Flucht über die Ostsee 1944/1945

verfasst von Thomas Weis

Viele Jahre lang hielt ich eine Datenbank mit den Fahrzeiten der Flüchtlingsschiffe für überflüssig. Viel zu selten gab es noch Anfragen von Überlebenden oder Nachkommen, wann und auf welchem Schiff die Flucht nach dem Westen geglückt sei.

Erst später erkannte ich, dass nicht diese Anfragen das Ausschlag gebende Motiv für so eine Datenbank sein würden, sondern ein Überblick über die schiere Masse der Evakuierungsfahrten. Denn leider hat sich ab den 90er Jahren in der Geschichtsschreibung der Verdacht eingeschlichen, dass nicht, wie lange Zeit behauptet, 2 bis 2,5 Millionen Menschen in den Westen transportiert worden seien, sondern bestenfalls die Hälfte. Darüber hinaus müsse man zivile Flüchtlingsevakuierung und Transporte von Soldaten voneinander trennen.

Dieser Verdacht macht es notwendig, sich mit einigen Begriffen fachlich auseinanderzusetzen, mit dem Begriff „Westen“, dem Begriff „Soldaten“ und dem Begriff „Transport“.

Ad 1) Mehrere Historiker stoßen sich an der Behauptung, Millionen von Menschen seien auf ihrer Flucht in den Westen transportiert worden. Sie seien vielmehr unterwegs abgesetzt worden. Mir scheint, hier wird auf eine Bedeutung des Begriffs „Westen“ aus der Nachkriegszeit zurückgegriffen. Unter Westen verstand sich lange Zeit und versteht man derzeit wieder ein Gebiet westlich der Einflusszone Russlands. Das heißt dann, nur wer per Schiff nachweislich in Gebiete des „freien Westens“ gelangte, dürfe gezählt werden, wenn es um die Evakuierungsleistung der Marine gehe.

Korrekterweise wäre daher festzuhalten, dass die Flüchtenden nicht in den Westen (nach Westdeutschland) transportiert, sondern westwärts, ja, anfangs sogar vom Baltikum her lediglich südwärts, bestenfalls (!) bis Gotenhafen (Gdingen) oder bis Danzig. Schon die Umlaufzeit einer Reise von Reval, Riga oder Memel bis zu diesen Häfen betrug 6, 5 bzw. 3 Tage. Es gab von Anfang an viel zu wenig Schiffe, als dass eine Reise nach der westlichen Ostsee (Stettin, Rostock, Lübeck) zweckmäßig gewesen wäre, weil sich die Umlaufzeit eines Transports dann auf 5, 7 oder gar 10 Tage erstreckt hätte. Auch wenn die Fahrt nicht bis nach „Westdeutschland“ (im heutigen Sinne) ging, handelt es sich trotzdem um eine Evakuierungsleistung, heraus aus der unmittelbaren Gefahrenzone. Ich habe in der Datenbank demzufolge den Begriff „Westen“ vermieden und setze auf den Begriff „westwärts“.

Ad 2) Viele Historiker nehmen Anstoß an der Summe von 2 oder 2,5 Millionen Menschen. Ihrer Meinung nach werden zu Unrecht Transporte aufgerechnet anstatt Personen. Ich kann dazu nur einwenden, dass in der Statistik von Reiseunternehmen (wie zum Beispiel der Eisenbahn) grundsätzlich nicht Personen, sondern Fahrgast-Transporte gezählt werden. Wenn eine Person auf der Reise von Kiel nach dem Bodensee zweimal umsteigen muss, schlägt sie in der Statistik als 3 Fahrgäste zu Buche. Bei der Berechnung der Transportleistung auf der Ostsee 1944/45 geschieht dasselbe. Es ist auch nicht wahrheitswidrig, so zu zählen, denn es müssen für jeden Transport andere Schiffe, andere Schiffsbesatzungen bereitgestellt und neue Vorbereitungen getroffen werden.

Ja, es mag zweifelhaft sein, wenn selbst der Zubringer- oder Ausschiffungsdienst vom Hafen bis zur Reede hinzugerechnet wird, aber wir werden wohl niemals mehr sondieren können, inwieweit hier Transportsummen zu Recht oder zu Unrecht zustande kamen. Es geht mir aber gar nicht um kleinliche Buchhaltung, sondern um die Frage, ob 1 oder 2,5 Millionen Fahrten westwärts stattgefunden haben, und da hilft die vorgelegte Datenbank mit Sicherheit bei der Betrachtung der vorliegenden Zahlen.

