1911,Juni 12.: An die Reederei Geestemünder Hochsee- und Heringsfischerei AG., Geestemünde, als ADOLF (KRSQ) abgeliefert. Vermeßen mit 146.00 BRT / 68.00 NRT / 138.00 tdw. Antrieb: eine 2-zyl. Compound Dampfmaschine - Ottensener Maschinen Fabrik, Altona. Heimathafen Geestemünde. Fischereikennzeichen PG 159.
1915,Okt. 27.: An die Kaiserliche Marine, Einsatz bei I. U-Such Halbflottille.
1918,Feb. 15.: An Eigentümer zurückgegeben.
1919: An G. Richardson Hochsee- und Heringsfischererei, Geestemünde.
1923; An Deutsche Fischerei AG, Geestemünde.
1924 Aug. 00.: Heimathafen Wesermünde.
1928 Juli 20.: An Deutsche Heringsfischerei GmbH, Wesermünde.
1931 Okt. 12.: An Bremen-Vegesacker Fischerei-Gesellschaft, Vegesack. Heimathafen Vegesack. Fischereikennzeichen BV 25.
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DEWL.
1939 Juni 15.: In Lerwick, Schottland.
1940 April 12.: Erfaßt durch KMD-Bremen (00:00 Uhr), für Loggereinsatz Nord.Teilnahme an Unternehmen "Weserübung".
1940 April 15.: ADOLF (Kpt. Wilhelm Schoppmann, Mat Karl Kreft, Mech. Friedrich Aumann, Heizer Friedrich Rösner) von Vegesack nach Kiel ausgelaufen.
1940 April 18.: Es treffen die ersten Logger in Kieler Olimpiahafen ein.
1940 April 20.: Vorbereitungsarbeiten für die Benutzung von Loggern als Nachschubschiffe.
1940 April 21.: Logger beladung beginnt.
1940 April 23.: Während die alten Logger noch laden, treffen wieder neue Logger in Kiel ein.
1940 April 26.: Der bisherige Liegeplatz der Logger im inneren Hafen wird nach den Liegeplatz der Firma Zerssen in KWK verlegt.
1940 April 29.: Verschiedene Logger ausgelaufen. Umbau der Logger zu Minensuchbooten wegen allgemeiner Ungeeignetheit beanstandet. Sie sollten alle Fracht fahren.
1940 April 00: Mit Munition nach Norwegen ausgelaufen. Unternehmen "Weserübung".
1940 Mai 03./09.: Verschiedene Logger mit Nachschub ausgelaufen bzw. laufen die ersten Transportlogger, die Nachschub gefahren hatten wieder in Kiel ein.
1940 Mai 10.: Logger WELLGUNDE (BV 1), GÜNTHER (BV 6), HAGEN (BV 7), ADOLF (BV 25), LUISE (BV 32), KRANICH (BV 44), STIEGLITZ (BV 50), HILDBURG (AL 24), LEER (AE 3), FORTUNA (AE 84), DOROTHEA (AE 96) und MÜNSTER (AE 115) mit Munition und Ausrüstung in Oslo eingelaufen.
1940 Mai 22.: 7 Fischlogger unter Reichsdienstflagge aus Oslo über Stavanger kommend, treffen um 16:30 Uhr mit Proviant (6) und Munition (1) für die 69. Division in Bergen ein. Da ihre Verwendung für Bombentransport nach Trondheim wie auch Vorposten- und Minensuchdienst nicht in Frage kommt, werden sie nach Odda und Stangfjord zur Übernahme von Aluminium und Edelmetallen geleitet. Die Logger sind nur vorübergehend von Gruppe Ost entliehen worden.
1940 Mai 26.: Logger ADOLF (BV 25), FORTUNA (AE 7) und LEER (AE 3) um 18:30 Uhr aus Bergen nach Høyangerwerk in Sognefjord um Alluminium zu laden.
1940 Mai 28.: 9 Logger* ALK (BV 48), ADOLF (BV 25), FORTUNA (AE 7), GÜNTHER (BV 6), IBIS (BV 57), KRANICH (BV 44), LEER (AE 3), MÜNSTER (AE 115), STIEGLITZ (BV 50) auf dem Marsch nach Stavanger. Um 14:25 Uhr drei von ihnen in Undelandsund (Insel Sandøy) von einem brit. Flugzeug mit 5 Brandbomben angegriffen. Kein Schaden.
