Gehörte zu brit. I.Weltkrieg J-Typ Standard Frachtern.
1919 März 15: Als WAR SABLE vom Stapel für The Shipping Controller in London; während der Ausrüstung verkauft.
1919 Mai 00: An britische Reederei Johnston Line Ltd., Liverpool (mgrs. Furness, Withy & Co. Ltd.) als GALTYMORE abgeliefert. Vermeßen mit: 4611 BRT / 2784 NRT / 7569 tdw. Antrieb: eine 3-zyl. 3-fach Exp. Dampfmaschine - Rankin & Blackmore Ltd., Greenock. Heimathafen Liverpool.
1922 März 15.: Dampfer von Halifax nach London ausgelaufen.
1925 Okt. 26.: Dampfer GALTYMORE vor Philadelphia (USA) aufgelaufen.
Okt. 29.: Dampfer mit Schlepperhilfe wieder flott.
1929 Jan. 19.: An Deutsche Tankreederei AG, Hamburg, (mgrs. Max Mörck). Umbenannt in LISA (RHDK).
1929 Juli 01.: Umbenannt in TAUNUS.
1929 Juli 06.: Durch die Übernahme der Deutsche Tankreederei AG an Hamburg-Amerika Linie (HAPAG).
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DHXK.
1935 Mai 02.: Als Bareboatverchartert an die HSDG.
1936 Juni 30.: Verkauft an Hamburg-Südamerikanische Dampfschiff-Gesellschaft (HSDG).
1937 Nov. 25.: Umbenannt in CORDOBA.
1939 Aug. 05.: Von Paranagua nach Hamburg ausgelaufen.
1939 Aug. 26.: Nach erhalt der Warnnachricht Vigo eingelaufen. Schon während der Fahrt nach Vigo Zeitweise als jugoslawischer Dampfer DUBA getarnt.
1939 Sep. 16.: An Deutsche Reederei GmbH., Hamburg.
1939 Nov. 11.: Um 20:00 Uhr aus Vigo nach Hamburg ausgelaufen. Wieder als DUBA getarnt.
1939 Nov. 28.: An Narvik
1939 Dez. 12.: An Hamburg.
1940 März 00.: Erfaßt von KMD-Hamburg (00:00 Uhr) für das Unternehmen "Weserübung". Transporter der 3.Seetransportstaffel.
1940 April 01./05.: In Kiel.
1940 April 06.: Abends beginnt Einschiffung von Truppen und Geräten.
1940 April 07.: Um 7:30 Uhr CORDOBA und CAMPINAS aus Kiel ausgelaufen. Mit Kriegsschiffgruppe 7: Linienschiff SCHLESWIG-HOLSTEIN, Versuchsboote CLAUS VON BEVERN, NAUTILUS, PELIKAN, B.S.O.-Schulflottille mit 6 ex. Fischdampfern HAGEN, HILDEBRAND, HUGIN, MUNIN, ODIN, VOLKER und 2 Marineschleppern FÖHN und TAJFUN nach Korsör und Nyborg.
1940 April 09.: An Nyborg.
1940 April 10.: Durch Kaiser-Wilhelm-Kanal westwärts.
1940 April 15.: Dampfer CORDOBA und CAMPINAS mit Ladung für Luftwaffe Vormittags von Swinemünde nach Aalborg und Oslo ausgelaufen.
1940 April 20.: Dampfer von Halsbarre bis Frederikshavn unter Geleitschutz von V 306 und V 307. Vor Frederikshavn transporter an 1. M-Fltl. übergeben.
