Marinefährprahm F 818 (AF 97)

  F 817
F 819  


Kennung : F 818
2. Kennung : AF 97
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : D
Bauauftrag : 21.05.1942
Bauwerft : SCHIMAG (Schiffs- u. Maschinenbau- AG), Mannheim
Indienstgestellt : 00.12.1943


Marinefährprahm : Typ D
Verdrängung konstruktiv (t) : 168
Verdrängung maximal (t) : 239
Länge (m) : 49,84
Breite (m) : 6,59
Tiefgang leer (m) : 1,18
Tiefgang beladen (m) : 1,35
Seitenhöhe (m) : 2,75
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 375
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,3
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 520/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1120/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/21
Ladefähigkeit : 140 t (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 200 Mann)
- 21.05.1942 Bauauftrag
- 00.12.1943 Umbau in AF 94
- 09.06.1944 2. Artillerieträgerflottille
- 00.07.1945 GM/SA
- 03.03.1948 WSD Duisburg
- 23.08.1948 M/S Hartmut (K. Heenemann, Bremen)
- 10.11.1954 zum Eigentum angekauft

<< Hinweis: Kennung AF 94 wurde an F 815 vergeben. >>

Gröner-Daten zu AF 97

- 19.05.1944 8. Artillerieträgerflottille
- 26.08.1944 bei Cap d'Antifer durch Torpedotreffer von brit. MTB versenkt
- 19.05.1944 Indienststellung bei der 8. Artillerieträgerflottille in Rotterdam.[3]
- 06.06.1944 Indienststellung für 8. Artillerieträgerflottille, Kommandant: Ob.Fähnr.z.S.d.R. Ossig, Erich [1]
- 06.06.1944 Indienststellung F 818 = AF 97 für 8. Artillerieträgerflottille.[5]
- 12.06.1944 Bei der 3. Gruppe (Oblt.z.S.d.R. Conrad) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Ossig.[3]
- 26.06.1944 AF 97 verbleibt in Rotterdam, um noch die Ankunft von AF 110 und AF 111 anzuwarten, während andere Boote der 2. und 3. Gruppe in Ostende die Vorfeldüberwachung und Sicherung der Minenunternehmen übernehmen.[3]
- 10./11.08.1944 2. und 3. Gruppe (FloChef führt auf AF 98) werden zur Marschbeschleunigung durch Boote der 14. Räumbootflottille von Boulogne nach Dieppe geschleppt.[3]
-25./26.08.1944 In der Nacht wird die 8. Artillerieträger-Flottille bei Fécamp von alliierten Seestreitkräften angegriffen. AF 110, AF 97, AF 105 und AF 111 gehen verloren, AF 101 und AF 109 werden eingebracht, letztere im Schlepp von S 174.[2]
- 25./26.08.1944 3. Gruppe der 8. Artillerieträgerflottille wird auf der Weiterfahrt nach Le Havre vor Kap Antifer durch Zerstörer und Schnellboote gestellt und zusammengeschossen. AF 97, AF 105, AF 110 und AF 111 brennen aus und werden auf Strand gesetzt. AF 101 wird von eigenen Schnellbooten nach Fécamp eingeschleppt, während AF 109 mit eigener Kraft nach Fécamp zurückläuft. Die Verluste betragen etwa 40 Tote und Vermisste sowie 80 Verwundete. Oblt.z.S. Conrad zählt zu den Toten auf AF 105.[3]
- 26.08.1944 Gruppe Conrad der 8. Artillerieträgerflottille Gefecht mit feindl. Seestreitkräften, 03.20 Uhr Torpedotreffer auf AF 97, Bergung der Überlebenden durch S 170 und S 174.[4]
- 29./30.08.1944 Die Restbesatzungen von AF 97, AF 110 und AF 111 gehen über Land nach Le Havre, die von AF 98, AF 105, AF 108 nach Boulogne zurück, wo die Überlebenden nach Teilnahme am Landkampf später in Gefangenschaft geraten.[3]
Verlust am: 26.08.1944
Verlustort: Cap d'Antifer
Verlustart: gesunken
Verlustursache: Torpedotreffer
Gegnernation: Großbritannien
Gegnertyp: Motortorpedoboot
Erich Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 7
[1] Geh.NTB Nr. 25/1944
[2] http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/chronik.htm
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] KTB der 8. Artillerieträgerflottille
[5] A.d.S. Tagesbefehl Nr. 12/1944
Eingefügt am: 06.10.2007
Eingefügt von: Jörg Kießwetter
Letzte Änderung: 11.01.2009
Geändert von: Rene Stenzel
Änderung: - 23.10.2007 R. Stenzel Chronik (Geh.NTB Nr. 25/1944)
- 24.03.2008 M. Goretzki: Chronik [2] eingefügt
- 15.11.2008 R. Stenezel AF-Kennung geändert und Hinweis eingefügt
- 28.12.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] eingefügt
- 29.12.2008 R. Stenzel Chronik [4] eingefügt
- 11.01.2009 R. Stenzel Chronik [5] eingefügt