KONG OLAF (ex. norw.)



Name : KONG OLAF (ex. norw.)
Schiffstyp : Fracht- und Passagierschiff
Bauwerft : Stavanger Støberi & Dok, Stavanger
Baunummer : 5
Baujahr : 1883
Stapellauf : 00.00.1883
Besitzer : Det Stavangerske Dampskibsselskab AS (DSD), Stavanger
Unterscheidungssignal : LEGW


Größe : 564 BRT
Größe : ? NRT
Länge : 56,97 m
Breite : 7,89 m
Tiefgang : 5,82 m
Leistung : 600 PSi 11,9 kn
Motortyp : Dampfmaschine
Besatzung : ?
Passagiere : 100
Staffel : -
Erfassung für Weserübung : 13.04.1940
Abgangshafen : Stavanger
Ausgelaufen : 24.04.1940
Bestimmungshafen : Eide-Granvin
Angekommen : 25.04.1940
Ende des Einsatzes : 10.06.1940
Rückgabe an Reederei : nein
Andere KM-Verwendung : ja
1883 Sep. 04.: An die Reederei als KONG OLAF abgeliefert. Vermeßen mit: 471.00 BRT / ? NRT. Abmeßungen: 49.97 x 7.87 x 5.81 m. Antrieb: eine 2-zyl. Compound Dampfmaschine - Nylands Mekaniske Verksted, Kristiania (450 PS). Platz für 30 Passagiere. Passagier-/ Frachtschiff auf der Route: Kristiansand (Norwegen) - Fredrikshavn (Dänemark). Heimathafen Stavanger.
1887 Juni/Aug.: Eingesetzt auf der Strecke Stavanger - Leith (Großbritannien).
1888: KONG OLAF Passagier-und Frachtschiff im Küstenverkehr auf der Route: Stavanger - Kristiania (Oslo).
1888 März 29.: Vor Insel Torungen 4 sm südlich Arendal KONG OLAF mit 14 Passagieren an Bord um 20:30 Uhr im dichten Schneetreiben auf Grund gelaufen und gesunken (keine Opfer). Dampfer gehoben und zur Reparatur nach Stavanger abgeschleppt.
1889: Dampfer bei Bauwerft Støberi & Dock in Stavanger für 55000 NOK Repariert und verlängert. Neue Vermeßung: 555.00 BRT, Länge 56.97 m. Nach Umbau Platz für 100 Passagiere.
1893: Neue 3-zyl. 3-fach Exp. Dampfmaschine - Laxevaag Maskin- og Jernskibsbyggeri, Bergen (580 PS) erhalten.
1905: Umgebaut bei Laxevaag Maskin- og Jernskibsbyggeri in Bergen. Neu Vermeßung: 564.00 BRT. Neue 3-zyl. 3-fach Exp. Dampfmaschine - Laxevaag Maskin- og Jernskibsbyggeri, Bergen (600 PS) erhalten. Unterscheidungssignal: JWNS.
1905: KONG OLAF in Passagier-/Fracht- und Postverkehr auf der Hurtigruten-Linie Stavanger - Sandnes - Kristiana (Oslo) eingesetzt.
1910: In Sommer gechartert von den Firmen aus Bergen und Sand für Turistenfahrten Stavanger - Lysefjord.
1917: Beim Auslaufen aus Larvik auf ein Rif gelaufen und stark beschädigt. Dampfer aufgelegt bis nach den I Weltkrieg.
1935: Unterscheidungssignal LEGW.
1940 April 13.: KONG OLAF in Stavanger von von der Kriegsmarine sichergestellt.
1940 April 22.: Dampfer KONG OLAF läuft mit deutscher Besatzung und 250 Soldaten an Bord aus Haugesund kommend in Bergen ein. Das Schiff ist auf Betreiben des Kommandanten M 1 fahrbereit gemacht worden und hatte den in Haugesund ausgeschifften Truppentransport der BREMSE übernommen.
1940 April 24.: An der Operation gegen Voss nehmen teil: KONG OLAF, SCHIFF 18, MARSTEINEN, M 1 und 5 Schnellboote S 19, S 21, S 22, S 23, S 25. Die Einschiffung der Truppen beginnt am Nachmittag in Gravdal und Eidesvag. Um 16:30 Uhr SCHIFF 18, MARSTEINEN und KONG OLAF von Stavanger nach Eide-Granvin ausgelaufen. Weitere Boote zw. 19:00 und 22:00 Uhr.
