DOROTHEA



Name : DOROTHEA
Fischereikennung : AE 96
Schiffstyp : Fischlogger
Bauwerft : C. Cassens Werft, Emden
Baunummer : 15
Baujahr : 1906
Stapellauf : 00.04.1906
Besitzer : Großer Kurfürst Heringsfischerei AG., Emden
Unterscheidungssignal : DFVM


Größe : 114 BRT
Größe : 77 NRT
Länge : 26,61 m
Breite : 6,49 m
Tiefgang : 2,83 m
Leistung : 60 PSi 7,0 kn
Motortyp : Dieselmotor
Besatzung : 15
Passagiere : -
Staffel : Loggereinsatz Nord
Erfassung für Weserübung : 17.04.1940
Abgangshafen : Kiel
Ausgelaufen : 10.05.1940
Bestimmungshafen : Oslo
Angekommen : 10.05.1940
Ende des Einsatzes : 10.06.1940
Rückgabe an Reederei : nein
Andere KM-Verwendung : ja
1906 April 00.: An die Reederei "Großer Kurfürst" Heringsfischerei AG., Emden als Segellogger (Herring drifter) DOROTHEA (KJPH) abgeliefert. Vermeßen mit 99.96 BRT / 77.24 NRT. Heimathafen Emden. Fischereikennzeichen AE 96.
1928: Wird der erste Motor, ein 2Te 2x225/300 - HMG Hanseatische Motoren GmbH, Hamburg-Bergedorf (60 PS) Dieselmotor eingebaut. Neu Vermeßen: 100.30 BRT / 51.60 NRT.
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DFVM.
1935 März: Fischlogger verlängert. Neu vermeßen: 114.00 BRT / 72.00 NRT. Abmeßungen: 26.61 x 6.49 x 2.83 m.
1939 Juni 26.: DOROTHEA (AE 96) in Lerwick (Schottland) eingelaufen um Frischwasser und Öl zu bunkern und höchstwahrscheinlich Heringsladung von "Jäger" VESTA (AE 55) oder JUPITER (AE 75) zu übernehmen. Insgesamt lagen in Lerwick 23 Logger aus Emden.
1939 Juni 27.: Aus Lerwick ausgelaufen.
1940 April 12./17.: Erfaßt durch KMD-Bremen (00:00 Uhr). Für Nordtransporte werden sämtliche Logger in Vegesack, Leer und Emden erfaßt (53 Logger).
1940 April 18.: Es treffen die ersten Logger in Kieler Olimpiahafen ein.
1940 April 20.: Vorbereitungsarbeiten für die Benutzung von Loggern als Nachschubschiffe.
1940 April 21.: Logger beladung beginnt.
1940 April 23.: Während die alten Logger noch laden, treffen wieder neue Logger in Kiel ein.
1940 April 24.: Ferngespräch mit Kpt.z.S. Feldbauch, Leiter der KMD-Bremen, wegen der mangelhafter Ausrüstung der Emder und Leerer Logger. Dieser Logger befanden sich in einem geradezu furchbaren Zustand. Es fehlte an Ausrüstung und die ganzen Verhältnisse an Bord waren derart, daß man sich kaum einen Begriff davon machen kann, wenn man nicht selbst an Bord gewesen ist.
1940 April 26.: Der bisherige Liegeplatz der Logger im inneren Hafen wird nach den Liegeplatz der Firma Zerssen in KWK verlegt.
1940 April 27.: Der Unterabschnittsleiter der Auslandsorganisation Gruppe Seefahrt, Pg. (Parteigenosse) Nissen, spricht bei KMD-Zweigstelle Kiel vor, um sich mit Leiter über die sozialen Verhältnisse auf den Loggern zu besprechen, da ihm Klagen hierüber gekommen sind. Diese Klagen erstrecken sich ausschliesslich auf die Emder und Leerer Logger. Pg. Nissen will parteiamtlich eine Untersuchung der sozialen Verhältnisse bei den in Frage kommenden Reedereien veranlassen.
1940 April 29.: Verschiedene Logger ausgelaufen. Umbau der Logger zu Minensuchbooten wegen allgemeiner Ungeeignetheit beanstandet. Sie sollten alle Fracht fahren.
1940 Mai 03./09. Mai.: Verschiedene Logger mit Nachschub ausgelaufen bzw. laufen die ersten Transportlogger, die Nachschub gefahren hatten wieder in Kiel ein.
1940 Mai 10.: Logger WELLGUNDE (BV 1), GÜNTHER (BV 6), HAGEN (BV 7), ADOLF (BV 25), LUISE (BV 32), KRANICH (BV 44), STIEGLITZ (BV 50), HILDBURG (AL 24), LEER (AE 3), FORTUNA (AE 84), DOROTHEA (AE 96) und MÜNSTER (AE 115) mit Munition und Ausrüstung in Oslo eingelaufen.
