Marinefährprahm MZ 714

  MZ 713
MZ 715  


Kennung : MZ 714
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : MZ-A
Bauwerft : Cantieri Riuniti del' Adriatico (CRDA) Monfalcone (Italien)
Baunummer : 1366
Stapellauf : 1942-06-10
Indienstgestellt : 17.06.1942
Bewaffnung : italienische Bewaffnung:[3]
-1-76/40,
-2-20/70


Marinefährprahm : Typ MZ-A
Verdrängung konstruktiv (t) : 140
Verdrängung maximal (t) : 239
Länge (m) : 47,00
Breite (m) : 6,50
Tiefgang leer (m) : 1,00
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : Dieselmotor von Officine Meccaniche di Milano (O.M.), Lizenzbau des Saurer BXD [1]
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 450
Geschwindigkeit leer (kn) : 11,0
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 1450/8
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/13
Ladefähigkeit : 65 t
- 00.04.1942 Kiellegung [3] Bauwerft: Cantieri Riuniti del' Adriatico (CRDA) Monfalcone
- 17.06.1942 Indienststellung, zur ital. Flotte [3]
- 21.-30.07.1942 Von Brindisi aus laufen MZ 701, MZ 702, MZ 704, MZ 708, MZ 714, MZ 720, MZ 752 und MZ 754 nach Afrika. Die 8 Prähme transportieren 54 t Nachschubgüter, 30,7 t Munition, 4,3 t Ersatzteile für Kraftfahrzeuge, 20 Panzer und 1 Traktor); Geleitschutz durch Torpedoboot Castore. Am 30. Juli 1942 erreicht das Geleit nach diversen Zwischenstopps Tobruk [7].
- August 1942 Nach Behebung des Havarieschadens folgt MZ 714 nach Marsa Matruk. Dort ergeht Befehl, im Konvoi mit anderen Motorprähmen nach Osten zu fahren. An Bord denkt man, dass der letzte Vorstoß nach Alexandria begonnen habe, doch nach ein paar Stunden wird der Konvoi von einem Schnellboot eingeholt, das per Megafon allen befiehlt, umzukehren. Kurz vor der Rückkunft in Marsa Matruk erfolgt ein Fliegerangriff mit Bordwaffen. MZ 714 erwidert das Feuer mit 2 Flakgeschützen und einer 76-mm-Kanone, mit der es gelingt. das Flugzeug abzuschießen [7]
- 21.08.1942 MZ 714 wird in Tobruk bei einem Luftangriff beschädigt, wobei ein Besatzungsmitglied, der Kanonier Leo Cappellaro, getötet wird.[7]
- 30./31.01.1943 MZ 714 läuft mit MZ 713 und MZ 754 von Trapani aus Richtung Susa . Am 31./12.30 Uhr treffen die Prähme auf einen kleinen Konvo mit dem deutschen Dampfer Lisboa (1799 BRT) und dem italienischen Torpedoboot Cigno auf dem Weg nach Susa. Die Motozatteri schließen sich dem Geleit an, um dessen Flugabwehr zu verstärken. Am Nachmittag entdeckt das brit. Unterseeboot P 46 (später Unruffled) das Geleit, greift an und versenkt die Lisboa. Wahrend Cigno die Verfolgung des Gegners aufnimmt, retten die Prähme die Überlebenden. Am 2. Februar erreichen sie Susa.[7]
- Mitte Februar 1943 wurde beschlossen, alle Motorlandungsboote, die in Afrika stationiert waren, nach Italien zurückzubringen und die Kommandos der 1. und 4. Motorlandungsboot-Flottille in Palermo zu vereinigen.[7]
- 16.02.1943 Die erste Gruppe, zu der neben MZ 714 mit dem Geleitführer an Bord MZ 733, 737, 739, 751 und 753 gehörten, verließ Sfax mit Ziel Trapani. Erste Station auf dem langen Weg war Hammamet, wo das Geleit einen Fliegerangriff abwehrte.[7]
- 18.02.1943 Am Mittag läuft der Verband von 6 MFP (von Sfax kommend) weiter in Richtung Tunis. Um 22.30 Uhr sinkt MZ 714 In stürmischer See durch Überflutung der Laderäume 10 sm vor Pantelleria. Im Zuge der Rettungsmaßnahmen geht auch MZ 739 durch Motorhavarie verloren. Die anderen MFP unterbrechen die Reise in Pantelleria und setzen sie am nächsten Morgen fort. Sie erreichen Tunis am Vormittag des 19.02.1943 [6]
- 18.02.1943 bei Pantelleria in Sturm gesunken [4]

Verlust am: 18.02.1943
Verlustort: bei Pantelleria; 10sm v. Pantelleria[4]
Verlustart: gesunken
Verlustursache: Seeschlag
Gegnernation: keine
Gegnertyp: keine
Zusammenfassung MFP – Wissensstand 1985 , erstellt von R.Kugler
[1] KTB Deutsches Marinekommando Italien
[2] Almanacco storico delle navi italiane 1865-1995
[3] www.archeologiaindustriale.it
[4] Verlustliste Achse - Archiv Th. Dorgeist
[5] ADM 223/48
[6] Difesa del Traffico con l'Africa Settentrionale Vol. VIII,p. 206
[7] https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2023/11/mz-714.html
Eingefügt am: 19.10.2007
Eingefügt von: Stefan Westermann
Letzte Änderung: 21.03.2026
Geändert von: Thomas Weis
Änderung: - 21.10.2007 Th. Dorgeist [1] in der Chronik eingefügt
- 24.04.2008 Th. Frömrich Bauwerft [2] eingetragen
- 27.12.2011 M. Goretzki: Baunummer, Stapellauf, In Dienststellung, Bewaffnung, Chronik gem. [3] ergänzt
- 02.09.2012 M. Goretzki: Redaktionelle Überarbeitung
- 04.09.2012 M. Goretzki: Verlustort gem. [4] ergänzt
- 22.07.2015 R. Stenzel: In Chronik [5] eingefügt
- 21.03.2026 T. Weis: Chronik gem. [6][7] ergänzt.