Marinefährprahm F 149

  F 148
F 150  


Kennung : F 149
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : A
Bauauftrag : 18.04.1941
Bauwerft : Cantieri Navali Riuniti, Palermo
Stapellauf : 1941-11-08
Indienstgestellt : 21.11.1941
Bewaffnung : Bewaffnung bei Verlust [4]:
- 1 x 7,5 cm B.K. M 97 in Bordlafette C/39, Rohr 23307, Lafette 232
- 2 x 2 cm Oerlikon in Sockellafete L/40
* 1. Rohr 2072, Lafette 375
* 2. Rohr 1246, Lafette 1363
- 1 x 3,7 cm S.K. C/30 in U-Bootslafette L/39, Rohr 5095, Lafette 839
- 1 EM-Gerät Nr. 19066
- 8 Gewehre 98 K
- 2 Pistolen 08
- 2 MP 40
- 1 D.S.R.-Gerät


Marinefährprahm : Typ A
Verdrängung konstruktiv (t) : 155
Verdrängung maximal (t) : 220
Länge (m) : 47,04
Breite (m) : 6,53
Tiefgang leer (m) : 0,97
Tiefgang beladen (m) : 1,45
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Deutz 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 390
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 640/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1340/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/17 bis 0/21
Laderaum Dimensionen : lichte Höhe 2,74 m, Fahrbahnbreite 3,1 m
Ladefähigkeit : 85 t normal (2 Panzer IV / 1 Panzer VI/T-34(r) / 200 Mann)
105 t maximal (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 16 Pferde / 200 Mann / 50 Minen Typ UMA)
- 18.04.1941 Bauauftrag
- 00.11.1941 2. Landungsflottille
- 23.07.1943 Straße von Messina; Strandung; gehoben; rep.
- 09.10.1943 10. Landungsflottille / Adria
- 08.11.1941 Stapellauf von F 148 und F 149.[6]
- 21.11.1941 Probefahrt und Indienststellung F 149.[6]
- 21.11.1941 MFP 149 für 2. Landungsflottille in Palermo in Dienst gestellt.[2]
- 04.01.1942 MFP 149 Ras-el-Aali ein.[8]
- 22.05.1942 F 149 kollidiert mit R 15 bei Ras el Hamana und läuft danach Derna an.[3]
- 27.05.1942 gegen 02.30 Uhr greifen die brit. MTB 309 und MTB 312 F 149 auf dem Marsch aus der Bomba-Bucht an. Nur leichte Schäden an dem MFP.[6][9][10]
- 11.07.1942 Geleit mit Beteiligung von F 149 wehrt westlich Marsa Matruk Angriffe britischer Tiefflieger ab.[3]
- 02.09.1942 19.00 Uhr mit R 14, F 149, F 152, F 155, F 158, F 357 und MS Jädjör von Derna nach Sudabucht aus.[6]
- 01.01.1943 In Neapel in Reparatur.[6]
- 20.02.1943 F 149 in Palermo durch MZ 711 ohne größere Schäden gerammt.[6]
- 22.03.1943 durch Luftangriff (Bombe im Hafen Palermo beschädigt.[1]
- 22.03.1943 15.30 Uhr Schwerer Luftangriff auf Palermo. Explosion eines getroffenen Munitionsdampfers. Durch Luftdruck und aufgewühlte See F 149 erheblich beschädigt. Durch die Flutwelle ertrinken an Land in einem Luftschutzbunker 7 Besatzungsmitglieder der Prähme F 149 und F 155. F 149 kann soweit klar gemacht werden, dass es beladen und nach Tunis zur Reparatur gehen kann.[6]
- 01.04.1943 bei der 2. Gruppe der 2. Landungsflottille.[6]
- 06.04.1943 beim schweren Luftangriff auf Stadt und Hafen Trapani F 149 durch nahe Bombeneinschläge und detonierende Torpedoköpfe eines ital. Schnellbootes Splitterschäden an Außenhaut und Aufbaudeck. Wassereinbrüche im Mannschafts- und Maschinenraum. Boot kann lenz gehalten werden. Trotz neuer Schäden kann es nach Tunis zur Reparatur überführt werden.[6]