1940 Mai 31.: An Hafenschutzflottille Warnemünde FÜHRERBOOT/DOROTHEA.
1940 Juni 06.: Emder und Leerer Logger aus dem Bereich der KMD-Zweigstelle Kiel nach erfolgten Umbau und Ausrüstung entlassen. Es bestanden zu Anfang Zweifeln bei den Fachstellen, ob sich die Logger, die im Durchschnitt 6,0-7,0 knoten Laufen, aber sehr seetüchtig sind, für Minensuchzwecke Überhaupt eignen. Nach einigen Hin- und Her wurde dann doch entschieden, daß ein Teil der Logger für solche Zwecke umgebaut werden sollte. Dies war nicht vorgesehen.
1940 Juni 08.: Ausgelaufen nach Warnemünde.
1942 Juli 01.: JBe 18/DOROTHEA - Küstenschutzflotille Kleiner Belt, B-Gruppe (Fredericia).
1943 Okt. 01.: Vorpostensicherungsboot Vs 417/DOROTHEA - 4. Sicherungsflottille (Hervorgegangen aus der Küstenschutzflottille Kleiner Belt - JF). Einsatzgebiet: Fredericia, Kleiner Belt, Raum Sonderburg - Aarhus.
1945 März 15.: Vs 417/DOROTHEA - 8. Sicherungsflottille,8. Sicherungsdivision (Abgezweigt truppendienstlich unterstellt).
Sep. 20.: An Eigentümer zurückgegeben.
1946: Fischlogger aufgelegt.
1949 Juni 01.: Neues Unterscheidungssignal DCEJ.
1951 Feb. 00.: Verkauft an N. A. Johansson aus Fisketången (Schweden). Umgebaut zum Fracht- und Fischereiboot. Neu vermeßen: 128.00 BRT / 69.00 NRT / 175.00 tdw., Abmeßungen: 38.29 x 7.00 x 3.28 m. Eingebaut ein 6-zyl. 4-takt - Bergbolagen AB, Lindesberg (210 PS) Dieselmotor. Umbenannt in NORDKAP (SFUQ), Als Fischereifahrzeug registriert. Heimathafen Fisketången.
1953: Verkauft an Johan Oscar Johansson, Fisketången (PR). Neu vermeßen: 138.00 BRT / 69.00 NRT / 175.00 tdw.
1962: Verkauft an Tord Erik Harald Lanner, Västervik (PR). Umbenannt in HAMNÖ. Heimathafen Västervik.
1969: Verkauft für 35.000 Skr an Ing. Jens Anders Månsson, Norrköping. Registriert als Frachtschiff.
1972: Verkauft für 25.000 Skr an Per Olof Seman, Enskede/Stockholm (PR). Umgebaut zum Segelschiff. Umbenannt in NORDKAP. Heimathafen Stockholm (acc. to LR Enskede).
1978: Verkauft an Eurabia Shipping Agency Ltd., Enskede/Stockholm.
1985: Verkauft an Nils Pettersson (PR), Enskede/Stockholm.
1989: Segelboot NORDKAP (Bermuda ketch) Eigner: Kristina Häggström, Stockholm. Neu Vermeßen: 99.00 BRT / 29.00 NRT. Abmeßungen: 35.50 x (29.21) x 6.51 x 3.35 m. Segelfläche: 500 m². Hilfsantrieb: ein 290 PS - Caterpillar Inc., Peoria/US-IL Dieselmotor.
1992: Teilnahme an der Columbus Regatta.
1997: Eigner Kristina Anna Robberts (Im Nachtrag des LR 1996/97 gestrichen, da unter 100 BRT).
2010 Nov. 00.: Sollte an Mikko Karvonen, Helsinki (Finnland) -Eigner von JOANA SATURNA- verkauft werden (Kauft nicht vollzogen).
2013 Jan. 01.: Im Register eingetragen: Charter-Segelmotorschiff NORDKAP (SFUQ), Eigner: Nils Pettersson, Stockholm & Stieg Linderholm, Grangärde. Heimathafen Stockholm.
2014 Okt. 31.: Eigner Stieg Linderholm, Grangärde & Stefan Wahlström (Skepp och Koj AB), Åkersberga. Heimathafen Åkersberga.
1:Erich Gröner- Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 Bände 1 bis 8
8:Amtliche Liste der Deutschen Seeschiffe mit Unterscheidungssignalen als Anhang zum Internationalen Signalbuch 1938, 1939 und Anhang
14:Archiv Theodor Dorgeist
47:Archiv Christoph Fatz
48:Deutscher Fischerei- Almanach 1939
67:Tham Körner -- European Logger Project
Eingefügt am : 22.03.2016
Eingefügt von : Christoph Fatz
Letzte Änderung : 02.11.2025
Geändert von : Thomas Weis
Änderung : -22.03.2016 Christoph Fatz, Datensatz eingestellt
-22.03.2016 J.-G. Notholt, Dokument 1 eingestellt
-29.03.2016 Christoph Fatz, eingefügt: 10.05.40