Marinefährprahm F 416 (AF 22)

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Kennung : F 416
2. Kennung : AF 22
3. Kennung : AF 416[7][8]
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : C
Bauauftrag : 09.08.1941
Bauwerft : N.V. Arnhemsche Stoomsleephelling Mij., Arnheim
Indienstgestellt : 00.12.1942


Marinefährprahm : Typ C
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 3,29 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann)
- 09.08.1941 Bauauftrag
- 00.12.1942 Indienststellung
Umbau in AF 22:
- 00.11.1942 Umbauauftrag
- 00.03.1943 Indienststellung Hafenschutzflottille in Norwegen
- 00.05.1944 24. Landungsflottille
- 16.11.1944 + vor Sventoi / Irbenstraße / FliBo
- 09.08.1941 Bauauftrag an Stoomsl., Arnhem mit vorgesehener Fertigstellung Mitte September 1942. [5]
- Klappenverstärkung nach Bauart Typ C2a, Ausführung durch Oberwerftstab Niederlande.[2]
- 00.11.1942 Umbau weiterer 40 MFPs in AF 11 – AF 50 angeordnet.[3]
- 00.03.1943 AF 22 in Arnheim indienstgestellt.[3]
- 13.03.1943 Vom M.O.K. Norwegen bereits als AF 416 in Dienst gestellt und zum Einsatz Übergeben gemeldet.[7]
- Laut Anlage zum Geheimen
- 05.1943 AF 18 und AF 22 nach Liegezeit in Aalborg zur Hafenschutzflottille Bergen in Norwegen verlegt und dann zeitweilig in Haugesund und Floröy stationiert gemeldet.[3]
- 23.06.1943 Laut Anlage zum Geheimen Ostseestationstagesbefehl Nr. 45/1943 hat AF 416 den festen Funknamen ZBL.[8]
- Sommer 1943 Schwimmdock soll, gesichert durch AF 18 und AF 22, von Kristiansand nach Hammerfest verlegt werden. Geleit muss wegen Seeschäden am Dock Fahrt abbrechen und in den Sognefjord einlaufen.[3]
- ab 02.1944 Mit zunehmender Helligkeit werden u.a. folgende AFPs aus Norwegen abgezogen und zur 24. Landungsflottille in die Ostsee versetzt: AF 5, AF 9, AF 18, AF 21, AF 22, AF 30, AF 31, AF 32, AF 34 und AF 35.[3]
- 13.09.1944 von der 7. Artillerieträgerflottille, Gruppe 1, direkt dem Flottillenchef für das Unternehmen „ Tanne – Ost“ ( Besetzung der finnischen Insel Hogland) als AF-Untergruppe A unterstellt.[1]
- 14.09.1944 von Reval zum Sammelpunk ausgelaufen.[1]
- 15.09.1944 mit leichten Schäden und Waffenausfällen vom Unternehmen zurück gekommen.[1]
- 16.11.1944 AF 22 zwischen Libau und Polangen durch sowj. Landartillerie versenkt.[3]
- 16.11.1944 Nach Luftangriff gekentert und gesunken (Bomben und Bordwaffenbeschuß) 8 sm südlich Libau oder vor Sventoi in der Irbenstraße.[4]
- 16.11.1944 10.30 Uhr SAT Cascade und AF 22 mit Heerestruppen Küstenerkundung bis Höhe Sventoje. Flugzeugangriffe mit Bomben mit Verzögerung. Dadurch Minenwirkung mit schweren Erschütterungen und Leckagen. Geringe Personalausfälle. AF 22 langsam vollgelaufen und trotz Bergungsschlepperhilfe auf Position 56°24'N 20°54'O in ca. 11 m Wassertiefe gesunken.[6][9]
Verlust am: 16.11.1944
Verlustuhrzeit: 1030
Verlustort: südlich Sventoi / Irbenstraße, 8 sm südl. Libau unter der Küste
Verlust Koordinaten: 56°24'N 20°54'O
Verlustart: gesunken
Verlustursache: Fliegerbombentreffer
Gegnernation: Sowjetunion
Erich Gröner " Die Deutschen Kriegsschiffe " Bd. 7
[1] Akte Tanne – Ost – Unternehmen Hochland Marine Oberkommando Ostsee
[2] Schreiben Gutehoffnungshütte an Fachgruppe Stahlbau vom 25.04.1944
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] Archiv Th. Dorgeist
[5] Terminliste Mar.Rüst./K I vom 15.08.1942 (Archiv Dorgeist)
[6] KTB MOK Ostsee
[7] KTB MOK Norwegen 1943
[8] Geheimer Ostseestationstagesbefehl Nr. 45/1943
[9] KTB 9. Sicherungsdivision
Eingefügt am: 27.09.2007
Eingefügt von: Andreas Oefler
Letzte Änderung: 09.10.2016
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 20.11.2007 Andreas Oefler: AF eingefügt
- 27.11.2007 Theodor Dorgeist: Eintrag [1] in der Chronik
- 24.03.2008 M. Goretzki: Tippfehler 1943 --> 1944 korrigiert
- 14.05.2008 R. Stenzel Chronik [2] eingefügt
- 21.12.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] eingefügt
- 27.12.2008 M. Goretzki: Chronik gem. [4] ergänzt
- 11.09.2009 C. Linse: Chronik [5] eingefügt
- 27.09.2009 T. Reich: Bild 1 eingefügt
- 26.10.2009 T. Reich: Dokument 1 eingefügt
- 05.05.2011 T. Reich: Bild 2 eingefügt
- 10.10.2014 M. Goretzki: Chronik gem. [6] eingefügt
- 09.10.2016 M. Goretzki: Kennung, Chronik und Verlustangaben gem. [7], [8] und [9] eingefügt