SP Bolivia



Epoche : Weltkrieg 1914/1918
Kennung : SP Bolivia
Funktion : Sperrbrecher
Schiffstyp : Frachtdampfer
Auftraggeber : Eigner: Hamburg-Amerika-Linie, Hamburg
Bauwerft : Armstrong, Mitchell & Co., Newcastle (UK)
Baunummer : 552
Stapellauf : 23.09.1889
Indienststellung : 13.08.1914
Ausserdienststellung : 28.10.1914 re
Verbleib : 1921 Rückkauf: Frachter EMS (Bugsier, HH)
1924 abgewrackt


Verdrängung (max. t): 2646 BRT
Länge (m) : 94,49
Breite (m) : 11,89
Tiefgang (m) : 6,71
Seitenhoehe (m) : 7,92
Antrieb Anzahl : 1
Antrieb Typ : 3zyl. 3fach Expansionsmaschine
Schrauben Anzahl : 1
Maschinenleistung Gesamt : 1260 PSi
Geschwindigkeit : 10.5 kn
Besatzung : 41 (gem. Mob.-Plan 1914)
Bewaffnung : Kein Geschütz, nur Handfeuerwaffen
Räumausrüstung : Tiefgang (min. 8 Meter) wurde durch Sandballast vergrößert.
Schutzstauung durch Leerfässer, Balken und Sand.
Kein Eigenschutz, nur eine einfache Suchleine im Schlepp [3,30]
Die Sperrbrecher führten am Schornstein die Kennung SP + Ziffer. Im Funk- und Aktenverkehr wurden sie aber stets mit dem ursprünglichen Namen bezeichnet.
- 00.00.1898 - Deutscher Frachter BARMEN [G]
- 17.05.1894 - Neuer Name: BOLIVIA [G]
- 13.08.1914 - Sperrbrecher SP 6 (i) [G]
- 31.08.1914 - Sperrbrecher SP 3 (ii) [G] - Gruppe 1 [3]
- 01.09.1914 - Vorstoß i.d. nördl. Ostsee und vor Kurland [3,43]
- 28.10.1914 - Rückgabe an Eigner, da unbrauchbar [G] *
- 24.04.1919 - Abgabe an Großbritannien [G]

* Die bei Sperrbrechern notwendig häufigen Maschinenmanöver führten zu einer Reihe nicht abreißender Maschinenstörungen, wenn nicht sogar zum völligen Zusammenbruch, so dass die betreffenden Dampfer a.D. gestellt werden mussten [3,27]
Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 3, S.239-243
[1] Ehrenrangliste der Kaiserlichen Marine (1930), S.28
[2] Der Krieg zur See: Nordsee, Band 1, S.109
[3] Arndt/Jung, Deutsche Sperrbrecher 1914-1945 (2005)