1940 Mai 29.: Logger von Bergen kommend in Stavanger eingelaufen.
1940 Mai 30.: Logger laufen um 11:00 Uhr aus Stavanger nach Süden aus. Um 21:00 Uhr kommt die Meldung, daß die Logger von britischen Flugzeug beschossen wurden (3 leicht Verletzte), und in Egersund Geleit abwarten. Die 11. Vp.-Flottille erhält den Befehl, mit einer Rotte am 31.05. die Logger nach Kristiansand zu Geleiten.
1940 Juni 02.: ADOLF mit Ladung in Oslo eingelaufen.
1940 Juni 00.: Nach Rückkehr des Schiffes der Kriegsmarine-Werft Kiel als Taucherfahrzeug zugewiesen.
1941 Okt. 01.: Taucherfahrzeug für Torpedo-Erprobungskommando Gotenhafen.
1943 Okt. 01.: Taucherfahrzeug in Marinearsenal Kiel.
1945 Mai 10.: Marine Bergung & Seenotdienst Kommando.
1945 Sep. 18.: In Vegesack um 12:00 Uhr an Eigentümer zurückgegeben.
1948: Verkauft an Conrad Lühring, Kirchhammelwarden. Wird erste Motor eingebaut: RV6M536, 4s6c - KHD Klöckner-Humboldt-Deutz AG., Köln (220 PS) Dieselmotor (Baujahr 1947).
1949,Juni 00.: Neues Unterscheidungssignal DDMT.
1950: Für Schleppnetzfischerei stärkere Motor, ein ?s?c - KHD Klöckner-Humboldt-Deutz AG., Köln (300 PS) Dieselmotor eingebaut.
1951 Aug. 13.: Rettet in der Nordsee 9 schiffsbrüchige (7 norwegische Seeleute, 1 norwegische Frau und einen französichen Passagier).
1955 Juli 01.: An Lerwick Herings-Ladung an die mv ASSEL.
1955 Juli 02.: Aus Lerwick ausgelaufen.
1956 Juli 28.: Ausgelaufen aus Vegesack (Kpt. Ferdinand Kreft).
1956 Aug. 13.: Auf der Heimreise im schweren Sturm (Pos. 56.40 N 00.35 O), etwa 85 sm östlich Montrose gesunken mit der Gesamten Besatzung (18 Seeleute)**. Andere Quellen: Teufelshöhe in Pos. 56.35 N / 00.35 O.
Bemerkung:
*Am 13.05.1940 von Oslo kommend, liefen um 13:40 Uhr in Bergen zwei nicht namentlich genannte Fischlogger mit Torpedos (für Torpedobatterien in Åndalsness bestimmt) ein.
**Beim Auslaufen des Loggers am 28.07. aus Vegesack zur seiner dritten Fangfahrt dachte Kapitän Ferdinand Kreft nicht was für ein tragisches verlauf die Reise haben wird. Die Fahrt verlief bis zum 13.08. ruhig und die Fangmeldungen waren gut. Plözlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf die Nachricht übermittelt durch Norddeich Radio, daß die Frau des Kapitäns 28-jährige Rita Kreft, bei einem Autounfall in der Nähe von Nienburg getötet wurde, die beiden Kinder des Paares beim Unfall schwer verletzt sind nach Neustadt ins Krankenhaus gebracht. Außerdem an den Folgen des Unfalls, starben der Bruder von Frau Kreft und ihre Schwester. Die Familie wollte ihren Geburtsort Niederwöhren besuchen. Von der Familientragödie getroffen, bat Kapitän Kreft die Reederei die Reise abbrechen zu dürfen und nach Vegesack zurück zu kehren. Die Reederei erteilte unverzüglich Erlaubnis zur Rückkehr. Nun traf das Schicksal zum zweiten Mal. Am Nachmittag stieg der Wind in der Doggerbank mehr und mehr, am Abend gaben die Wetterstationen dringende Wetterwarnungen, daß es bereits eine Stärke 8 bis 9 und örtlich sogar 10 erreicht hat. Am Abend meldet Kapitän Kreft per Funk, daß Achterschiff durch schwere Sturzsee beschädigt ist und Logger eine große Schlagseite bekam. Kurz danach um 18:45 Uhr wird ein SOS-Notruf abgesetzt (die Nachricht über den Notruf erreichte Vegesack um 21:10 Uhr) zwei Minuten nach dem SOS-Notruf riß der Funkkontakt mit dem Logger entgültig ab (Meldung vom Fischereiforschungsschiff ANTON DOHRN der an der Ausfahrt nach Spitzbergen war).