1923 Jan. 30.: Bauauftrag übernommen von Vereinigte Fischdampfer Reedereien Hofmann & Co. in Hamburg, zunächst vorgesehen als STECKELHÖRN.
1923 Feb. 00.: An Deutsche Seefischerei AG, Cuxhaven, als CREMON (RDGJ) abgeliefert. Vermeßen mit: 235 BRT / 90 NRT, 38.35 x 7.38 x 3.98 m. Antrieb: eine 3-zyl. 3-fach Exp. Dampfmaschine - Reiherstieg Schiffswerfte & Maschinenfabrik, Hamburg. Heimathafen Cuxhaven. Fischereikennzeichen PC 108.
1927 März 21.: An Cuxhavener Hochseefischerei AG.
1928 Juni: In Rendsburg, Rumpf auf 42.75 m verlängert. Neu vermeßen: 268 BRT 104 NRT, 26.73 x 7.38 x 3.98 m.
1929 März 08.: An "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei Bremen Cuxhaven AG.
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DHEM.
1939 Jan. 00.: "Nordsee" Deutsche Hochseefischerei AG., Cuxhaven.
1939 April 10.: CREMON (PC 108) auf der Ausreise zum Fischfang in der Barentsee beteiligt sich an der Rettung Überlebender des Dampfers SAO PAULO, der kurz vor Mitternacht auf eine von norwegischen Minenlegern ULLER und TYR gelegte Minensperre lief und nach 2 Minentreffern um 00:17 Uhr sank. Am Vormittag läuft CREMON mit Überlebenden in Bergen ein. Der Fischdampfer wird hier von der Kriegsmarine angefordert, um als Hilfsbeischiff verwendet zu werden (Offiziell -Rückwirkend- wurde CREMON bereits am 8. April von der Kriegsmarine erfaßt).
1939 April 11.: Fischdampfer CREMON erhält den Befehl mit SCHIFF 9/KOBLENZ und 2 Barkassen von Schnellbootbegleitschiff CARL PETERS auszulaufen und die Durchfahrt bei Helleren nach Minen abzusuchen. Aufgrund der Fehlnavigation die auf starke Strömung und Schneesturm zurück zu führen ist, sind die deutschen Schiffe beim Auslaufen aus dem Byfjord in das von SCHIFF 111/HANONIA am 9. April im Byfjord gelegte Minenfeld geraten. Um 19:25 Uhr stößt SCHIFF 9 auf eine Mine und sinkt in wenigen Minuten. Bei dem Versuch abzudrehen, läuft um 19:30 Uhr Fischdampfer CREMON ebenfalls auf eine Mine. Der Fischdampfer und das durch die Detonation schwer beschädigte Verkehrsboot des Artillerieschulschiffes BREMSE sinken ebenfalls. SCHIFF 18/ALTELAND hat 31 Überlebende aufgefischt, darunter 10 Verletzte, 16 Mann haben sich an Land gerettet, 18 werden vermißt, von CREMON können nur fünf Mann gerettet werden.