Ad 3) Auch ich habe in den 70er und 80er Jahren die Ansicht vertreten, dass Transporte von Soldaten grundsätzlich nicht mitgezählt werden dürften. Ehrlicherweise muss man dann aber auch die Transporte von Verwundeten außer Acht lassen, denn Verwundete waren in aller Regel verwundete Soldaten. Das Argument ist, dass es bei dem Transport von Soldaten eigentlich um Verlegungen, nicht um Flucht ging, und das betrifft natürlich auch Rückzugsbewegungen. Damit wären dann die allermeisten Transporte aus dem Baltikum und dem Kurland (Windau, Libau), aber auch aus Kahlberg (am Frischen Haff) oder von der Weichselniederung obsolet.

Was die Ablösung von Truppen 1944 aus dem Kurland betrifft, so bin ich einverstanden. In die Datenbank habe ich für diese Zeit nur die Transporte aufgenommen, in denen nennenswerte Anzahlen von Zivilpersonen nachzuweisen sind. Für das Schicksal der 4. Armee am Frischen Haff und der 2. Armee in Pommern und an der Weichsel gelten andere Einwände. Die Verbände dieser Armeen wurden oftmals zerschlagen, die überlebenden Soldaten standen oft gar nicht mehr unter Kommando, sondern waren einzeln oder in Gruppen auf sich gestellt und mussten eigenständig dafür sorgen, aus dem vom Verlust bedrohten Kampfgebiet zu entkommen. (Früher gab es den schönen Begriff des marodierenden Soldaten dafür, dieser Begriff wurde aber leider immer mehr mit den Assoziationen von plündernden und raubenden Einheiten belegt, diese Beilegungen sind hier nicht gemeint). Diese Soldaten sind meines Erachtens unbedingt mitzurechnen. Ob der ganz zuletzt auch vom Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler, eingeräumte Abzug von Truppen aus dem Kurland als Verlegung oder als Evakuierung einzustufen ist, kann ich selber nur schwer beantworten.

Bei der Wehrmacht handelte es sich um keine Freiwilligenarmee. Für viele zum Wehrdienst gezwungene Soldaten ging es zuletzt nicht mehr um die Frage, ob ein Rückzug strategisch sinnvoll war oder nicht („Truppenverlegung“), sondern um die Frage sowjetische Kriegsgefangenschaft oder Freiheit. Und das ist dann keine militärische Option mehr, sondern ein ganz zivile.

In seiner kritischen Auseinandersetzung mit Großadmiral Karl Dönitz widmet Dieter Hartwig ein ganzes Kapitel den Evakuierungstransporten über die Ostsee und kommt zu dem Schluss, dass Dönitz sich zu Unrecht das Etikett als „Retter von Millionen“ anheftete. Im Zuge seiner Argumentation kommt Hartwig am Schluss zu der Auffassung, dass der Anteil der Kriegsmarine an der Rettungsaktion vernachlässigt werden könne, der Dank müsse ganz überwiegend der Initiative zahlloser Handelsschiffsbesatzungen gezollt werden.

