M 1097 Laboe



Epoche : Deutsche Marine
Kennung : M 1097 Laboe
Funktion : Minensuchboot
Schiffstyp : Klasse 343 / Klasse 333
Auftraggeber : Bundesmarine
Bauwerft : Kröger-Werft, Rendsburg
Baunummer : 3543 // 13543
Baubeginn : 00.00.1987
Stapellauf : 13.09.1988
Indienststellung : 07.12.1989
Ausserdienststellung : 28.03.2012 aD
Verbleib : Auflieger, Marinearsenal Wilhelmshaven


Verdrängung (max. t): 590
Länge (m) : 54,40
Breite (m) : 9,20
Tiefgang (m) : 2,60
Seitenhoehe (m) : 6,44
Antrieb Anzahl : 2
Antrieb Typ : MTU 16zyl. 4takt 538 TB 91 DM mit Verstellpropellern
Schrauben Anzahl : 2x 5-flügelig
Schrauben ⌀ : 1,90
Maschinenleistung Gesamt : 4080 kw
Geschwindigkeit : 18 kn
Treibstoffvorrat : 60,29 cbm Öl
Besatzung : 5,35
Bewaffnung : 2x 40mm/L70
2x Flugkörper-Ausstoßgeräte "Fliegerfaust 2"
1x Düppel-Ausstoßgerät "Wolke"
2x Täuschkörper-Ausstoßgeräte "Hot Dog"
4x Gleise 68,20m für 60 Minen
Räumausrüstung : 2 Minenjagddrohnen "Pinguin B 3"
ab 2001: 2 "Seefuchs"-Einwegdrohnen
SATAM Minenkampfführungsanlage
- 07.12.1989 - Indienststellung beim 5.Minensuchgeschwader [G]*
- 16.08.1990 - 05.03.1991 Minenabwehrverband Südflanke im Mittelmeer [1]
- 00.00.1992 - Teilnahme am Manöver "Minex" in Stavanger [1]
- 00.00.1993 - Auslands-Ausbildungsreise nach Russland [1]
- 00.00.1995 - Ausbildungsreise ins Mittelmeer [1]
- 00.00.1998 - Weitere Ausbildungsreise ins Mittelmeer [1]
- 00.10.1999 - 3.Minensuchgeschwader, Olpenitz [1]
- 09.03.2000 - Beginn Umbau zum MJ Klasse 333 auf Peenewerft, Wolgast [1]
- 00.02.2001 - Ablieferung als Minenjagdboot mit Drohne SEEFUCHS [1]
- 00.00.2005 - Das Geschwader verlegt nach Kiel [2]
- 01.07.2006 - 3. MGeschw. der Einsatzflottille 1 unterstellt [2]
- 08.-11.2008 - UNIFIL-Einsatz vor dem Libanon [5] **
- 28.03.2012 - Außerdienststellung [G]

* Ersatz für "GEMMA" der Schütze Klasse [1]

** Das Einsatzgebiet von UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon, zu Deutsch: Interimstruppe der Vereinten Nationen in Libanon) umfasst zu Lande seit März 1978 das Gebiet des Südlibanons. Ferner gehört seit September 2006 ein Seegebiet vor der libanesischen Küste dazu. Es entspricht der Größe des Landes Schleswig-Holstein. Deutsche Einheiten werden gemäß eines entsprechenden Ersuchens des Libanons mit Schwerpunkt Seeraumüberwachung sowie zur Sicherung des Landes von der Seeseite her eingesetzt. Die Deutschen Marineeinheiten sind in Limassol auf Zypern stationiert. Die Boote sind während des Auslandseinsatzes meist sechs Tage lang auf See, um das zugewiesene Seegebiet zu kontrollieren. Danach geht es für zwei Ruhetage nach Limassol. Dort sind die Boote von den Besatzungen zu warten und zu pflegen.

Das Minenjagdboot M 1097 "Laboe" besitzt neben hoher Schnelligkeit besondere Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung. Kommandant ist seit dem 21. September 2007 der 35 Jahre alte Kapitänleutnant Jens Geppert. Auf dem Boot sind 45 Besatzungsmitglieder, davon drei Frauen.
Die Minensuchboote "Laboe" und "Pegnitz" haben gemeinsam fast 180 Schiffe im Auftrag der Vereinten Nationen (UNO) nach ihrer Ladung abgefragt. "Hierdurch wurde ein wichtiger Beitrag zum Unterbinden des Waffenschmuggels über See geleistet". Die Besatzungen der beiden Boote
trainierten während ihres Einsatzes Soldaten der libanesischen Streitkräfte auch in moderner Schiffssicherung sowie in Such- und Rettungsmaßnahmen (SAR). Gleichzeitig arbeiteten die deutschen Seeleute mit den Radarstationen des Libanons zusammen und koordinierten gemeinsam die Seeraumüberwachung. - Das Minenjagdboot "Laboe" wird bereits im kommenden Jahr wieder Richtung Libanon aufbrechen - voraussichtlich im Juni. [3].
21.09.2007 Kapitänleutnant Jens Geppert
Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-2015, Band 9/1, S.120
[1] Killi, Minensucher der Deutschen Marine (2002) S.136/137
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Flottille_der_Minenstreitkräfte
[3] https://www.presseportal.de/pm/67428/1301927