R 414



Epoche : Kriegsmarine
Kennung : R 414
Funktion : Räumboot
Schiffstyp : Typ R 401-424
Auftraggeber : Kriegsmarine
Bauauftrag : 00.00.0000
Bauwerft : Abeking & Rasmussen, Lemwerder
Baunummer : 3814
Baubeginn : 00.00.0000
Stapellauf : 00.00.0000
Indienststellung : 19.01.1945
Ausserdienststellung : 20.12.1945 §
Verbleib : Auslieferung an die UdSSR


Verdrängung (max. t): 150
Länge (m) : 39,35
Breite (m) : 5,72
Tiefgang (m) : 1,65
Seitenhoehe (m) : 3,22
Antrieb Anzahl : 2
Antrieb Typ : MWM 6zylinder Viertakt-Diesel RS.143.SU
Schrauben Anzahl : 2x 4-flügelig
Schrauben ⌀ : 1,15
Maschinenleistung Gesamt : 2800 PSe
Geschwindigkeit : 25 kn
Treibstoffvorrat : 15 t Öl
Fahrbereich : 1000sm/15kn
Besatzung : 37
Bewaffnung : 1x 3,7 cm
6x 2 cm Flak
2x RAG 8,6cm
12 Minen
- 19.01.1945 - 2.Räumboot-Flottille (ii) [2]
- 06.04.1944 - Verlegung der Flottille in die Ostsee [4]
- 16.04.1945 - Minensuchen vor der Küste von Ostpommern [4]
- 01.05.1945 - Nach dem Fall von Pillau Verminung der Einfahrt ins Frische Haff [4]
- 05.05.1945 - Mit 25 Soldaten über Rönne nach Kopenhagen [4]
- 07.05.1945 - Niederholen der Kriegsflagge. Auslaufverbot. [4]
- 07.05.1945 - Meuterei von Besatzungsmitgliedern gegen einen ordnungswidrigen Auslaufbefehl nach Hela. [4]
- 09.05.1945 - Außerdienststellung in Flensburg [4]
- 27.07.1945 - GM/SA - 2.MRD (Cuxhaven) - 9.Räumflottille [3]
- 20.12.1945 - Auslieferung an UdSSR (15. Törn) [1]
- 25.02.1946 - KT-1050
- 17.06.1946 - NO-1
- 25.09.1949 - Forschungsschiff ISKATEL
- 15.05.1956 - Abgewrackt [1]

Trotz Inkrafttreten der Teilkapitulation (am 4.5.45) ergeht an zwei vor Kopenhagen liegende Räumboote R 412 und R 414 der Befehl, nach Hela auszulaufen, um noch Flüchtlinge abzuholen. Auf R 414 (Lt.z.S. Constabel) widersetzen sich 2 Besatzungsmitglieder den deutschen Befehlen und wollen die Offiziere an Bord überwältigen; doch der Versuch scheitert. Das Boot verlegt nach den Drogden (Sund), ein Standgericht (KKpt. Hansen-Nootbar) wird einberufen, stellt aber fest, dass ein Urteil unzulässig wäre, wenn ein deutsches Kriegsgericht erreichbar ist. R 414 kehrt zuerst nach Kopenhagen zurück, wird dort zum Fährdienst im Hafengebiet eingesetzt und verlegt nach Gesamtkapitulation der Wehrmacht nach Flensburg, wo sich die „Meuterer" in den Schutz der englischen Besatzungsmacht begeben. Der Kommandant von R 414 wird von den Briten verhaftet, die Besatzung von Bord gejagt [4]
19.01.1945 - 09.05.1945 Lt.z.S. Hans Constabel
Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 2
[1] Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-2015, Bd .9/1 S.18
[2] Hildebrand/Lohmann: Kriegsmarine, Kap.65, S.58
[3] Rohwer, Fahrzeuge des dt. Minenräumdienstes, MR (H.1) 1961
[4] (Hans Constabel: Hol nieder Flagge! Ereignisse um ein Standgericht. DSM, Bremerhaven 2001)