1940 April 21.: An Oslo.
1940 April 22.: Aus Oslo ausgelaufen.
1940 April 28.: An Oslo.
1940 Mai 01.: Dampfer in Aalborg um 10:30 Uhr verholen unter Lotsenführung und Schlepperhilfe.
1940 Mai 02.: Um 07:00 Uhr begonnen mit dem Laden um 13:30 Uhr Beladung beendet (1. und 2. Komp. der mot. Geb.Abt.67. mit 244 Mann und 63 Fahrzeugen). Zwei Spritsch von Gerät Nr.5 an Dampfer CAMPINAS abgegeben. Um 18:16 Uhr warfen los und holren mit Schlepperhilfe von Pier. Um 21:31 Uhr von T 110 einen Signalgast übernommen. Um 21:40 Uhr CAMPINAS, CORDOBA, HANS RICKMERS und LEUNA gesichert durch Torpedoboot T 110 (Führung), FALKE, T 151, F 8 (Bb.-Sicherung), JAGUAR, T 153, F 5 (Stb.-Sicherung) und T 107 (Achtere Sicherung) sammelt östlich Halsbarre Leuchtturm zum Geleitzug nach Oslo. Erste Rotte: CAMPINAS, CORDOBA. Zweite Rotte: LEUNA, HANS RICKMERS.
1940 Mai 03.: Um 01:52 Uhr Geleitzug Ankert vor Frederikshavn. Um 04:45 Uhr Anker auf, Geleitzug setzt die Reise fort. Um 20:43 Uhr passieren "Blücher-Boie" mit Front nach Backbord, Mannschaft und Truppe erweist Ehrenbezeugung. Um 21:00 Uhr Geleitzug entlassen. Dampfer um 22:30 Uhr mit Bb.-seite gut und sicher fest am Kai in Oslo.
1940 Mai 04.: Ab 01:00 Uhr wiederholter Fliegeralarm, Tiefangriffe auf Hafen und Flugplatz. Die Bord-Flak beteiligte sich am Abwehrkampf. Von 07:00-12:00 Uhr Ladung gelöscht und Truppen gelandet. Um 15:10 Uhr unter Lotsenführung und Schlepperhilfe zum Lysackerfjord verholt.
1940 Mai 05.: CORDOBA um 04:45 Uhr nach Stettin ausgelaufen. Da die Rückreise nach Stettin durch die schwedischen Schären befohlen war, bleiben alle Marinesoldaten unter Deck. Die MG's wurden gebrauchsunfähig gemacht und die ausgebauten Teile samt Munition unter Deck verstaut. Um 11:40 Uhr schwedischer Kontrollofizier an Bord, um 11:55 Uhr Ankern auf Reede vor Strömstad (auf Reede liegen weitere deutsche Dampfer ANHALT, SANTOS, NATAL und CURITYBA). Die Funkanlage wird versiegelt. Um 14:55 Uhr 3 Marineoffiziere, 2 Unteroffiziere und 2 Marinesoldaten an Bord. Das Schiff wurde 4 Stunden genau durchsucht. Bei der Durchsuchung des Schiffes wurden die Fla-Waffen und Munition gefunden und somit "Das Befahren schwedischer Hoheitsgewässer (Schären) verboten". Um 15:50 Uhr schwedische Marineangehörige von Bord. Um 16:00 Uhr Anker auf und unter Lotsenführung nach Fredrikstad. Um 17:30 Uhr Fredrikstad-Reede erreicht. In der nähe auf Reede Dampfer ANHALT, SANTOS, NATAL und CURITYBA denen die Durchfahrt durch schwedischen Schären auch Verboten worden war. Nach Verständigung mit den Kapitän des Dampfers SANTOS Schenk, wurde von diesem telefonische Meldung über Durchfahrverbot und die Rückkehr nach Fredrikstad an den Hafenkommandanten Oberf.z.See Zorn zur weitergabe an KMD-Oslo KKpt. Lehmann vorgenommen. Die Fla-Waffen wurden in Gebrauchzustand gebracht und Reichsdienstflagge gesetzt.
1940 Mai 06.: Um 13:00 Uhr Oberf.z.See Zorn an Bord mit der Order von KMD-Oslo: Auf der Reede liegen bleiben und weitere Befehle abwarten.