1940 April 25.: Gegen 5:00 Uhr wird der II. Zug mittels Schnellboote vom Dampfer KONG OLAF in Eide Granvin an Land gesetzt. Dampfer nach Stavanger entlassen.
1940 Mai 08.: Dampfer im Nebel auf der Fahrt nach Bergen auf ein Fels gelaufen jedoch wieder freigekommen.
1940 Mai 12.: KONG OLAF im Geleit einer R-Bootrotte um 02:30 Uhr aus Stavanger nach Bergen ausgelaufen. Das Schiff hat 930 Mann und 9 FlaK 2,0 cm an Bord. Dieser Nachschub bedeutet einen erheblichen Flak-Schutz für Hafen und Industrieanlagen in Bergen. Im zusammenhang mit beabsichtigter Aktion alle auslaufbereiten Schiffe am Abend im Geleit nach Deutschland zu schicken, erhält die R-Bootrotte Befehl, das Geleit von KONG OLAF bei Leerøy beenden und nach Stavanger zurückkehren. KONG OLAF trifft um 17:00 Uhr in Bergen ein. Wird dort von feindlichen Flugzeug mit Bomben angegriffen aber nicht getroffen.
1940 Mai 15.: KONG OLAF, dänische Dampfer INGE, SEJRØ, KEJSERINDE DAGMAR in Ballast mit deut. Begleitkommando, schwedische Dampfer NORTHUMBRIA, ROSENHOLM mit Bannware für England und deutscher Besatzung an Bord, im Geleit eines Vp-Bootes um 21:35 Uhr auslaufen Bergen auf dem Marsch nach Stavanger.
1940 Mai 16.: Geleitzug um 13:00 Uhr in Stavanger eingetroffen.
1940 Juni 02.: KONG OLAF im Geleit von zwei Vorpostenbooten V 1101 und V 1106 um 7:30 Uhr mit Flak-Munition von Stavanger nach Bergen ausgelaufen.
1940 Juni 04.: Drei Prisendampfer und KONG OLAF im Geleit V 1101 und V 1106 laufen um 10:30 Uhr in Stavanger ein.
1940 Aug. 07.: KONG OLAF und Schlepper ROSENBERG erhalten den Befehl aus Stavanger zum Einschleppen des beschädigten Schlepper WIDDER (kollidierte am 6.08. mit Schlepper HERMES) sofort auszulaufen. Um 07:10 Uhr Schleppzug in Stavanger eingelaufen.
1940 Okt. 04.: Schlepperhilfe für den im Karmsund auf Grund gelaufenen Dampfer KVITSØY.
1940 Nov. 04.: KONG OLAF und Schlepper ROSENBERG um 23:00 Uhr zur Bergung von Tanker OSTSEE aus Stavanger ausgelaufen.
1940 Nov. 05.: Tanker OSTSEE um 14:00 Uhr in Stavanger eingeschleppt.
1941 März 18.: KONG OLAF - Hafenschutzflottille Stavanger, C-Gruppe.
1941 April 22.: Griechische Dampfer SPYRIDON in Schlepp von KONG OLAF, KVITSØY, WAL 10 und Schlepper ROSENBERG, Flak-Sicherung leistet NS 09 um 13:30 Uhr von Stavanger nach Haugesund ausgelaufen.
1941 Mai 04.: KONG OLAF mit Batterien und Munition beladen im Geleit NS 26 um 06:00 Uhr von Stavanger nach Rekefjord und Jøssinghamn ausgelaufen.
1941 Mai 06.: Beide Schiffe um 12:30 Uhr aus Jøssinghamn in Stavanger eingelaufen.
1941 Mai 15.: Umbenannt in NS 35/KARMÖY (Dortg. B. Nr. 1225 vom 18.03.41).
1941 Mai 26.: NS 35/KARMÖY (weiterhin als KONG OLAF angesprochen!) mit Torpedoversuchsschiff MARKIRCH und NK 06 als Sicherung um 04:00 Uhr nach Kristiansand ausgelaufen. NS 35/KARMÖY weiter nach Kriegsmarine-Werft Horten zwecks Einbau von Minenschinen.
1942 Feb. 28.: Umbenannt in NS 11/KARMÖY.
1944 Juni 01.: An 51 Vp.-Flottille, umbenannt in V 5107/KARMÖY.
1944 Nov. 18.: V 5107 als Sicherung für den nach Deutschland laufenden Dampfer AUGUST BOLTEN (480 Tonnen Munition, 2500 Fasser Benzin und 1000 Fasser Öl neben Artillerie und Scheinwerfer als Decksladung). Südlich Bergen im Korsfjorden zwischen Alholmen und Røtinga Batterie im starken Schneetreiben läuft AUGUST BOLTEN auf Grund. Als die Versuche das Schiff freizubekommen ergebnislos bleiben übernimmt V 5107 Besatzung des Dampfers und beginnt Ladung abzubergen.
