nach 05.07.1944 AF 21 bei Bewachung der Seeigelsperren vor der Narwa-Bucht durch Luftangriff schwer beschädigt.[3]
- 08.1944 AFPs scheiden endgültig aus der 24. Landungsflottille aus, nachdem Aufstellung des Stabes 7. Artillerieträger-Flottille abgeschlossen.[3]
- 01.-28.08.1944 Sowj. Schlachtflugzeuge und Jagdbomber der Luftwaffe der Baltflot (GenLt. Samochin) greifen dt. Sperrbewachungen in der Narwa-Bucht und die Einsatzhäfen in Estland und Finnland, AF 21 wird beschädigt. [1]
- 14.-16.09.1944 Artillerieträgergruppe Lt.z.S. Schoenfeldt (AF 21, AF 34 und AF 38) am missglückten Unternehmen „Tanne-Ost“ (Landung auf der finnischbesetzten Insel Hochland) beteiligt. AF 34 durch Artillerietreffer beschädigt.[3]
- 14.11.1944 AF 21 und AF 31 in Schwarzort eingetroffen, um die Räumungs- und Nachschubtransporte im Kurischen Haff zu sichern. Nach Beschuß von Feindzielen bei Starischken AF 31 in Schwarzort, AF 21 in Nidden stationiert.[3]
- 14.11. – 16.12.1944 Sicherung der Transporte im Kurischen Haff durch AF 21 und AF 31 (7. Artillerieträgerflottille), die am 14.11. z.B. Feindziele südl. Starischken vom Haff aus beschießen.[3]
- 01.12.1944 Bei der Gruppe B (Oblt.z.S. Schoenfeldt) der 7. Artillerieträgerflottille gemeldet.[3]
- 15.12.1944 AF 21 und AF 31 wegen Vereisung des Kurischen Haffs von Nidden nach Libau zurückverlegt.[3]
- 16.12.1944 AF 21 und AF 31 über Deime und Pregel nach Königsberg, wo sie bald darauf der 3. Artillerieträgerflottille zugeteilt werden.[3]
- Ab 01.01.1945 Neuaufstellung der 3. Artillerieträgerflottille in Swinemünde bzw. Stralsund unter dem Stab der bisherigen 21. Landungsflottille durch Zusammenfassung von SAT und LAT der Landungsflottillen und Unterstellung des Artillerieschulboots DRACHE der 2. U-Lehr-Division. An AFP scheint nur AF 21 übernommen worden zu sein.[3]
- 01.03.1945 Bei der Gruppe B (Oblt.z.S. Schoenfeldt) der 7. Artillerieträgerflottille gemeldet.[3]
- 11./12.03.1945 AF 21 beschießt vor Großdorf zusammen mit SAT SOEMBA der 3. Artillerieträgerflottille Feindstellungen am Fuße der Putziger Nehrung, nachmittags ebenso vor der Putziger Wiek aus Feindziele südlich Putzig. Dabei müssen laufend Angriffe von IL-2 abgewehrt werden.[3]
- 13./14.03.1945 SAT SOEMBA und AF 21 beschießen Feindziele bei Schwarzau, Lindental, Tannenhof und Habichtsberg. Sie werden laufend durch sowj. Panzer, Feldartillerie und leichte Flakwaffen unter Beschuss genommen, die durch eigenes Feuer zum Schweigen gebracht werden. Beide Boote dann nach Gotenhafen zurück, um ihre Munitionsbestände aufzufüllen.[3]
- 14.03.1945 Betriebsstoffergänzung in Gotenhafen nicht möglich, da über 40 Schiffe auf Kohlen und Öl warten. Starkes Feindfeuer auf das Hafengebiet, weshalb an diesem Tag nur drei Transporter beladen werden können.[3]
- 18.-22.03.1945 SAT SOEMBA und AF 21 zum Flakschutz vor Hela eingestzt, wobei SOEMBA am 19.03. eine Il-2 abschießen kann, während am 22.03. durch das Feuer beider Boote auch noch eine Boston zum Absturz gebracht wird.[3]
- 08.04.1945 Während AF 21 als Flakschutz auf Hela-Reede bleibt, laufen die 4 SATs ins Putziger Wiek, um zusammen mit Z 43 und T 33 Landziele bei Großdorf zu bekämpfen. SAT SOEMBA verschießt dabei allein 165 Granaten 10, 5 cm.[3]
-10.04.1945 AF 21 wird vor Hela zur Flaksicherung eingesetzt.[1]
- ab 10.04.1945 Da die schwereren Einheiten der Flotte zur Ergänzung der Vorräte abgelaufen sind, müssen 2 Zerstörer, 1 Torpedoboot, 3 Minensucher, die 4 SATs und AF 21 allein den Flakschutz auf Hela-Reede gewährleisten.[3]
- 11.04.1945 Es befinden sich ständig 50 – 60 Feindmaschinen im Luftraum über Hela-Reede. Zugleich greift schwere Feindartillerie ein. An diesem Tag fallen 2 Frachter, 1 Tanker, 1 Lazarettschiff und 3 Sicherungsfahrzeuge Luftangriffen zum Opfer. SAT SOEMBA geht am sinkenden LAZ BERLIN längsseits und übernimmt in 13 Minuten 250 Schwerverwundete, die an andere Fahrzeuge abgegeben werden. AF 21 meldet ebenso Hilfsleistung an der sinkenden MOLTKEFELS.[3]
- bis 16.04.1945 SATs und AF 21 weiter als Flakschutz auf Hela-Reede eingesetzt.[3]
- Nach 27.04.1945 SAT KEMPHAAN und OSTSEE mit AF 21 weiter zur Sicherung der Einschiffungen auf Hela-Reede und der Ablandung aus dem Brückenkopf zwischen Weichselmündung und Frischem Haff eingesetzt.[3]
Erich Gröner " Die Deutschen Kriegsschiffe " Bd. 7
[1] http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/chronik.htm
[2] Schreiben Gutehoffnungshütte an Fachgruppe Stahlbau vom 25.04.1944
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
Eingefügt am: 27.09.2007
Eingefügt von: Andreas Oefler
Letzte Änderung: 19.11.2009
Geändert von: Thorsten Reich
Änderung: - 24.03.2008 M. Goretzki: Chronik [1] eingefügt & ergänzt
[1] Schreiben Gutehoffnungshütte an Fachgruppe Stahlbau vom 25.04.1944
- 14.05.2008 R. Stenzel Chronik [2] eingefügt
- 13.12.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] eingefügt
- 21.12.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] eingefügt
- 04.01.2009 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] ergänzt
- 11.09.2009 C. Linse: Chronik [4] eingefügt
- 27.09.2009 T. Reich Bild 1 eingefügt
- 26.10.2009 T. Reich Dokument 1 eingefügt