Richtig ist, dass Dönitz und die Seekriegsleitung den Transport von Zivilisten stets und bis zuletzt als zweitrangig definierten. Die Truppen- und Versorgungstransporte für die Kurland-Armee hatten Priorität, keine Frage, aber die Mitnahme von Zivilisten wurde nicht nur geduldet, sondern unterstützt. Im Übrigen sollte der Abtransport von Soldaten von Hela und der Weichsel nicht – wie es heutzutage "common sense" ist – als zweitrangig bewertet werden. Der Abtransport dieser Soldaten ist meiner Meinung nach gleichrangig mit der Evakuierung von Zivilisten. Dass Dönitz und die Seekriegsleitung vorrangig für die Soldaten des Heeres eintraten, ist nichts, was man ihnen vorwerfen sollte. Denn es waren Kampfverbände des Heeres und Seestreitkräfte, die 1945 die Ostfront hielten, ohne die ein Abtransport von Flüchtlingen, Soldaten und Verwundeten aus dem Einflussbereich der Sowjetunion nicht möglich gewesen wäre. Vielmehr ist zu loben, dass sich der Seetransportchef der Wehrmacht (SKL QU A VI) in Person des Konteradmirals Conrad Engelhardt engagiert für die Evakuierung der Zivilisten ins Zeug legte. Seine Arbeit wurde in dem Buch „Ostsee 45“ von Heinz angemessen gewürdigt. In seiner Funktion als Seetransportchef der Wehrmacht musste sich der QU A6 mit den anderen, der SKL unterstellten, Abteilungen auseinandersetzen, also mit der Kommandoabteilung Qu A1 (Kpt.z.S. Voss), der Amtsgruppe für Nachschub und Brennstoffbewirtschaftung Qu A3 (KAdm. Adam), auch mit dem MOK Ost und dessen Qu III, dem Schifffahrtsreferenten Gert Eschricht, und schließlich noch mit dem Reiko See, Karl Kaufmann. Sie alle traten für die Aufgaben ihrer Abteilung ein und standen damit oft im Widerspruch zum Interesse an Rückführungs- und Flüchtlingstransporten. Bei allen kritischen Autoren (ich denke hier auch an Heinrich Schwendemann) ist davon nicht die Rede, Schwendemann setzt auf die simple Dichotomie Wehrmacht gegen Flüchtlinge („ihre Trecks wurden in die Straßengräben gedrängt“). Ja, bestimmt richtig, aber darauf darf man das Problem nicht reduzieren. Nach Westen der Abtransport von Tausenden verwundeter Soldaten, nach Osten die Zuführung von Entsatzkräften und der Nachschub. Und klar waren die Wehrmachtsfahrzeuge stärker als die Trecks. Ich will das nicht rechtfertigen, aber der Vorteil der Stärkeren ist nicht nur im Krieg traurige Realität.

Hartwig schreibt (Dönitz, S.133): „Wirklich gerettet wurden die Menschen außer vom eigenen Lebens- und Durchhaltewillen von den Besatzungen der beteiligten Schiffe, Boote und Dienststellen, die weitgehend auf sich gestellt, ohne oder sogar gegen Befehle höchster Dienststellen handelten.“ Um dem noch einmal deutlich entgegen zu treten: ohne Genehmigung der Marine hätte es für zivile Handelsschiffe keine Brennstoffzuteilung, keinen Transportraum für zivile Flüchtlinge, keine Geleitsicherung gegeben. Ohne die Aufrechterhaltung der Ostfront wäre die Rote Armee in wenigen Wochen westwärts und bis Berlin vorgedrungen, ohne Rücksicht auf die zivile Bevölkerung.



Literatur

HEINZ SCHÖN, Ostsee '45. Menschen, Schiffe, Schicksale. Motorbuchverlag, Stuttgart 1983, 6.Aufl./1998

MARTIN SCHMIDTKE, Rettungsaktion Ostsee 1944/1945. Bernard & Graefe, Bonn 2006

HEINRICH SCHWENDEMANN, „Schickt Schiffe“ : Großadmiral Dönitz hat gelogen. DIE ZEIT Nr.3, 13.01.2005.
Auszüge in: https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/ksp/ostsee/schwendemann.htm

DIETER HARTWIG , Marine und Handelsschiffahrt bei Rettungsaktionen in der Ostsee bei Kriegsende 1945 In:
Das Zusammenwirken von Handelsschifffahrt und Seestreitkräften in Deutschland vom Kaiserreich bis heute.
Beiträge zur Schiffahrtsgeschichte, Band 11 (2005), S 81-103

DIETER HARTWIG , Großadmiral Karl Dönitz: Legende und Wirklichkeit, Schöningh, Paderborn 2010

