JOHANN GEORG



Name : JOHANN GEORG
Fischereikennung : AE 103
Schiffstyp : Fischlogger
Bauwerft : Itzehoer Eisenwerk G. Düring, Itzehoe
Baunummer : ?
Baujahr : 1907
Stapellauf : 00.04.1907
Besitzer : "Großer Kurfürst" Heringsfischerei AG., Emden
Unterscheidungssignal : DFVQ


Größe : 123 BRT
Größe : 76 NRT
Länge : 26,73 m
Breite : 6,51 m
Tiefgang : 2,82 m
Leistung : 60 PSe 7,0 kn
Motortyp : Dieselmotor
Besatzung : 16
Passagiere : -
Staffel : Loggereinsatz Nord
Erfassung für Weserübung : 17.04.1940
Abgangshafen : Kiel
Ausgelaufen : 00.00.1940
Bestimmungshafen : Oslo
Angekommen : 00.00.1940
Ende des Einsatzes : 26.06.1940
Rückgabe an Reederei : nein
Andere KM-Verwendung : ja
1907,Juni 00.: An die "Großer Kurfürst" Heringsfischerei AG., Emden als Segellogger JOHANN GEORG (KJRD) abgeliefert. Vermeßen mit: 103.60 BRT / 77.33 NRT, 23.92 x 6.51 x 2.82 m. Heimathafen Emden. Fischereikennzeichen AE 103.
1928: Wird der erste Motor, ein 2s2c - HMG Hanseatische Motoren GmbH., Hamburg-Bergedorf (60 PS) Dieselmotor (Bj.1926) eingebaut. Neu vermeßen: 109 BRT / 53 NRT.
1933,Dez.: Auf der Schulte & Bruns Werft in Emden, Rumpf auf 26,73 m verlängert. Neu vermeßen: 123 BRT 76 NRT, 26.73 x 6.51 x 2.82 m.
1934,Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DFVQ.
1938,Aug. 28.: An Lerwick (Schottland) um Winde zu reparieren und Öl zu Bunkern.
Aug. 29.: Ausgelaufen aus Lerwick.
1939,Juni 26.: An Lerwick um Frischwasser und Öl zu Bunkern.
Juni 29.: Ausgelaufen aus Lerwick.
1940,April 17.: Erfaßt durch KMD-Bremen (00:00 Uhr) für Gruppe Ost*. Für Nordtransporte werden sämtliche Logger in Vegesack, Leer und Emden erfaßt (53 Logger).
April 18.: Es treffen die ersten Logger in Kieler Olimpiahafen ein.
April 20.: Vorbereitungsarbeiten für die Benutzung von Loggern als Nachschubschiffe.
April 21.: Logger beladung beginnt.
April 23.: Während die alten Logger noch laden, treffen wieder neue Logger in Kiel ein.
April 24.: Ferngespräch mit Kpt.z.S. Feldbauch, Leiter der KMD-Bremen, wegen der mangelhafter Ausrüstung der Emder und Leerer Logger. Dieser Logger befanden sich in einem geradezu furchbaren Zustand. Es fehlte an Ausrüstung und die ganzen Verhältnisse an Bord waren derart, daß man sich kaum einen Begriff davon machen kann, wenn man nicht selbst an Bord gewesen ist.
April 26.: Der bisherige Liegeplatz der Logger im inneren Hafen wird nach den Liegeplatz der Firma Zerssen in KWK verlegt.
April 27.: Der Unterabschnittsleiter der Auslandsorganisation Gruppe Seefahrt, Pg. (Parteigenosse) Nissen, spricht bei KMD-Zweigstelle Kiel vor, um sich mit Leiter über die sozialen Verhältnisse auf den Loggern zu besprechen, da ihm Klagen hierüber gekommen sind. Diese Klagen erstrecken sich ausschliesslich auf die Emder und Leerer Logger. Pg. Nissen will parteiamtlich eine Untersuchung der sozialen Verhältnisse bei den in Frage kommenden Reedereien veranlassen.
April 29.: Verschiedene Logger ausgelaufen. Umbau der Logger zu Minensuchbooten wegen allgemeiner Ungeeignetheit beanstandet. Sie sollten alle Fracht fahren.
Mai 03./09. Mai.: Verschiedene Logger mit Nachschub ausgelaufen bzw. laufen die ersten Transportlogger, die Nachschub gefahren hatten wieder in Kiel ein.
Juni 06.: Emder und Leerer Logger aus dem Bereich der KMD-Zweigstelle Kiel nach erfolgten Umbau und Ausrüstung entlassen. Es bestanden zu Anfang Zweifeln bei den Fachstellen, ob sich die Logger, die im Durchschnitt 6,0-7,0 knoten Laufen, aber sehr seetüchtig sind, für Minensuchzwecke Überhaupt eignen. Nach einigen Hin- und Her wurde dann doch entschieden, daß ein Teil der Logger für solche Zwecke umgebaut werden sollte. Dies war nicht vorgesehen.
Juni 14.: Befehlshaber Sicherung Ostsee (BSO), Transportfahrzeug Aalborg.
Juni 26.: Vorpostensicherungsboot V 1911/JOHANN GEORG - 19.Vorpostenflottille, Aarhus.
1941, Jan. 00.: 19.Vorpostenflottille Stützpunkt: Korsør.
1943: Auf V 1911/JOHANN GEORG wird ein 2Te 2x300/330 Vølund A/S, Esbjerg (100 PS) Dieselmotor (Bj.1943) installiert.
Okt. 01.: Die 19. Vorpostenflottille führt nun die Bezeichnung 5. Sicherungsflottille. Einsatzgebiet: Korsör - Großer Belt.
1944,Feb. 15.: Mit diesem Datum wurden die Boote der 5.Sicherungsflottille gem. Weisung BSO wie folgt umbenannt: V 1902 – V 1915 -> Vs 502 – Vs 515, V 1921 – V 1927 -> Vs 516 – Vs 522, MHS HOHWACHT -> Vs 523, MHS GREIF II -> Vs 524.
1945,Mai 08.: Vs 511/JOHANN GEORG - 5. Sicherungsflottille, 9. Sicherungsdivision Korsör, (0 Offizier, 24 Soldaten).
Aug. 10.: An Eigentümer zurückgegeben.
1949,Juni 00.: Neues Unterscheidungssignal DCJQ.
1950: Aufgelegt in Emden.
1951,Mai 16.: Rumpf mit Genehmigung der schwedischen Handelskommission für 30000 SEK von Ella Brita Feldt aus Hovenäset (Schweden) gekauft. Reparatur und Umbau wahrscheinlich bei Marstrands Mekaniska Verkstad in Marstrand durchgeführt. Das Boot erhielt höhere Ruderhaus, Hauptdeck und Elektrik wurde erneuert und Ladeluke A vergrößert, jetzt: 8.10x3.50 m., neuer 2c2s Vølund A/S, Esbjerg (90 PS) Dieselmotor (Baujahr 1944 - komplett überholt) installiert.
Nov. 24.: In Marstrand neu Vermeßen: 130.64 BRT / 88.88 NRT, 160 tdw, Abmeßungen: 28.00 x 6.54 x 2.84 m.
Dez. 00.: Erhielt von Bureau Veritas •I 3/3 L.1.1. klasse verliehen.
Dez. 10.: Als Fischereifahrzeug (wurde nie als Fischereifahrzeug verwendet) registriert (Reg.Nr.9285), Eigner Ella Brita Feldt aus Hovnäset (Kapt. Karl Herman Per Feldt). Umbenannt in ELLA FELDT (SFWL), Heimathafen Hovenäset.
1954: Stärkere Motor (Komplett überholt) eingebaut, ein R. A. Lister & Co., Dursley (280 PS) Dieselmotor (Bj.1946).
1955,März: In einer skandinavischen Schiffsagentur-Liste für 155000 SEK zum Kauf angeboten.
1957, 28.Feb.: Registriert als Fischereifahrzeug. Eigner Ella Brita Feldt (Kapt. Karl Herman Per Feldt).
1960: Registriert als Frachtschiff. In Råå aufgelegt.
1966,Sep. 17.: ELLA FELDT liegt in Landskrona, wird neuer 6c4s Albin-Motor, Göteborg (150 PS) Dieselmotor eingebaut. Nicht wieder in Betrieb.
1970: ELLA FELDT im schlechten Zustand das ganze Jahr aufgelegt am Carnegie Kai in Gothenburg.
1972,Juli 24.: Laut Eintragung im schwedischen Schiffsregister (nach Karl Hermann Per Feldt) Schiff seit langer Zeit aufgelegt und nicht mehr in Betrieb.
Aug. 00.: An Gotenius Varv & Mekaniska Verkstad AB in Ringön/Göteborg verholt.
Sep. 00.: An Hilmerssons in Ringön/Gothenburg.
1973,April 15.: ELLA FELDT bei Hilmerssons gekentert.
Mai: Geborgen und verholt nach unbekannten Ort.
1975,Dez.: Bei Rönnängs Varv, Rönnäng, Tjörn Island, gekentert.
1976,März 11.: Zum Abbruch bei Skrot & Avfallsprodukter in Ringön/Göteborg eingetroffen.
1978: Erst im Nachtrag des LR 1996/97 als abgebrochen gemeldet.