- 11.04.1943 1400 in Marsala durch Bombentreffer beschädigt, muß gelöscht werden.[2]
- 01.05.1943 F 149 in Castellammare di Stabia, um in dortiger Werft repariert zu werden. Boot wurde im März durch Bombensplitter und starken Seegang beschädigt, durch Explosion eines Munitionsdampfers in Palermo wurde das Oberdeck stark zerstört, und durch weiteren Fliegerangriff am 06.04.1943 in Trapani und am 11.04.1943 in Marsala wurden starke Unterwasserschäden verursacht.[6]
- 15.05.1943 Bei der Neugliederung der 2. Landungsflottille der 3. Gruppe zugeteilt.[6]
- 16.06.1943 Nach taktischer Gliederung der 2. Landungsflottille bei der 1. Gruppe eingesetzt, befindet sich in Castellammare di Stabia in Reparatur.[6]
- 12.07.1943 F 149 (2. L.- Flottille) löscht Flottillengut der 10. L.-Flottille, da nahezu eine ganze SF verladen ist und es sich um sehr schwere Stücke handelt, verzögert sich die Löscharbeit. Diese wird auf den Landeplätzen Catona, Gallico und Scilla verteilt. [7]
- 21.07.1943 05.00 Uhr: F-149 (Kommandant: Strm.Mt. LAFRENZ) und F-345 laufen von Scilla nach Palermo aus. [6]
- 21.07.1943 14.00 Uhr: F-149 und F-345 werden bei Cap St. Stefano von zahlreichen feindlichen Jagdbombern angegriffen. Gut liegendes Abwehrfeuer beider Boote bringt zwar drei Angreifer zum Absturz, aber F-149 kommt beim Ausweichen vor den Fliegerbomben am Strand fest und hat einen Toten - den Geschützführer Ob.Btsmt. HOMM - und drei Verletzte – darunter der Kommandant des Bootes, Strm.Mt. LAFRENZ, und der Matr.Gefr. STEINMEIER - zu beklagen. Die Führung des Bootes übernimmt Btsmt. TIMM. F-345 ankert nach dem Angriff beim Havaristen. [6]
- 21.07.1943 18.00 Uhr: F-149 und F-345 weisen einen weiteren feindlichen Luftangriff ab. [6]
- 21.07.1943 21.00 Uhr: F-546, das sich auf dem Marsch von Milazzo nach Palermo befindet, ankert bei F-149 und F-345. [6]
- 22.07.1943 10.00 Uhr: F 149 und F 546 bei Cap San Stefano bei Fliegerangriff aufgelaufen.[5]
- 22.07.1943, 10.45 Uhr: Nachdem auch F-546 beim Versuch F-149 freizuschleppen fest gekommen und F-345 nicht mehr voll einsatzfähig war, weil es einen Tampen in die Schraube bekam, als es die beiden aufgelaufenen Boote wieder ins freie Wasser zu ziehen versuchte, bittet F-546 per FT um Schlepperunterstützung, was dem Kommando der 2. Landungsflottille um 11.22 Uhr bekannt wird.[6]
- 22.07.1943 13.10 Uhr: Das Kommando der 2. Landungsflottille beschließt, die fünf Boote der Gruppe ISENSEE zur Hilfeleistung einzusetzen, die am nächsten Tag bei F-149 und F-345 sein würden. Um 13.17 Uhr wird F-546 per FT über diese Absicht unterrichtet, der Funkspruch wird dort aber aufgrund dauernder Luftangriffe, die allerdings keine nennenswerten Schäden auf den Booten verursachten, nicht aufgenommen. [6]
- 22.07.1943 21.40 Uhr: Die Gruppe ISENSEE, bestehend aus F-432, F-433, F-460 und F-461 der 4. und F-513 der 2. Landungsflottille unter der Führung von Lt.z.S. ISENSEE, erhält vom Kommando der 2. Landungsflottille den FT-Befehl, mit allen fünf Booten beschleunigt von Milazzo nach Cap St. Stefano zum Freischleppen von F-149 und F-546 auszulaufen und anschließend zurück in die Messinastrasse und nicht wie ursprünglich geplant nach Palermo zu marschieren. [6]