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Schiff Tonn. Abfahrt von nach Ankunft An
Bord
Davon
Soldaten
Davon
Verw.
Anmerkungen Link
Schiff Tonn. Abfahrt von nach Ankunft An Bord Davon Soldaten Davon Verw. Anmerkungen Link
F3 Hai KM 23.09.1944 Reval südwärts Pass Vw Flüchtlinge und Verwundete.
Peter Wessel 1415 23.09.1944 Reval südwärts Pass Sold Flüchtlinge und Soldaten.
Tanga 5729 23.09.1944 Reval Reede Libau, Swinemünde 1440 950 950 Soldaten, 430 Kriegsgefangene, 60 Zivilisten
Meyerslegde 828 . Arensburg Pernau 24.09.1944 + Pass .
Loppersum (RO 1) 4691 Reval Gotenhafen 24.09.1944 2120 300 17 1800 Flüchtlinge, 300 Soldaten, 17 VerwundeteKlick
Warthe 4922 Pernau Danzig 25.09.1944 1200 850 850 estnische Soldaten, 175 Flüchtlinge, 165 Hilfsarbeiter, 9 Zivilisten.Klick
Sonnenfels 865 Reval Danzig 25.09.1944 460 250 251 Soldaten, 207 Flüchtlinge.Klick
Sumatra 9280 Riga Danzig 25.09.1944 812 11 801 Flüchtlinge, 11 Soldaten.Klick
Westplein (RO 22) 4370 Reval Gotenhafen 26.09.1944 1050 300 50 700 Flüchtlinge, 300 Soldaten, 50 VerwundeteKlick
Ingrid Traber 1883 Reval- Pillau Gotenhafen 26.09.1944 420 287 287 Soldaten, 131 Flüchtlinge, 1200 t FlüchtlingsgepäckKlick
Werner II 1335 Reval- Pillau Gotenhafen 26.09.1944 215 26 189 Flüchtlinge, 26 SoldatenKlick
Zonnewijk (RO 24) 4499 Reval- Windau- Libau Gotenhafen 27.09.1944 750 70 650 Flüchtlinge, 70 Soldaten.Klick
Bremerhaven 5355 Riga Danzig 28.09.1944 2400 1990 1993 Verwundete, 400 Flüchtlinge.Klick
Kanonier 7761 Riga Danzig 28.09.1944 3500 113 Kein Flüchtlingstransport: 3308 jüdische Häftlinge, 94 Bewacher, 113 Soldaten.Klick
Drechtdijk 9338 Riga Gotenhafen 28.09.1944 3700 1045 1800 832 Flüchtlinge, 1045 Soldaten, 1800 VerwundeteKlick
Lappland 7644 Windau Gotenhafen 28.09.1944 1550 Sold 487 Zahlenangaben teilweise nicht lesbar; 1017 Flüchtlinge, 487 Verwundete, __ SoldatenKlick
Donau 1948 Riga Danzig 29.09.1944 2060 1068 1086 Verwundete, 200 lett. Eisenbahner, 447 evakuierte Russen, 74 Kommandierte, 254 Wehrmachtsgefolge.Klick
Eberhard Essberger 5061 Arendsburg (Ösel) Gotenhafen 29.09.1944 2030 17 4 1970 Flüchtlinge, 17 Soldaten, 4 VerwundeteKlick
Moltkefels 7863 Riga Danzig 29.09.1944 2940 2696 2695 Verwundete, 117 Kommandierte, 107 Flüchtlinge, 17 lett. Krankenschwestern.Klick
Johann Ahrens 873 Pernau - Libau Gotenhafen 30.09.1944 700 354 Flüchtlinge, 320 SoldatenKlick
Peter Wessel 1415 Arensburg (Ösel) Gotenhafen 30.09.1944 1230 1190 FlüchtlingeKlick
Minden 4737 Riga - Libau Gotenhafen 30.09.1944 2050 830 1184 Flüchtlinge, 830 SoldatenKlick
Nordstern ex Minos 1127 Ende 09.1944 Pernau Gotenhafen 600 .
Füsilier 6157 Arensburg (Ösel) Danzig 01.10.1944 5470 4970 Kriegsgefangene, 299 Flüchtlinge, 196 Kommandierte.
Robert Möhring 3344 Riga Danzig 01.10.1944 950 113 827 Flüchtlinge, 6 Zivilisten, 113 Verwundete
Bukarest 4622 Riga Gotenhafen 02.10.1944 443 276 157 Frauen und Kinder, 276 Soldaten
Loppersum (RO 1) 4691 Riga Danzig 02.10.1944 1950 1211 1211 Soldaten, 738 Flüchtlinge.
Drechtdijk 9338 Dünamünde Gotenhafen 04.10.1944 2300 859 740 Flüchtlinge, 859 Soldaten, 701 Gefangene
Bremerhaven 5355 Riga Danzig 04.10.1944 2000 1573 1573 Verwundete, 431 Flüchtlinge.
