1908 Mai 00.: An die Reederei Leerer Heringsfischerei AG., Leer als ELLA (KJSP) abgeliefert. Vermeßen mit 166 BRT / 86 NRT / 156 tdw. Antrieb: eine 2-zyl. Compound Dampfmaschine - Christiansen & Meyer, Harburg. Heimathafen Leer. Fischereikennzeichen AL 11.
1915: An die Kaiserliche Marine, Einsatz bei I.U-Such Halbflottille, Kennung Q/A.S. 14a und später Q/A.S. 35a.
1915 Dez. 12.: Netzreparaturlogger beim Netzsperrverband Ostsee (N.V.O).
1918,Dez. 16.: An die Reederei Leerer Heringsfischerei AG. zurückgegeben.
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DFWW.
1940 April 12./17.: Erfaßt durch KMD-Bremen (00:00 Uhr). Für Nordtransporte werden sämtliche Logger in Vegesack, Leer und Emden erfaßt (53 Logger).
1940 April 17.: Hafenschutzboot H 7/ELLA, Station Nord.
1940 April 18.: Es treffen die ersten Logger in Kieler Olimpiahafen ein.
1940 April 20.: Vorbereitungsarbeiten für die Benutzung von Loggern als Nachschubschiffe.
1940 April 21.: Logger beladung beginnt.
1940 April 23.: Während die alten Logger noch laden, treffen wieder neue Logger in Kiel ein.
1940 April 24.: Ferngespräch mit Kpt.z.S. Feldbauch, Leiter der KMD-Bremen, wegen der mangelhafter Ausrüstung der Emder und Leerer Logger. Dieser Logger befanden sich in einem geradezu furchbaren Zustand. Es fehlte an Ausrüstung und die ganzen Verhältnisse an Bord waren derart, daß man sich kaum einen Begriff davon machen kann, wenn man nicht selbst an Bord gewesen ist.
1940 April 26.: Der bisherige Liegeplatz der Logger im inneren Hafen wird nach den Liegeplatz der Firma Zerssen in KWK verlegt.
1940 April 27.: Der Unterabschnittsleiter der Auslandsorganisation Gruppe Seefahrt, Pg. (Parteigenosse) Nissen, spricht bei KMD-Zweigstelle Kiel vor, um sich mit Leiter über die sozialen Verhältnisse auf den Loggern zu besprechen, da ihm Klagen hierüber gekommen sind. Diese Klagen erstrecken sich ausschliesslich auf die Emder und Leerer Logger. Pg. Nissen will parteiamtlich eine Untersuchung der sozialen Verhältnisse bei den in Frage kommenden Reedereien veranlassen.
1940 April 29.: Verschiedene Logger ausgelaufen. Umbau der Logger zu Minensuchbooten wegen allgemeiner Ungeeignetheit beanstandet. Sie sollten alle Fracht fahren.
1940 Mai 03./09. Mai.: Verschiedene Logger mit Nachschub ausgelaufen bzw. laufen die ersten Transportlogger, die Nachschub gefahren hatten wieder in Kiel ein.
1940 Mai 15.: Mit Munition in Oslo eingelaufen, Unternehmen "Weserübung".
1940 Juni 06.: Emder und Leerer Logger aus dem Bereich der KMD-Zweigstelle Kiel nach erfolgten Umbau und Ausrüstung entlassen. Es bestanden zu Anfang Zweifeln bei den Fachstellen, ob sich die Logger, die im Durchschnitt 6,0-7,0 knoten Laufen, aber sehr seetüchtig sind, für Minensuchzwecke Überhaupt eignen. Nach einigen Hin- und Her wurde dann doch entschieden, daß ein Teil der Logger für solche Zwecke umgebaut werden sollte. Dies war nicht vorgesehen.
1941 März 20.: SPERRWACHSCHIFF 3 beim Sperrkommandanten Westliche Ostsee.
1941 Juni 01.: WACHBOOT 9/ELLA - Wachflottille Warnemünde.
1942 Nov. 14.: In Kiel nach Instandsetzungsarbeiten neu i.D. gestellt als Küstenschutzboot DWo 77 bei der Küstenschutzflottille Westliche Ostsee/Hafenschutzflottille.
1943 Okt. 01.: Vorpostensicherungsboot/Sperrwachschiff Vs 166/ELLA - 1. Sicherungsflottille (Hervorgegangen aus der Küstenschutzflottille westliche Ostsee - DWo). Einsatzgebiet: Warnemünde - Westliche Ostseeküste.
1944 Jan. 01.: Vs 129/ELLA - 1. Sicherungsflottille, D - Gruppe, Flensburg.
1945 Aug. 16.: An die Eigentümer zurückgegeben, von TMMC nicht erfaßt, durfte behalten werden, ELLA (AL 11).
1952: Verkauft an Albert de Boer & C. Uphoff aus Leer und bei Diedrich in Oldersum zum Küstenmotorboot umgebaut. Neu vermeßen: 271 BRT / 131 NRT / 370 tdw., 38.29 x 7.00 x 3.28 m. Eingebaut ein 6-zyl. 4-takt - Hamburger Motoren-Fabrik Carl Jastram, Hamburg-Bergedorf (180 PS) Dieselmotor. Umbenannt in LEDINGERLAND.
1954: Albert de Boer & Dierk Uphoff, Leer.
1956: Wird ein neuer 4-zyl. 2-takt - MODAAG, Motorenfabrik Darmstadt A.G., Darmstadt (220 PS) Dieselmotor eingebaut.
1958: Verkauft an Hermann Stutz, Leer.
1959: Hermann Stutz, Bremen (korr.Ber.: D. Oltmann). Umbenannt in HESTEDT.
1964: Hermann Stutz, Bremen.
1967: Helmut Ahlering, Bremen (korr.Ber.: D. Oltmann).
1968: Zwengsversteigert an Walter Stutz aus Bremen (Korr.Ber.: D. Oltmann).
1970: Zum Abbruch verkauft.