- 22.07.1943, 22.29 Uhr: Der Deutsche Seetransportchef Italien unterrichtet den Deutschen Stabschef Messina und den Chef der 2. Landungsflottille per FT, dass Supermarina das Commando Marina Messina zur Hilfeleistung beim Abschleppen von F-149 und F 546 angewiesen hat, was auch vor Ort dem Admiral Messina vorzutragen sei. Der Chef der 2. Landungsflottille, Korv.Kpt. Karl WEHRMANN, beschließt, sich persönlich nach Cap St. Stefano zu begeben. [6]
- 23.07.1943 05.00 Uhr: F-432, F-433, F-460 und F-461 der 4. Landungsflottille und F-513 der 2. Landungsflottille laufen unter der Führung von Lt.z.S. ISENSEE von Milazzo zur Bergung von F-149 und F-546 nach Cap St. Stefano aus. [6]
- 23.07.1943 gegen 10.00 Uhr: F 146, F 149, F 432, F 460 und F 546 bei Cap Stefano (50 sm östlich Palermo) bei Luftangriffen bzw. bei Hilfeleistung beschädigt und gestrandet, nur F 149 nach Selbstzerstörung der anderen Boote mit deren Besatzungen nach Osten abgelaufen.[1]
- 23.07.1943 F 149 bei San Stefano gesprengt, nachdem Abschleppversuche vergeblich waren.[5]
- 23.07.1943 17.15 Uhr: Der Chef der 2. Landungsflottille, Korv.Kpt. WEHRMANN, findet F-149 und F-546 westlich von San Stefano quer zum Ufer und bereits etwa 50 bis 60 m vom Wasser entfernt am Strand liegend vor. Außerdem ist bereits der Rumpf eines der beiden Boote geknickt, daher ein Abschleppen beider Boote unmöglich. Nach Bergung der Waffen und Geheimsachen werden beide Boote unter der Leitung von Btsm. BERNS durch Sprengung und Feuer vernichtet. [6]
- 23.07.1943 22.09 Uhr: Auf Befehl des Seetransportführers Messinastrasse fordert der Einsatzstab Catona F-149 und F-546 per FT zur Lagemeldung auf. [6]
- 23.07.1943 24.00 Uhr: F-461 beobachtet die brennenden Wracks von F-149, F-546 und F-432, auf denen noch laufend Munition detoniert. [6]
Verlust am: 23.07.1943
Verlustort: westlich St. Stefano
Verlustart: selbst gesprengt [5]
Verlustursache: Strandung [5]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] KTB Deutsches Marinekommando Italien
[2] KTB Seetransportchef Italien
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] Ausrüstungsmeldung 2. Landungsflottille vom 11.11.1943
[5] KTB Seetransportführers Messinastraße
[6] KTB 2. Landungsflottille
[7] KTB Seetransportführers Messinastraße
[8] KTB Seetransportstelle Ras-el-Aali
[9] KTB der Seekriegsleitung
[10] Admirality War Diary
Eingefügt am: 18.09.2007
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 02.04.2016
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 21.10.2007 Th. Dorgeist [1] in der Chronik eingefügt .
- 18.04.2008 Claudia Linse [2] in der Chronik eingefügt
- 03.05.2008 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] ergänzt
- 23.12.2008 R. Stenzel Bewaffnung [4] eingefügt
- 25.12.2008 R. Stenzel Chronik [5] eingefügt
- 21.04.2009 T. Reich Bild 1 eingefügt
- 03.05.2009 Peter Kreuzer [6] eingefügt
- 21.09.2009 T. Reich Bild 2 eingefügt
- 27.05.2011 R. Stenzel Chronik [2] ergänzt
- 16.08.2012 M. Goretzki: Stapellauf, Indiensstellung und Chronik gem. [6] ergänzt
- 07.06.2013 Beate Kibelka: Chronik gem. [7] ergänzt
- 02.08.2014 M. Goretzki: Chronik gem. [8] eingefügt
- 02.04.2016 M. Goretzki: Chronik für 27.05.1942 gem. [6], [9] und [10] eingefügt