1944 Nov. 19.: Unglückstelle von britischen Aufklärungsflugzeugen überflogen. Am Abend sollen von Shettland-Inseln zwei brit. Schnellboote ausgelaufen mit dem Auftrag AUGUST BOLTEN zu torpedieren.
1944 Nov. 20.: Am Morgen ist AUGUST BOLTEN abgerutscht und gesunken, dabei ist teil der Ladung explodiert. V 5107 blieb an der Untergangsstelle und Besatzung begann herum schwimmende Ladung zu bergen. Um 20:30 Uhr auf V 5107 Motorengeräusche vernommen und LG geschoßen, jedoch keine Feindsichtung. Auch Wachposten in HKB Røtinga hatte Motorengeräusche gehört und Schnellboot-Alarm gegeben (es waren keine brit. Schnellboote sondern sog. Shetlandsbus HESSA). Røtinga-Besatzung begann mit Scheinwerfer den Fjord abzusuchen dabei erfasste Suchscheinwerfer das Vorpostenboot dessen Kommandant (Gültiges ES 6 geschoßen der jedoch nicht erwidert wurde) annahm von feindlichen Booten angestrallt zu sein und eröffnete auf die Lichtquelle das Feuer, daraufhin nahm die Küstenbatterie vermeintlich feindliche Boot unter Feuer. Um 21:00 Uhr greift HKB Reksteren-Nord in Gefecht ein. Zwischen 21:18 und 21:35 Uhr Feuer eingestellt da Vorpostenboot außer Sicht. Um 21:35 Uhr V 5107 im Scheinwerfer Reksteren-Nord und gleichzeitige Feuereröffnung. V 5107 Kurs Süd schießt ES 6 worauf Gefechtpause. Um 22:00 Uhr Kriegsnotmeldung: "- S-Bootangriff Qu 2498- Munitionsbestand verschoßen bis auf Rest 2 cm Muni. Kdt. und I WO gefallen, 15 Soldaten vermisst". Um 22:02 Uhr V 5107 im Scheinwerfer der MKB Selbjørnfjord, schießt ES 6 wird nicht erwidert, gleichzeitige Feuereröffnung. Vp.-Boot von der Batterie als "wahrscheinlicher Kreuzer" angesprochen. Um 22:08 Uhr Gefechtspause. Batterien halten V 5107 wegen dessen Artillerie Einsatzes für Feind trotz richtigen ES. Auch ausgeht ensprechender Befehl Artil.-Gruppenkommandeurs an Batterien. Um 22:16 Uhr Vp.-Boot gleichzeitig von Reksteren-Nord, Reksteren-Süd und Selbjørnfjord beschossen. Um 22:20 Uhr nach zahlreichen Treffern und starken Wassereinbruch sinkt V 5107 im Nordausgang Langenuen in 140 meter Tiefe, dabei sind 2 Mann von der AUGUST BOLTEN getötet worden.
1:Erich Gröner- Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 Bände 1 bis 8
5:Schell / Starke: Register of Merchant Ships Completed in 1880 bis 1939
14:Archiv Theodor Dorgeist
15:Lloyds Register of Shipping 1916-1988
33:Lloyd's Wreck Returns, London 1939 - 1977
34:Lloyd’s War Losses 1939-1945 (-1957) Bd. 1 + 2, London 1989, 1991
49:Norwegian Homefleet - WW II (www.warsailors.com)
50:Marine Archiv - http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=forum
57:OKM - Verlustlisten
Eingefügt am : 18.08.2013
Eingefügt von : Christoph Fatz
Letzte Änderung : 23.10.2025
Geändert von : Thomas Weis
Änderung : -18.08.2013 Christoph Fatz- Datensatz eingestellt
-19.08.2013 Christoph Fatz, hinzugefügt: (ex. norw.)
-23.08.2013 Christoph Fatz, Quellen eingefügt
-06.09.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 22./24.04.1940; ergänzt: 25.04.1940
-26.09.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 12./15./16.05.1940
-30.09.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 4.06./7.08.1940; ergänzt: 8.+12.05./2.06.1940
-01.10.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 4.10./4.11./5.11.1940
-04.10.2013 Christoph Fatz, eingefügt & ergänzt: Jahr 1941
-10.10.2013 Christoph Fatz, ergänzt: 4.09.1883; 1893; 1905