STAMSUND (ex. norw.)



Name : STAMSUND (ex. norw.)
Schiffstyp : Frachter
Bauwerft : C Moss Værft & Dokk A/S, Moss
Baunummer : 78
Baujahr : 1939
Stapellauf : 04.04.1939
Besitzer : A/S Vesteraalen Dampskibsselskab (VDS), Stokmarknes
Unterscheidungssignal : LKHE


Größe : 864 BRT
Größe : 421 NRT
Länge : 65,28 m
Breite : 10,57 m
Tiefgang : 4,20 m
Leistung : 765 PSe 10,0 kn
Motortyp : Dieselmotor
Besatzung : ?
Passagiere : 100
Staffel : -
Erfassung für Weserübung : 18.05.1940
Abgangshafen : Stavanger
Ausgelaufen : 00.05.1940
Bestimmungshafen : ?
Angekommen : 00.05.1940
Ende des Einsatzes : 10.06.1940
Rückgabe an Reederei : nein
Andere KM-Verwendung : nein
1937,Okt. 19.: Bauauftrag erteilt.
1939,Aug. 18.: Werftprobefahrt.
Aug. 24.: An die norwegische Reederei Vesteraalen Dampskibsselskab (VDS), Stockmarknes als STAMSUND (LKHE) abgeliefert. Vermeßen mit: 864.00 BRT / 421.00 NRT / 676 tdw. Antrieb: ein 7-zyl. 4-takt - MAN, Augsburg (765 PS) Dieselmotor. Heimathafen Stockmarknes.
1940,April 13.: Durch ein Prisenkommando der TSINGTAU bei Ny Hellesund besetzt und nach Kristiansand eingebracht.
April 25.: SKL hat befohlen, Anwendung PO (Prisenordnung) auf norwegische Schiffe bisher nicht verfügt. Bis dahin Schiffe nur sicherstellen und erforderlichenfalls ohne prisenrechtlichen Verwendungsbeschluß in Benutzung nehmen. Admiral Norwegen. Allerdings nach Fernmündlicher Rücksprache mit Chef des Stabes Adm. Norwegen, werden die inzwischen durchgeführte Maßnahmen nicht zurück genommen. Weitere Beschlagnahmungen wurden gestoppt. Als Prisen erklärt waren Dampfer RYGJA und Motorschiff STAMSUND. Am 26.04. wird an Oslo gemeldet: STAMSUND Kpt. Johann Grimsta, von der Besatzung noch 2 Mann an Bord. Ladung: 100 Tonnen Fischmehl und 1 Sportflugzeug,
Mai 18.: Erfasst von der KMD-Oslo für den Einsatz als Transporter für die Luftwaffe.
Juni 01.: STAMSUND mit deutscher Besatzung aus Oslo kommend, beladen mit Nachschubmaterial für Luftwaffe in Stavanger und Bergen, sowie mit Tarnungsmaterial für Festungsbau in Stavanger um 22:30 Uhr in Stavanger eingelaufen. Dampfer war bei Egersund aufgelaufen jedoch mit eigener Kraft wieder freiekommen.
Juli 31.: STAMSUND mit Ladung für Luftwaffe nach Stavanger bestimmt um 12:20 Uhr bei Egersund von brit. Flugzeugen mit Bomben und MG's angegriffen. Durch MG Beschuß sind nur leichte Beschädigungen am Oberdeck entstanden. Dampfer um 15:15 Uhr in Stavanger eingelaufen.
Aug. 13.: Dampfer mit Ladung für Luftwaffe läuft um 06:00 Uhr zur Fahrt nach Kirkenes über Trondheim aus.
1941,Mai 10.: Der KMD-Stettin zugeteilt und durch R. C. Gribel, Stettin für die Luftzeuggruppe 5, Abteilung See, Oslo, bereedert. Unterscheidungssignal (DBLW).
Aug. 19.: Barentssee Geleitzug - West, Dampfer DONAU, BARMBECK, ROTENFELS, SIVAS, STAMSUND gesichert durch Zerstörer HERMANN SCHOEMANN, KARL GALSTER Artillerieschulschiff BREMSE und V 6113/Gote von sowj. U-Boot D-3 mit Torpedo angegriffen und verfehlt. Angriff blieb unbemerkt.
