Gebaut bei J. Frerichs & Co. AG Dockanlage Brake früher G. H. Thyen, Brake (Baunummer 41), von Stapel gelaufen als POSEIDON.
1920 Okt. 07.: An die Edward Richardson Hochsee- und Heringsfischerei, Geestemünde als Segellogger mit Hilfs-Motor (Herring drifter) WILHELM (KRSC) abgeliefert. Vermessen mit 118.17 BRT / 75.75 NRT. Antrieb: ein 2Te 2x335/350 Explosions-Motor - Deutsche Kromhout Mot. Fab. AG., Brake (45 PS). Heimathafen Geestemünde. Fischereikennzeichen PG 294.
1922 Dez. 00.: An Deutsche Fischerei AG, Geestemünde.
1924 Mai: Wird bei J. Frerichs & Co. AG Dockanlage Brake ein neuer 2Te 2x335/350 - Deutsche Kromhout Mot. Fab. AG., Brake (45 PS) Dieselmotor eingebaut.
1924 Aug. 00.: Heimathafen Wesermünde.
1926 Juni.: Bei J. Frerichs & Co. AG Dockanlage Brake ein 2Te 2x335/350 - Deutsche Kromhout Mot. Fab. AG., Brake (50 PS) Dieselmotor installiert.
1928 Aug. 00.: An Deutsche Heringsfischerei GmbH, Wesermünde-Geestemünde.
1929 Juni: Neuer Motor eingebaut: ein 2Te 2x290/350 - HMG Hanseatische Motoren GmbH, Hamburg-Bergedorf (80 PS) Dieselmotor eingebaut.
1932 Mai 00.: Verkauft an Bremen-Vegesacker Fischerei-Gesellschaft, Vegesack. Heimathafen Geestemünde.
1932 Juni: Umbau bei J. Frerichs & Co. AG in Einswarden.
1933 Feb. 25.: Heimathafen Vegesack. Fischereikennung BV 30.
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DEYF.
1940 April 12.: Erfaßt durch KMD-Bremen (00:00 Uhr)*. Für Nordtransporte werden sämtliche Logger in Vegesack, Leer und Emden erfaßt (53 Logger). Fischlogger ursprünglich für Sperrkommandant Kiel als Sperrballonträger geplant.
1940 April 17.: Besatzung militärisch erfaßt.
1940 April 18.: WILHELM (Kpt. Ernst Klepp, Mat Hugo Haake) von Vegesack nach Kiel ausgelaufen.
1940 April 20.: Vorbereitungsarbeiten für die Benutzung von Loggern als Nachschubschiffe.
1940 April 21.: Logger beladung beginnt.
1940 April 23.: Während die alten Logger noch laden, treffen wieder neue Logger in Kiel ein.
1940 April 26.: Der bisherige Liegeplatz der Logger im inneren Hafen wird nach den Liegeplatz der Firma Zerssen in KWK verlegt.
1940 April 29.: Verschiedene Logger ausgelaufen. Umbau der Logger zu Minensuchbooten wegen allgemeiner Ungeeignetheit beanstandet. Sie sollten alle Fracht fahren.
1940 Mai 01./02.: Logger BRUNHILD (BV 8), KRIMHILD (BV 10), WOTAN (BV 13), JEVER (BV 22), WARFLETH (BV 23), WILHELM (BV 30), FRIEDA (BV 31), ALBATROS (BV 45) und PINGUIN (BV 56) mit Munition in Oslo eingelaufen.
1940 Mai 03./09.: Verschiedene Logger mit Nachschub ausgelaufen bzw. laufen die ersten Transportlogger, die Nachschub gefahren hatten wieder in Kiel ein.
1940 Juni 08.: NK 27/WILHELM - Hafenschutzflottille Kristiansand Süd.
1940 Juni 10.: In Kiel werden Fischlogger WILHELM (BV 30), ALBATROS (BV 45), PELIKAN (BV 46), MÖVE (BV 55), JEVER (BV 22), PINGUIN (BV 56), HILDBURG (AL 24) und LISA (AE 6) für die Hafenschutzflottille Kristiansand Süd in Dienst gestellt.
