Gebaut bei J. Frerichs & Co. AG Dockanlage Brake früher G. H. Thyen, Brake (Baunummer 43).
1919 Juli 26.: An die Reederei Bremen-Vegesacker Fischerei-Gesellschaft, als Segellogger mit Hilfs-Motor (Herring drifter) PELIKAN (QKWR) abgeliefert. Vermeßen mit: 119.28 BRT / 75.390 NRT. Antrieb: ein 4Te 3x180/320 Explosions-Motor - Gasmotoren-Fabrik Deutz AG., Köln (50 PS). Heimathafen Vegesack. Fischereikennzeichen BV 46.
1930 Juni: Bei Conrad Lühring Werft in Brake wird stärkere Motor eingebaut, ein HDoEP 4Te 6x160/240 - MWM Motorenwerke Mannheim AG., Mannheim (80 PS) Dieselmotor installiert.
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DOLM.
1940 April 17.: Erfaßt durch KMD-Bremen (07:00 Uhr)*. Für Nordtransporte werden sämtliche Logger in Vegesack, Leer und Emden erfaßt (53 Logger). Teilnahme an Unternehmen "Weserübung". Fischlogger ursprünglich für Sperrkommandant Kiel als Sperrballonträger geplant.
1940 April 23.: PELIKAN (Kpt.Konrad Niesmann, Mat Johann Klein) von Vegesack nach Kiel ausgelaufen.
1940 April 26.: Der bisherige Liegeplatz der Logger im inneren Hafen wird nach den Liegeplatz der Firma Zerssen in KWK verlegt.
1940 April 29.: Verschiedene Logger ausgelaufen. Umbau der Logger zu Minensuchbooten wegen allgemeiner Ungeeignetheit beanstandet. Sie sollten alle Fracht fahren.
1940 Mai 03./09. Mai.: Verschiedene Logger mit Nachschub ausgelaufen bzw. laufen die ersten Transportlogger, die Nachschub gefahren hatten wieder in Kiel ein.
1940 Juni 08.: NK 29/PELIKAN - Hafenschutzflottille Kristiansand Süd.
1940 Juni 10.: In Kiel werden Fischlogger WILHELM (BV 30), LISA (AE 6), ALBATROS (BV 45), PELIKAN (BV 46), MÖVE (BV 55), PINGUIN (BV 56), HILDBURG (AL 24), JEVER (BV 22) für die Hafenschutzflottille Kristiansand Süd in Dienst gestellt.
1940 Juli 00.: Boote der Hafenschutzflottille Kristiansand-Süd die für die 56. Minensuchflottille bestimmt sind werden in mehreren Gruppen über Stavanger und Bergen nach Norden verlegt.
1940 Okt. 23.: Die 56. Minensuchflottille um 21:06 Uhr aus Bodø ausgelaufen und sofort Marsch nach Sandnessjøn angetreten (der norw. Dampfer PRINZESS RAGNHILD ist kurz nach auslaufen aus Bodø auf eine Mine gelaufen und binnen 10 Minuten gesunken). Dort Befehl für Minensuchaufgaben durch Seekommandant empfangen und Brennstoff ergänzen.
1940 Nov. 02.: Die 56. Minensuchflottille meldet an Adm. Nordküste per Funk den negativen Verlauf aller gestellten Minensuchaufgaben von der Ausfahrt von Bodø nach Norden (Landegodefjord und Karlsøyvær).
1941 Jan. 01.: Hilfsminensucher M 5604/PELIKAN - 56. Minensuchflottille, A-Gruppe (Trondheim) - 75.9 to., Bew.: 1 sMG, 1 lMG, 5 Gewehre, 2 Pistolen.
1941 Feb. 00.: Hilfsminensucher M 5604/PELIKAN - 56. Minensuchflottille, Küstensicherungsverband-Nordküste (Trondheim).
1942 März 01.: M-Boote M 5601/LISA, M 5602/WILHELM, M 5604/PELIKAN, M 5606/FRIEDA von Kirkenes nach Süden ausgelaufen.
1942 März 07.: U-Jäger UJ 1202, UJ 1205, UJ 1206, UJ 1211, UJ 1212 mit M 5602/WILHELM, M 5604/PELIKAN, M 5606/FRIEDA und M 5607/LISA im Schlepp um 09:30 Uhr von (von Bodø kommend) Sandnessjøn nach Süden ausgelaufen.
1942 März 16.: M-Boote M 5602/WILHELM, M 5604/PELIKAN, M 5606/FRIEDA und M 5607/LISA mit U-Jäger UJ 1202, UJ 1203, UJ 1205, UJ 1206, UJ 1214 auf dem Marsch nach Kiel zwecks Umbau um 19:30 Uhr vom Norden kommend in Bergen eingelaufen.
1942 März 21.: Vier Boote der 56. Minensuchflottille mit U-Jäger UJ 1202, UJ 1204, UJ 1206, UJ 1211, UJ 1212 und UJ 1214 laufen um 15:25 Uhr aus Bergen nach Süden aus.
1942 Juni 18.: Einsatz als Ballonlogger PELIKAN, Küstenbefehlshaber westliche Ostsee; Sperrkommandant Kiel, E-Gruppe.
1945 Mai 09.: Ballonlogger PELIKAN in Howacht.
1946 Aug. 15.: Logger PELIKAN in Schlepp Marineschlepper um 18:30 Uhr in Elsfleth an Eigner zurückgegeben.
1949 Juni 00.: Neues Unterscheidungssignal DDPZ.
1954 März 23.: Verkauft an Gudmund Bentsen, Vedavågen (Norwegen). Umbau zum Frachtboot. Neue Vermeßung: 99.00 BRT / 49.00 NRT. Umbenannt in ALGO. Heimathafen Kopervik.
1963: Frachtboot neu Vermeßen: 126.00 BRT / 65.00 NRT.
1964: In norwegischen Schiffsregister gestrichen.
1965: Für 9500 NOK verkauft zum Abbruch an Brødrene Anda in Hundvåg/Stavanger.
Bemerkung:
*Zwischen den 12. und 17. April wurden auch die älteren Logger der Jahre 1914-1931 von der KMD übernommen. Noch im gleichen Monat wurden diese Dampf- und Motorlogger nach Wilhelmshaven, Cuxhaven und Kiel überführt, um dort für ihre neue Aufgabe als Hilfskriegsschiffe umgebaut bzw. ausgerüstet zu werden. Für Dauer des Krieges blieben von der Stammbesatzung neben Kapitän und Steuermann ein Maschinist mit Assistent oder Heizer, ein Koch und vier Matrosen an Bord.