Marinefährprahm F 855 (AF 110)

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Kennung : F 855
2. Kennung : AF 110
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : D
Bauauftrag : 00.00.0005
Bauwerft : M.A.N., Mainz - Gustavsburg
Bewaffnung : 1 ? 8,8 cm mit der Nr. 898
und 2 cm.


Marinefährprahm : Typ D
Verdrängung konstruktiv (t) : 168
Verdrängung maximal (t) : 239
Länge (m) : 49,84
Breite (m) : 6,59
Tiefgang leer (m) : 1,18
Tiefgang beladen (m) : 1,35
Seitenhöhe (m) : 2,75
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 375
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,3
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 520/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1120/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/21
Ladefähigkeit : 140 t (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 200 Mann)
AF 110 x F... (.....) 18.6.44;
8. AT-FL;
25./26.8.44 + bei Cap d’Antifer / brit. MTB, auf Strand gesetzt, ausgebrannt
- Fertigstellung lt. Plan im April 1944. Vor Fertigstellung zum Umbau als Artillerie- MFP zur Mannheimer Weft zum Umbau verlegt.
- 12.06.1944 Bei der 8. Artillerieträgerflottille in Rotterdam in Zuführung aus Mannheim gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Hoeltl.[2]
- 18.06.1944 Der 8. AT-FL. übergeben.
- 26.06.1944 AF 97 verbleibt in Rotterdam, um noch die Ankunft von AF 110 und AF 111 anzuwarten, während andere Boote der 2. und 3. Gruppe der 8. Artillerieträgerflottille in Ostende die Vorfeldüberwachung und Sicherung der Minenunternehmen übernehmen.[2]
- 02.07.1944 Für die 8. Artillerietragerflottille durch Oberfähnrich z. S. d. R. Ruprecht Seibel als AF 110 in Dienst gestellt.
- Bis 01.08.1944 Erst AF 111, dann auch noch AF 110 aus Mannheim nach Ostende nachgeführt und dort der 3. Gruppe der 8. Artillerieträgerflottille zugeteilt.[2]
-25./26.08.1944 In der Nacht wird die 8. Artillerieträger-Flottille bei Fécamp von alliierten Seestreitkräften angegriffen. AF 110, AF 97, AF 105 und AF 111 gehen verloren, AF 101 und AF 109 werden eingebracht, letztere im Schlepp von S 174.[1]
- 25./26.08.1944 3. Gruppe wird auf der Weiterfahrt nach Le Havre vor Kap Antifer durch Zerstörer und Schnellboote gestellt und zusammengeschossen. AF 97, AF 105, AF 110 und AF 111 brennen aus und werden auf Strand gesetzt. AF 101 wird von eigenen Schnellbooten nach Fécamp eingeschleppt, während AF 109 mit eigener Kraft nach Fécamp zurückläuft. Die Verluste betragen etwa 40 Tote und Vermisste sowie 80 Verwundete. Oblt.z.S. Conrad zählt zu den Toten auf AF 105.[2]
- Verlustdaten:
VERLUST - URSACHE: Am Oberdeck gefürte Munitionsladung in Brand geschossen und dadurch explodiert.
VERLUST - ART: brennend mit explodierender Munition auf Strand gesetzt.
GEGNER-NATION: Frankreich, Grosbritanien und evt. USA
GEGNER - TYP : Zerstörer, Fregatte, MTB , PT
- 29./30.08.1944 Die Restbesatzungen von AF 97, AF 110 und AF 111 gehen über Land nach Le Havre, die von AF 98, AF 105, AF 108 nach Boulogne zurück, wo die Überlebenden nach Teilnahme am Landkampf später in Gefangenschaft geraten.[2]
Verlust am: 25.08.1944
Verlustuhrzeit: 0343
Verlustort: Kanalküste, vor Cap Antifer
Verlustart: gestandet
Verlustursache: Artilleriebeschuß, Brand
>Gegnername: Zerstörer, Fregatte, MTB , PT
-Gröner
-Geheimer Nordsee Tagesbefehl 29/44 vom 19.07.1944
-Plattbugkreuzer
-Kriegsschiffsbaulisten, verschiedene Ausgaben Fährprähme auf Deutschen und ausländischen Werften nach dem Stand von Ende...
[1] Chronik des Seekrieges
[2] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
Eingefügt am: 19.08.2007
Eingefügt von: Theodor Dorgeist
Letzte Änderung: 27.12.2014
Geändert von: Schreibfehler-Korrekturen
Änderung: - 26.06.2007 Theodor Dorgeist: Datensatz angelegt
- 20.08.2007 Joerg Heine: html tags entfernt
- 29.08.2007 Theodor Dorgeist: Kennung ermittelt, Text geändert, Hinweis gelöscht, Quellenangabe ergänzt
- 24.03.2008 M. Goretzki: Chronik [1] eingefügt
- 18.09.2008 M. Goretzki: MFP-Untertyp gem. Gröner eingefügt
- 01.01.2009 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [2] eingefügt