Mimi Horn 3944 Riga Danzig 04.10.1944 2625 1025 Flüchtlinge, 900 Strafgefangene, 460 Kommandierte, 240 O.T.
Oktant 186 04.10.1944 Libau Gotenhafen 137 5 120 Zivilisten, 5 Offiziere, 12 Mann [Besatzung]Klick
Bolkoburg 3436 Riga Danzig 05.10.1944 1184 1074 108 Flüchtlinge, 1074 Verwundete.
Oktant 186 Libau Gotenhafen 05.10.1944 123 19 104 Flüchtlinge, 19 Soldaten
Donau 1948 Riga Gotenhafen 05.10.1944 3207 789 2164 Flüchtlinge, 789 Soldaten, 254 Wehrmachtgefolge
Iller 3290 Riga Gotenhafen 06.10.1944 1440 1436 Flüchtlinge
Nautik 1127 Arensburg (Ösel) Gotenhafen 06.10.1944 352+96 16 NAUTIK und NORDSTERN angemeldet mit 751 Passagieren. NAUTIK erreichte Gotenhafen mit 96 Überlebenden der NORDSTERN.Klick
Nordstern ex Minos 1127 06.10.1944 Arensburg 55°46'N , 19°46'E 07.10.1944 + 399 13 . 80 sm W Memel vom russ. U-Boot SC-407 versenkt, 100 Überlebende, darunter 71 Flüchtlinge
Malgache 6797 Riga Danzig 07.10.1944 2260 279 1800 Flüchtlinge, 279 Soldaten, 179 Kommandierte
Minden 4737 Riga Gotenhafen 07.10.1944 2040 1837 Flüchtlinge, 196 Mann OT
24. Landungsflottille 07.10.1944 Montu, Zerel (Ösel) Windau Pendelfahrten Chef der 24. L-Flottille, FKpt. Brauneis, bis dato Leiter der Aus-und Einschiffungen vor Arensburg (Ösel), die am 7.10 um 3.15 Uhr im Feuer sowjet. Artillerie zu Ende gehen. Flo-Chef verlegt nach Montu an der SO-Küste der Halbinsel Sworbe und leitet ab sofort die Aus-und Einschiffungen in Montu bzw. bei Zerel, während die Ein- und Ausschiffungen in Windau vom Stab 9. Sich.-Division geleitet werden.
Zonnewijk (RO 24) 4499 07.10.1944 Arensburg Windau 08.10.1944 + Pass . Sicherung durch M 17, von SC-304 versenkt, 10 Tote
Nordland 1902 Memel Danzig 08.10.1944 900 39 824 Flüchtlinge, 28 Kommandierte
Walter Rau 13751 Memel Gotenhafen 08.10.1944 850 76 748 Flüchtlinge, 76 Verwundete, 29 Wehrmachtshelferinnen.
Heinz Horn 3994 Memel Gotenhafen 08.10.1944 414 154 200 Flüchtlinge, 154 Soldaten, 60 Marinehelferinnen
Neustadt 210 08.10.1944 Memel Pillau Pass . 2 Logger mit Flüchtlingen am Haken
Warthe 4922 Riga Danzig 09.10.1944 3340 800 1850 Flüchtlinge, 800 Soldaten, 468 Kriegsgefangene, 160 Kommandierte.
Goya 5230 Memel Danzig 09.10.1944 660 200 400 Flüchtlinge, 200 Verwundete, 35 Sträflinge, 10 Kommandierte, 14 weibl. Wehrmachgefolge.
Peter Wessel 1415 Riga Gotenhafen 09.10.1944 760 110 170 Flüchtlinge, 110 Soldaten, 370 LW-Arbeiter, 106 Einzelreisende.
Iller 3290 09.10.1944 + Mantu (Ösel) Pass Durch Fliegerbombe versenkt. Überlebende von Vorpostenboot V 310 geborgen.
Inge Christophersen 1334 09.10.1944 + Mantu (Ösel) Pass . Minentreffer während eines Rettungseinsatzes.
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Details ID Name Baujahr Tonnage Typ Eigner Kriegsmarine-
Einsatz
Details ID Name Baujahr Tonnage Typ Eigner Kriegsmarine-
Einsatz
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2 Adalbert 1923 280 BRT Motorsegler Beck, HH-Cranz
3 Adele Traber 1930 2575 BRT Frachtdampfer Traber, Hamburg
4 Adler 1938 1486 BRT Frachtschiff ARGO, Bremen Verwundetentransporter ab Aug. 1944
1 Adler 1934 208 BRT Küstenfrachtsegler Schepers & Elfring, Haren 13. Landungsflottillle, Gruppenführerboot
