ANGELBURG



Name : ANGELBURG
Schiffstyp : Frachter
Bauwerft : Öresundsvarvet A/B, Landskrona
Baunummer : 50
Baujahr : 1938
Stapellauf : 04.06.1938
Besitzer : Fruchtreederei Harald Schuldt & Co. KG., Hamburg
Unterscheidungssignal : DJZU


Größe : 3069 BRT
Größe : 1714 NRT
Länge : 102,51 m
Breite : 13,94 m
Tiefgang : 4,50 m
Leistung : 4450 PSe 16,0 kn
Motortyp : Dieselmotor
Besatzung : 40
Passagiere : -
Staffel : -
Erfassung für Weserübung : 12.04.1940
Abgangshafen : Frederikshaven
Ausgelaufen : 13.04.1940
Bestimmungshafen : Oslo
Angekommen : 14.04.1940
Ende des Einsatzes : 08.05.1940
Rückgabe an Reederei : nein
Andere KM-Verwendung : ja
1938,Sep. 24.: Als Kühlschiff VIATOR (LJYG) an norwegische Reederei Skibs A/S Viator (C. H. Sørensen & Sønner) Arendal, abgeliefert. Vermeßen mit: 3069 BRT / 1714 NRT / ? tdw. Antrieb: ein 9-zyl. 2-takt - Burmeister & Wain Maskin- & Skibsbyggerei A/S, Kopenhagen (4450 PS) Dieselmotor. Heimathafen Hamburg.
1939,April 19.: Angekauft von Harald Schuldt, Hamburg
April 21.: Als ANGELBURG (DJZU) registriert.
Juli 10.: An Fruchtreederei Harald Schuldt & Co. KG., Hamburg.
Aug. 04. - 24.: Santos - Hamburg.
Sep. 25.: Erfaßt durch KMD Hamburg (00:00 Uhr).
Sep. 25.: Beischiff/Zielschiff für Ubootausbildung in Warnemünde.
1940,April 12.: Erfaßt als Schnelltransporter nach Südnorwegen.
April 13.: 1. Mannschaftstransport (2000 Heeressoldaten) mit ANGELBURG, AHRENSBURG, U-Boot Tender SAAR gesichert durch Torpedoboote aus Frederikshaven nach Oslo ausgelaufen.
April 14.: Geleitzug in Oslo eingelaufen.
April 15.: ANGELBURG und U-Boottender SAAR gesichert durch T-Boote von Frederikshaven nach Oslo um 14:18 Uhr im Skagerrak von brit. U-Boot SHARK mit fünf Torpedos angegriffen. Die SAAR konnte den Torpedos ausweichen die wahrscheinlich auf Schnelltransporter ANGELBURG geschoßen waren.
April 18.: Dampfer ANGELBURG und Torpedoboote mit 950 Mann in Larvik eingelaufen.
Mai 05.: Truppentransporter ANGELBURG und AHRENSBURG an Frederikshavn.
Mai 08.: Truppentransporter ANGELBURG und AHRENSBURG an Frederikshavn.
Mai 09.: Zielschiff für 24.U-Bootflottille im Memel.
Mai 11.: ANGELBURG und AHRENSBURG in Frederikshavn gemeldet.
1941,Nov. 11.: Während einer nächtlichen Schießübung in der Ostsee vor Memel kollidiert ANGELBURG mit U 580 (Obltn. Hans-Günther Kuhlmann). Das schwer beschädigte U-Boot sinkt. 12 Tote. U 580 wird nicht gehoben.
1944,Feb. 28.: Adm. KMD Hamburg (12:00 Uhr).
Juni 13.: ANGELBURG Außerdienst gestelt und von der 24. U-Flottille an die KMD-Danzig für die KMD-Hamburg zwecks Rückbau zum Kühlschiff übergeben.
Juni 16.: In Kiel Umbau zum Kühlschiff.
1944, Juli/Aug.: Memel - Pillau - Danzig - Gotenhafen. Im ersten großen Flüchtlingstransport aus einem deutschen Ostseehafen evakuieren ANGELBURG, GOYA, HEINZ HORN, LECH, MESSINA, NORDLAND, WEILHEIM, WEGA und WOLTA Ende Juli bis Mitte August ca. 50000 Menschen aus Memelland.
