Seit den siebziger Jahren nutzte die Deutsche Marine für die Minenjagd ferngelenkte Systeme zur Vernichtung von Seeminen. Diese („PAP 104“, später „Pinguin“) waren organisch mit dem Minensuchboot verbunden. Diese Zeiten sind vorüber.
Heute nutzt man den „SeaFox“ (Seefuchs), der in zwei Versionen flexibel einsetzbar ist. In der „Combat-Version“ vernichtet er als Einwegwaffe die aufgespürte Mine mit einer Hohlladung.
Die unbemannten Unterwasserfahrzeuge „REMUS 100“ UUV‘s, die Huntington Ingalls Industries an die Deutsche Marine geliefert hat, haben zur Meeresbodenuntersuchung eine Ausdauer bis zu 12 Stunden. Die Deutsche Marine hat „REMUS“ nach umfangreichen Tests durch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung erworben. Seit Jahren werden diese UUVs zur Flächensuche, Trümmerfeldkartierung und topographischen Meeresbodenkartierung in Wassertiefen bis zu 100 Metern eingesetzt. Sie haben ein Side-Scan-Sonar und sind in schlecht einsehbaren Gebieten effizient einsetzbar (siehe https://marineforum.online/einsatzgruppe-unbemannte-systeme-entschieden-in-die-zukunft/).
Für Einsätze in Häfen und im Bootsumfeld werden ROV’s der Firma Deep Trekker eingesetzt. Das sind handgesteuerte kombinierte kleinere handelsübliche Geräte mit Sonar, Video und Wärmebildkameras.
Ein Teil der Zukunft der Minenabwehr der Deutschen Marine war bereits an Bord zu sehen: Der „SeaCat“ der Firma Atlas Elektronik. Die Drohnen erstellen mit hochauflösenden Sonaren bis 300 Meter Tiefe ein umfassendes Unterwasserlagebild und erreichen dabei eine dreifache Flächensuchleistung gegenüber einem Minenjagdboot ohne Drohneneinsatz. Möglich wird dies durch Datenverarbeitung bereits während der Mission. Die Geräte sind im Zulauf, aber noch nicht endgültig eingeführt.[1]
Bilder auf: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/marine-bereitet-sich-auf-minensucheinsatz-vor,minenabwehr-130.html