5 Adler 1938 147 BRT Schlepper der KM
6 Admiral Carl Hering 1913 1436 BRT Frachtschiff Leth & Co., Hamburg Torpedoklarmacher
7 Admiral Hipper 1937 10000 ts Schwerer Kreuzer
8 Admiral Scheer 1933 15180 ts Schwerer Kreuzer
9 Adria 1927 6357 BRT Öltanker Essberger, Hamburg Versorgungstanker
10 Adrian 1935 1279 BRT Frachtmotorschiff Komrowski, Hamburg
20 Aegir 1943 676 BRT Wassertanker der KM
1200 AF 9 1942 220 ts Artilleriefährprahm 7. Artillerieträger-Flottille
11 AF 21 1943 416 ts Artilleriefährprahm 3. AT-Flottille
12 AF 23 1943 416 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
1201 AF 29 1943 416 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
1484 AF 30 1943 416 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
1202 AF 31 1943 416 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
13 AF 33 1944 416 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
14 AF 34 1944 416 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
15 AF 46 1943 400 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
1399 AF 49 1943 400 ts Artilleriefährprahm 7. AT-Flottille
1203 AF 73 1944 400 ts Artilleriefährprahm 5. Artillerieträger-Flottille
1204 AF 77 1944 400 ts Artilleriefährprahm 5. AT-Flottille
16 AF 79 1944 400 ts Artilleriefährprahm 5. AT-Flottille
17 AF 81 1944 400 ts Artilleriefährprahm 5. AT-Flottille
1205 AF 104 1944 440 ts Artilleriefährprahm Typ D 8. Artillerieträger-Flottille
18 AF 107 1944 440 ts Artilleriefährprahm Typ D 8. AT-Flottille
1206 AF 109 1944 440 ts Artilleriefährprahm Typ D 8. AT-Flottille
19 Africana 1918 5869 BRT Frachtdampfer Schulte & Bruns, Emden
21 Albatros 1912 214 BRT Frachtschiff Förde-Reederei, Flensburg Sperrwachtschiff
1498 Albatros 1906 100 ts Dampfschlepper Kriegsmarine MAST Pillau
1499 Albatros 1943 245 ts Motorschlepper Luftwaffe Taucherfahrzeug TF.32, Travemünde
22 Albert 1887 786 BRT Frachtdampfer Hamburg-Danzig-Linie
23 Albert Forster 1937 254 BRT Schlepper Weichsel-Danziger DS, Danzig MARS Gotenhafen
24 Albert Jensen 1939 5446 BRT Frachtdampfer H. Stinnes, Hamburg
25 Aletta Noot 1944 1990 BRT Frachtdampfer Haniel, Duisburg
1207 Alex ex Lome ex Dronning Alexandrine 1926 1854 BRT Fährdampfer Dänemark: Det Forenede, Kopenhagen Zielschiff
27 Alexandra 1905 720 BRT Frachtdampfer Sartori & Berger, Hamburg
26 Alexandra 1908 140 BRT Ausflugsdampfer Förde-Reederei, Flensburg
28 Alkaid (RO 11) 1937 5485 BRT Frachtmotorschiff Niederlande; Reederei Leth & Co., Hamburg
29 Allenstein 1913 939 BRT Frachtdampfer Poseidon, Königsberg
30 Alma 1938 172 BRT Frachtmotorschiff A. Hagenah, Estebrügge
31 Alsterdamm 1940 3655 BRT Frachtmotorschiff Offen & Co., Hamburg
1208 Altair (VS 216) 1923 108 BRT Küstenmotorschiff Buss (Harm), Westerhauderfehn 2. Sicherungsflottille
32 Altengamme 1916 8866 BRT Öltanker Atlantic-Reederei, Hamburg KM-Werft Kiel
33 Altstadt 1910/26 85 BRT Ausflugsdampfer Wischke & Reimer, Königsberg
34 Amalie (VS 1005) 1934 196 BRT Fischlogger 10. Sicherungsflottille
35 Ammerland 1921 2452 BRT Sperrbrecher der KM
36 Ammon 1922 7134 BRT Frachtschiff HAL, Hamburg Zielschiff der Schiffs-Artillerie-Schule