Bemerkung:
*Am 17. April wurden auch die älteren Logger der Jahre 1914-1931 von der KMD übernommen. Noch im gleichen Monat wurden diese Dampf- und Motorlogger nach Wilhelmshaven, Cuxhaven und Kiel überführt, um dort für ihre neue Aufgabe als Hilfskriegsschiffe umgebaut bzw. ausgerüstet zu werden. Für Dauer des Krieges blieben von der Stammbesatzung neben Kapitän und Steuermann ein Maschinist mit Assistent oder Heizer, ein Koch und vier Matrosen an Bord.
1:Erich Gröner- Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 Bände 1 bis 8
8:Amtliche Liste der Deutschen Seeschiffe mit Unterscheidungssignalen als Anhang zum Internationalen Signalbuch 1938, 1939 und Anhang
14:Archiv Theodor Dorgeist
47:Archiv Christoph Fatz
48:Deutscher Fischerei- Almanach 1939
Eingefügt am : 12.03.2013
Eingefügt von : Christoph Fatz
Letzte Änderung : 26.02.2016
Geändert von : Christoph Fatz
Änderung : -12.03.2013 Christoph Fatz- Datensatz eingestellt
-11.04.2013 Christoph Fatz, Quellen eingefügt
-12.10.2013 Christoph Fatz, ergänzt: 16.05.51
-20.01.2016 Christoph Fatz, ergänzt:17.04.40 + Bemerkung
-31.01.2016 Christoph Fatz, eingefügt: 18.04.40-06.06.40 + 00.01.41