1945,Jan. 28.: ANGELBURG aus Danzig ausgelaufen, soll (aus Gotenhafen) 1200 Werftarbeiter abholen (Lt. Tagebuch Korvettenkapitän Gert Eschricht).
Feb. 00.: Danzig - Flensburg.
Mai 07.: Frachter im Flensburger Hafen gemeldet.
Juni 04.: ANGELBURG in Flensburger Förde als Unterbringung für Verwundete.
Sep. 13.: An Wilhelmshaven.
Sep. 25.: In London an Großbritanien ausgeliefert Ministry of War Transport (mgrs. Kaye, Son & Co., Ltd.). Umbenannt EMPIRE WHARFE.
Okt. 06.: In Grangemouth an die Reederei Kaye, Son & Co. Ltd, London übergeben.
1946,April 00.: Ministry of Transport.
Nov. 27.: Vom Prisenhof London als gute Prise eingezogen.
Dez. 31.: Auf Reise Garston - Kamerun mit Bananen vor Lagos Brand im Maschinenraum, welcher auf die Laderäume übergriff.
1947,Jan. 02.: An Lagos im Schlepp und auf Grund gesetzt bei Badagry Creek. Laderäume und Maschinenraum unter Wasser.
Jan. 06.: Frachter geborgen, repariert und verkauft.
Sep. 25.: Verkauft an Elders & Fyffes Ltd., London. Umbenannt in ZENT. Der Verkauf wurde schon für November 1946 gemeldet und vorgesehen war der Name JAMAICA. Heimathafen London.
1962,Juli 02.: An Brügge im Schlepp durch belgischen Schlepper ST OCEAN BULL zum Abbruch bei Van Heyghen Freres.
1:Erich Gröner- Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 Bände 1 bis 8
2:Hans Jürgen Abert - Die deutsche Handelsmarine 1870 bis 2000 Ratzeburg 2002
3:Nachlass Cai Boie Ausarbeitung - "Weserübung"
4:Nachlass Gerhard Koop - "Weserübung"
5:Schell / Starke: Register of Merchant Ships Completed in 1880 bis 1939
6:Gerd Uwe Detlefsen Die Deutschen Reedereien Band 1 bis 44
8:Amtliche Liste der Deutschen Seeschiffe mit Unterscheidungssignalen als Anhang zum Internationalen Signalbuch 1938, 1939 und Anhang
9:Akten des Kriegsschädenamtes für die Seeschiffahrt (Hamburg und Bremen)
10:Erfassungslisten der KMD Hamburg
11:Transporterliste der KMD Hamburg
12:Bestand R 147 Reichskommissars für die Seeschiffahrt
14:Archiv Theodor Dorgeist
16:Germanischer Lloyd Register1918 bis 1966
29:E. Gröner - Tachenbuch der Handelsflotten 1940 und 1942
43:K. H. Schwadtke Die deutsche Handelsflotte und ihr Schicksal 1939; Hamburg 1953
Eingefügt am : 13.10.2012
Eingefügt von : Christoph Fatz
Letzte Änderung : 24.06.2016
Geändert von : Christoph Fatz
Änderung : -13.10.2012 Christoph Fatz- Datensatz eingestellt
-15.05.2013 Christoph Fatz, neu 18.04.40 + 20.04.40 und Quellenangabe
-07.07.2013 Christoph Fatz, ergänzt: Erfaßt am 25.09.1939, eingefügt: 28.02.1944
-04.09.2013 Christoph Fatz, Textkorrektur
-05.09.2013 Christoph Fatz, ergänzt: 14.04.40
-04.06.2014 Christoph Fatz, eingefügt: 05.05./08.05./11.05.40
-25.09.2014 T. Reich Bilder 1-3 eingefügt
-02.02.2016 Christoph Fatz, Textkorrektur + 28.01.45
-24.06.2016 Christoph Fatz, eingefügt: 15.04.40