Seehund U 6xxx

 


Kennung : U 6xxx
Untertyp : Typ 127 Seehund
Besatzung : Leutnant zur See Maximilian Huber / Leutnant (Ing.) Siegfried Eckloff


Allgemeine Daten

Untertyp : Typ Typ 127 Seehund
Verdrängung (t) : 16,98
Länge (m) : 11,865
Breite (m) : 1,836
Tiefgang (m) : 1,845

Daten Überwasser (Verbrennungsmotor)

Antriebsanlage Anzahl : 1
Antriebsanlage Typ : Büssing NAG LD 6 6 Zyl. Viertakt
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 60
Geschwindigkeit (kn) : 7,7
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 270 /7,7

Daten Unterwasser (Elektromotor)

Antriebsanlage Anzahl : 1
Antriebsanlage Typ : Lloyd Dynamowerke/AEG Bremen, AW 77
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 25
Geschwindigkeit (kn) : 6
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 15 /6
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 60 /2,2
Schiffschronik:
06.03.1945 Auslaufen aus Ijmuiden in das Einsatzgebiet Themse-Schelde-Geleitweg vor Great Yarmouth.
13.03.1945 bei Tagesbeginn Ankunft im Einsatzgebiet südlich Great Yarmouth. Kurz darauf Sichtung des aus mindestens drei Schiffen bestehenden Geleitzuges F.S. 1753.
13.03.1945 02.59 Uhr Angriff auf den in der Mitte des Geleits fahrenden kanadischen Dampfer „Taber Park“ (2878 BRT, von der Besatzung auf 3000 BRT geschätzt) mit einem Torpedo. Sinken des Dampfers wird von Besatzung nicht beobachtet. B-Dienst bestätigt Versenkung im Quadrat AN 7668. Weitere Bestätigung durch Funkspruch des Coastal Command, aus dem sich der Versenkungsort "rechtweisend 20°, 1,5 Seemeilen von B.3-Tonne" ergibt. Von 32 Personen an Bord verlieren 24 Besatzungsangehörige und vier Artilleristen das Leben. Versenkungsort 52°22' Nord, 01°53' Ost.
13.03.1945 Antritt des Rückmarschs, der ohne Verfolgung oder andere Zwischenfälle verläuft.
14.03.1945 Rückkehr nach Ijmuiden.
00.00.1945 Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse an die Besatzung.[7],[9],[25]
00.00.1945 Auslaufen aus Ijmuiden in das Einsatzgebiet Themse-Schelde-Geleitweg.
00.00.1945 Bei starkem Meeresleuchten Angriff mit einem Torpedo auf ein in einem Geleitzug fahrendes Schiff. Angriff schlägt fehl, da Größe des Schiffes und die Entfernung weit überschätzt werden. Da Angriffsentfernung nicht mehr als 200 Meter beträgt, muss Boot hart nach Backbord abdrehen, um Ramming zu vermeiden. Boot taucht und wird von der Besatzung auf Grund gelegt.
00.00.1945 Wasserbombenverfolgung des getauchten Bootes mit jeweils drei Wasserbomben in halbstündigem Abstand.
00.00.1945 morgens Auftauchen bei sich lichtendem Nebel in etwa 2000 Meter Entfernung zu dem die Wasserbombenverfolgung durchführenden Zerstörer. Zerstörer nimmt nach Sichtung des Bootes sofort Fahrt auf und setzt zum Angriff an. Erneutes Alarmtauchen und Versuch, seitwärts abzulaufen. Zerstörer setzt Verfolgung mit im Abstand von einer halben Stunde in größter Nähe geworfenen Wasserbomben fort, deren Explosionen zu zahlreichen Schäden im Boot führen. Boot macht zunehmend Wasser, wird bei Grundberührung auf die Seite gedrückt und durch die Grundströmung versetzt. Ende der Wasserbombenverfolgung.
00.00.1945 Besatzung versucht mit Hilfe der Grundströmung dynamisch aufzutauchen, was misslingt.
00.00.1945 Unter Einsatz der letzten verfügbaren Preßluft taucht das Boot auf. Besatzung gelingt es, die wesentlichen Schäden zu beheben und den Rückmarsch nach Ijmuiden anzutreten.
00.00.1945 Einige Stunden nach Beginn des Rückmarschs fährt das Boot mit dem zweiten Torpedo einen Angriff gegen einen Zerstörer und taucht sofort. Dadurch entgeht das Boot der möglichen Versenkung durch den eigenen zum Kreisläufer gewordenen Torpedo.
00.00.1945 Rückkehr nach Ijmuiden.[9]

[7]:Mattes, K.: Die Seehunde Klein-U-Boote, Hamburg, Berlin, Bonn 1995
[9]:Bekker, C.: Einzelkämpfer auf See, Oldenburg und Hamburg 1968
[25]:Fisher, R.C.: Canadian Merchant Ship Losses of the Second World War, 1939-1945, 2001
Eingefügt am: 06.05.2014
Eingefügt von: Beate Kibelka
Letzte Änderung: 13.11.2016
Geändert von: Schreibfehlerkorrekturen
Änderung: 9.6.2014, Hartwig Kobelt, Dienstgrade Besatzung
21.9.2014, Hartwig Kobelt, Chronik 13./14.3.1945
26.09.2014 Beate Kibelka Link ASS eingefügt
15.3.2015, Hartwig Kobelt, Ergänzung Chronik 13./14.3.1945, zweiter Einsatz und Quelle 25
22.3.2015, Hartwig Kobelt, Ergänzung Chronik zweiter Einsatz