Drossel



Epoche : Kriegsmarine
Kennung : Drossel
Funktion : Hilfsräumboot
Schiffstyp : Motorschlepper - 24,2 mtr
Auftraggeber : Kriegsmarine
Bauwerft : Schiffswerft Linz A.G.
Baunummer : 807
Stapellauf : 00.00.0000
Indienststellung : 12.08.1939
Ausserdienststellung : 24.10.1941 +


Verdrängung (max. t): 126 t
Länge (m) : 24,20
Breite (m) : 5,70
Tiefgang (m) : 2,45
Seitenhoehe (m) : 2,80
Antrieb Anzahl : 1
Antrieb Typ : HD 6zyl. 4takt Dieselmotor
Schrauben Anzahl : 1
Schrauben ⌀ : 1,65
Maschinenleistung Gesamt : 250 PSe
Geschwindigkeit : 10 kn
Treibstoffvorrat : 6,5 t Öl
Fahrbereich : 1700sm/10kn
Besatzung : 8
Räumausrüstung : Schleppspulgerät
- 12.08.1939 - Donauflottille [G]
- 00.00.1940 - in Charter DDSG, Wien [G]
- 00.03.1941 - einsatzmäßig an Rumänien als "D"
- 24.10.1941 - 14.15 Uhr Verlust durch Minentreffer bei Ochakov [G]

Chronik der Donauflottille [1]:

- Winter 1939/40 - M/tg AMSEL, DROSSEL, FORSCH und BRÜSTERORT auf Schiffswerft Linz für die Donauflottille fertiggestellt; durch KM-Arsenal Kiel an DDSG verchartert.

- 24.07.1941 - Räumschlepper AMSEL, DROSSEL, FORSCH und BRÜSTERORT mit rum. VEDETTE V (ex dt. FHR 5) und VEDETTE VI (ex FHR 6), bisher der HS-Fl. Sulina (Gruppe Tulcea) zugeteilt, werden einsatzmäßig dem Sd.Kdo. Helleparth unterstellt.

- 21.10.1941 - THERESIA WALLNER mit 3 FR-Booten, 3 rum. Schleppern, 5 Minen- und 2 Kampffähren des Sd.Kdo. Böndel von Rumänien ausgelaufen. Bei Ilijtschewska aus sowj. Minensperre 32 Minen geräumt, dann Vorstoß unter Abwehr mehrerer Ubootangriffe in Richtung Odessa fortgesetzt.
- 22.10.1941 - Gruppe WALLNER verbreitert auf Rückmarsch nach Rumänien Sperrlücke im Minenfeld vor Ilijtschewska.
- 23.10.1941 - Gruppe WALLNER mit 3 FR-Booten, den Schleppern DROSSEL und BRÜSTERORT sowie 4 Siebelfähren des Sd.Kdo. Böndel Minenkontrolle von Rumänien bis Otschakow. Vor Bugaz unbekanntes Fahrzeug abgewehrt. Vor Otschakow Fliegerangriff abgwehrt. Keine Minen gefunden.
- 24.10.1941 - THERESIA WALLNER läuft mit den FR-Booten nach Cherson, während die beiden Schlepper mit den Minenfähren vor Kap Adschiask neu entdeckte Minen räumen. Dabei sinkt DROSSEL nach Minentreffer, nur 2 Mann lebend geborgen. BRÜSTERORT liegt im Minenfeld eingeschlossen.
- 25.10.1941 - Während 2 FR-Boote zur Minensuche zwischen Cherson und Otschakow zurückbleiben, eilt THERESIA WALLNER mit FR 3 und der hinzugerufenen Minenfähre 16 der BRÜSTERORT zu Hilfe. Dabei gerät WALLNER selbst auf eine Mine und sinkt um 16.20 Uhr unter Verlust von 4 Toten. Fähre 16 schwer beschädigt. Um 17.50 Uhr sinkt auch noch BRÜSTERORT durch Minentreffer.

Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 6, S.99-100
[1] Randolf Kugler, Chronik der Donauflottille (Vorarbeit 1989, Stand 2004)