1940 Juli 00.: Boote der Hafenschutzflottille Kristiansand-Süd die für die 56. Minensuchflottille bestimmt sind werden in mehreren Gruppen über Stavanger und Bergen nach Norden verlegt.
1940 Okt. 23.: Die 56. Minensuchflottille um 21:06 Uhr aus Bodø ausgelaufen und sofort Marsch nach Sandnessjøn angetreten (der norw. Dampfer PRINZESS RAGNHILD ist kurz nach auslaufen aus Bodø auf eine Mine gelaufen und binnen 10 Minuten gesunken). Dort Befehl für Minensuchaufgaben durch Seekommandant empfangen und Brennstoff ergänzen.
1940 Nov. 02.: Die 56. Minensuchflottille meldet an Adm. Nordküste per Funk den negativen Verlauf aller gestellten Minensuchaufgaben von der Ausfahrt von Bodø nach Norden (Landegodefjord und Karlsøyvær).
1941 Jan. 01.: Hilfsminensucher M 5602/WILHELM - 56. Minensuchflottille, A-Gruppe (Trondheim) - 75.7 to., Bew.: 1 sMG, 1 lMG, 5 Gewehre, 2 Pistolen.
1941 Feb. 00.: Hilfsminensucher M 5602/WILHELM - 56. Minensuchflottille, Küstensicherungsverband-Nordküste (Trondheim).
1942 März 01.: M-Boote M 5601/LISA, M 5602/WILHELM, M 5604/PELIKAN, M 5606/FRIEDA von Kirkenes nach Süden ausgelaufen.
1942 März 07.: U-Jäger UJ 1202, UJ 1205, UJ 1206, UJ 1211, UJ 1212 mit M 5602/WILHELM, M 5604/PELIKAN, M 5606/FRIEDA und M 5607/LISA im Schlepp um 09:30 Uhr von (von Bodø kommend) Sandnessjøn nach Süden ausgelaufen.
1942 März 16.: M-Boote M 5602/WILHELM, M 5604/PELIKAN, M 5606/FRIEDA und M 5607/LISA mit U-Jäger UJ 1202, UJ 1203, UJ 1205, UJ 1206, UJ 1214 auf dem Marsch nach Kiel zwecks Umbau um 19:30 Uhr vom Norden kommend in Bergen eingelaufen.
1942 März 21.: Vier Boote der 56. Minensuchflottille mit U-Jäger UJ 1202, UJ 1204, UJ 1206, UJ 1211, UJ 1212 und UJ 1214 laufen um 15:25 Uhr aus Bergen nach Süden aus.
1942 Juni 01.: Als Ballonträger WILHELM - für Sperrkommandant Kiel in Dienst gestellt.
1945 Sep. 02.: Logger WILHELM geschleppt von Logger MARABU (BV 73) um 23:00 Uhr in Vegesack eingelaufen und an Eigentümer zurückgegeben.
1946: Logger zeitweise aufgeliegt.
1949 Juni 00.: Neues Unterscheidungssignal DDQU.
1951 Mai 09.: Acht Logger ALBERICH (BV 5), AMSEL (BV 34), FRIEDA (BV 31), GÜNTHER (BV 6), LUISE (BV 32), WARFLETH (BV 23), WELLGUNDE (BV 1) und WILHELM (BV 30) für 85000 DM via Edo Gross aus Bremen zum Abbruch an Eisen & Metall, Gelsenkirchen verkauft.
1951 Aug.: In Bremerhaven abgebrochen.
Bemerkung:
*Zwischen den 12. und 17. April wurden auch die älteren Logger der Jahre 1914-1931 von der KMD übernommen. Noch im gleichen Monat wurden diese Dampf- und Motorlogger nach Wilhelmshaven, Cuxhaven und Kiel überführt, um dort für ihre neue Aufgabe als Hilfskriegsschiffe umgebaut bzw. ausgerüstet zu werden. Für Dauer des Krieges blieben von der Stammbesatzung neben Kapitän und Steuermann ein Maschinist mit Assistent oder Heizer, ein Koch und vier Matrosen an Bord.