1942, STAMSUND Einsatz als Verteilerschiff für das Gebirgs Korps, Norwegen.
Dez. 25.: Schäden durch Sturm im Hafen Narvik.
Dez. 29.: Erneut durch Sturm in Narvik beschädigt.
1943,Jan. 13.: In Tromsø durch die KMD-Oslo an die Reederei zurück gegeben zwecks Steuerung durch den Reichskommissar Seeschiffahrt, Norwegen.
Mai 11.: Dampfer STAMSUND im Geleit NSa 05/CHURPRINZ um 19:00 Uhr von Bodø nach Trondheim ausgelaufen.
Mai 12.: Ab Sandnesjøen um 07:05 Uhr Truppentransporter JUPITER dem Geleit angeschlossen. Vor Rørvik STAMSUND und JUPITER entlassen.
Juni 02./Sep. 00.: Werftliegezeit bei A/S Akers Mek. Verksted in Oslo. Maschinen- und Schiffsreparatur.
Sep. 08.: Im Geleitzug Kirkenes - Tromsø vor Kongsøyfjord von sowj. U-Boot S-51 mit Torppedos angegriffen und verfehlt.
Sep. 22.: STAMSUND bei dem Angriff des britischen Kleinst-U-Bootes X 7 auf die TIRPITZ durch das Abwehrfeuer des Schlachtschiffes beschädigt.
Dez. 08.: STAMSUND im Geleit von 3 Vp-Booten zwischen Honningsvaag und Berlevaag von einem U-Boot angegriffen und durch ein Torpedo, der jedoch nicht detonierte achtern getroffen, es trat nur geeringfüginger Schaden auf. Keine Verluste. Angreifer sehr wahrscheinlich sowj U-Boot S-55 der später von UJ 1215 mit Wabo's belegt wurde. An Bord 4. Marinebordflakkompanie Tromsø, Bewaffnung eine 2 cm, zwei MG's.
1944,Feb. 10.: Schlepper SÜDERPIEP mit STAMSUND im Schlepp gesichert durch NSa 04/GUELDENER LÖWE um 07:00 Uhr von Bodø nach Süden ausgelaufen.
Nov. 00.: Angeblich beschlagnahmt und mit deutscher Besatzung für den Seekommandanten Tromsø eingesetzt. Unterscheidungssignal (DVLW).
1945,Mai 09.: In Tromsø gemeldet.
Juni 00.: An die Reederei zurück gegeben.
1954,Aug. 24.: Bei / in Örlandet durch Feuer an Bord sehr stark beschädigt. 1 Toter. Schiff bei Bergens mek. Verksted repariert und umgebaut. Neu Vermeßung: 874.00 BRT /448.00 NRT.
1966, Okt. 00.: Verkauf an Chr. M. Sarlis & Co., Patras. Umbenannt in PELLINI (SWFI).
1972: Verkauft an A. Argyris, V. Anagnostopoulos & E. Ioannou in Patras. Umbenannt in SOFHIA A.
1979: Als SOFIA A. an Elias Xafas in Piräus.
1982: In Griechenland abgewrackt.
1989: In Lloyd's Register gestrichen.

1:Erich Gröner- Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 Bände 1 bis 8
14:Archiv Theodor Dorgeist
15:Lloyds Register of Shipping 1916-1988
49:Norwegian Homefleet - WW II (www.warsailors.com)
56:HMA - Datenbank Luftwaffenschiffe
Eingefügt am : 10.09.2013
Eingefügt von : Christoph Fatz
Letzte Änderung : 21.02.2017
Geändert von : Schreibfehler-Korrekturen
Änderung : -10.09.2013 Christoph Fatz- Datensatz eingestellt
-13.09.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 02.07-00.09.1943
-30.09.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 31.07./13.08.1940; ergänzt: 1.06.1940
-15.10.2013 Christoph Fatz, ergänzt: 28.08.1939
-14.11.2013 Christoph Fatz, ergänzt: 28.08.1939
-26.11.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 17.10.1937
-01.12.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 11./12.05.1943 + 10.02.1944