1940 Mai 08.: CORDOBA um 04:20 Uhr Reise durch schwedische Schären nach Stettin angetreten (KMD-Oslo Bekanntmachung: 1. Durchfahrt durch schwedisches Schärenfahrwasser auch für mit Fla-Waffen ausgerüstete Schiffe ist entgültig freigegeben. 2. Bei der Durchfahrt durch schwedisches Hoheitsgebiet haben sich die an Bord befindlichen Soldaten unter Deck aufzuhalten. 3. Für die Rückfahrt von Oslo ab, bis zum Verlassen schwedischen Hoheitsgebietes ist die Handelsflagge und nicht die Reichsdienstflagge zu setzen). Um 07:00 Uhr vor Strömstad Anweisung durch schwedischen Marine vor Anker zu gehen und die Funkanntene wegzunehmen. Um 08:00 Uhr schwedische Kontrollofiziere an Bord. Auf Anordnung werden die beiden MG's und das Flak 2,0cm/C30 mit der gesamten Munition, 5 Gewehre und 9 Pistolen unter Verschluß genommen und versiegelt. Um 08:30 Uhr ein weiter Marineofizier und 2 bewaffnete Matrosen an Bord. Funkstation versiegelt. Um 08:45 Uhr Dampfer nach Einsicht der Schiffspapiere abgefertigt. Zwei bewaffnete schwedische Matrosen bleiben an Bord. Um 10:06 Uhr Lotse an Bord. Signal von schwedischen Wachboot sofort Anker lichten. Um 13:07 Uhr beide Marinesoldaten verlassen das Schiff. Um 15:05 Uhr Stoppen und warten vor Lysekil. Um 15:10 Uhr Lotse an Bord. Der Lotse verweigert zunächst das Lotsen ohne Begleitboot. Nach Verhandlungen über die Weiterfahrt übernimmt er das Weiterlotsen bis Paternoster. Um 20:58 Uhr wegen dichten Nebel stoppen die Maschinen und suchen durch lotungen Ankerplatz auf.
1940 Mai 09.: Um 05:12 Uhr verlassen das Ankerplatz. Von 07:03-07:38 Uhr Stoppen und warten auf Lotsen, da kein Lotse kommt bleibt Lotse aus Vinga an Bord. Um 07:38 Uhr dampfen weiter nach Holmstedt. Um 11:10 Uhr Lotsen wechsel bei Holmstad. Um 18:35 Uhr Dampfer gestoppt, schwedische Marine durchsucht das Schiff, Siegel gelöst. Um 18:53 Uhr Dampfer zur Weiterfahrt frei gegeben. Um 20:00 Uhr Drodgen-Sund setzen Reichsdienstflagge und montieren Fla-Waffen. Um 21:40 Uhr Stoppen bei Sperrlotsendampfer und warten bis Lotse kommt. Um 23:18 Uhr fahren weiter im Geleit des Lotsendampfer durch die Minensperre.
1940 Mai 10.: Um 00:40 Uhr Minensperre passiert. Um 09:05 Uhr Stoppen vor Swinemünder-Sperre und warten auf Lotsen. Um 09:45 Uhr Swinemünde passiert. Um 13:00 Uhr CORDOBA erreicht Stettin, Schlepper vorn; 14:15 Uhr Dampfer fest am Kai in Freihafen.
1940 Mai 21.: In Hamburg an die Reederei zurück gegeben.
1940 Aug. 19.: Neu erfaßt (00:00 Uhr) für das Unternehmen "Seelöwe". Kennung H 42.
1940 Sep. 11.: CORDOBA vor Le Havre durch einen Minentreffer schwer beschädigt. Das Schiff wurde nach Le Havre geschleppt, wo es an der Pier sank. Wrack geborgen jedoch nicht repariert. Verlust des Dampfers ist eine direkte folge der Luftangriffe des RAF auf die Sammelhäfen für Operation "Seelöwe" dabei werden auch deutsche, niederländische und französische Küstengewässer mit Luftminen verseucht.
1944 Aug. 23.: In Le Havre beim Rückzug als Hafensperre gesprengt und versenkt.
1946 März: Von den Franzosen gehoben und abgebrochen.