MUANSA



Name : MUANSA
Schiffstyp : Frachter
Bauwerft : Bremer "Vulkan" Schiffbau- und Maschinenfabrik, Vegesack
Baunummer : 549
Baujahr : 1911
Stapellauf : 30.06.1911
Besitzer : Deutsche Ostafrika-Linie (DOAL), Hamburg
Unterscheidungssignal : DHRE


Größe : 5408 BRT
Größe : 3387 NRT
Länge : 132,60 m
Breite : 16,63 m
Tiefgang : 9,35 m
Leistung : 3300 PSi 11,5 kn
Motortyp : Dampfmaschine
Besatzung : 53
Passagiere : 12
Staffel : 1.Seetransportstaffel
Erfassung für Weserübung : 06.03.1940
Abgangshafen : Stettin
Ausgelaufen : 07.04.1940
Bestimmungshafen : Oslo
Angekommen : 11.04.1940
Ende des Einsatzes : 27.05.1940
Rückgabe an Reederei : ja
Andere KM-Verwendung : nein
1911 Aug. 10.: An die Reederei als MUANSA (RQVT) abgeliefert. Vermeßen mit: 5472 BRT / 3387 NRT / 8925 tdw. Antrieb: eine 4-zyl. 4-fach Exp. Dampfmaschine - Bremer Vulkan, Schiffbau und Maschinenfabrik Vegesack. Heimathafen Hamburg.
1914 Juli 05.: Aus Hamburg über Antwerpien nach Ostarfrika ausgelaufen.
Aug. 02.: MUANSA Lüderitzbucht eingelaufen.
1914 Aug. 18: Lief die MUANSA Buenos Aires als Zufluchthafen an und wurde von der Kaiserlichen Marine als Versorger (Etappe La Plata) für Hilfskreuzer KRONPRINZ WILHELM vorgesehen, jedoch nicht eingesetzt. .
1918 Okt.: Machte die Besatzung die Maschinenanlage ihres Schiffes unbrauchbar, um die Verwendung des Schiffes durch den Gegner zu sabotieren.
1920 Aug.: 30.: Begann in Montevideo die Schleppreise zur Reparaturwerft in Deutschland.
1921 Aug. 14.: Formell an Großbritannien ausgeliefert.
1921 Sept. 27.: Dampfer an Deutschland zurückgegeben.
1921 Okt. 10.: MUANSA (RBSV) wieder für die DOAL eingetragen.
1934 Jan. 01.: Neues Unterscheidungssignal DHRE.
1939 Feb. 18.: Von Bremen nach Las Palmas und Westafrika ausgelaufen.
1939 Aug. 11.-Aug. 26.: Monrovia - Hamburg.
1939 Sept. 07.: Erfaßt (18:00 Uhr) von der KMD Hamburg als Handelsdampfer z.b.V.
1939 Nov. 13.: Schiff um 08:00 Uhr in Hamburg an die Reederei zurück gegeben.
1939 Nov. 14.: MUANSA von Hamburg nach Narvik und Emden ausgelaufen.
1940 März 06.: Neu erfaßt (10:00 Uhr) für das Unternehmen „Weserübung“.
1940 April 07.: Dampfer NEIDENFELS (779 Mann; 4-10,5cm FlaK, 2-2,0cm FlaK, 117 Fahrzeuge, 953 to. Zuladung), ANTARES (177 Mann, 5 PzKw. 143 Pferde, 85 Fahrzeuge, 35 to. Zuladung), IONIA (96 Mann, 2-10,5cm Haubitzen Art.Reg.234, 135 Pferde, 80 Fahrzeuge, 372 to. Zuladung), ITAURI (23 Mann, 122 Fahrzeuge, 371 to. Zuladung) und MUANSA (429 Mann, 22-2,0cm FlaK, 31 Fahrzeuge, 995 to. Zuladung) um 02:00 Uhr mit Truppen und Material von Stettin nach Oslo ausgelaufen.
April 10.: MUANSA im Geleitzug mit ANTARES, ESPANA, FRIEDENAU, ITAURI, HAMM, SCHARHÖRN, TUCUMAN, und WIGBERT, gesichert durch 7 Boote der Torpedoschulflottille (3 davon Torpedofangboote) und 15. V-Flottille, auf dem Marsch nach Norden. Aus dem Geleitzug werden ANTARES, FRIEDENAU, WIGBERT und Vorpostenboot V 1507 torpediert und gehen mit hohen Verlusten unter.
1940 April 11.: In Oslo eingetroffen.
1940 April 20.: Aus Oslo ausgelaufen.
1940 April 28.: An Oslo.
1940 Mai 05.: Um 17:30 Uhr MUANSA im Geleitzug mit HOHENHÖRN, WESTSEE und WIEGAND gesichert durch 1.M-Fltl. und 2 Boote der 2.M-Fltl. Von Aalborg nach Oslo ausgelaufen.
1940 Mai 06.: An Oslo.
1940 Mai 07.: Aus Oslo ausgelaufen
1940 Mai 14.: An Oslo.
1940 Mai 27.: Von Oslo nach Stettin ausgelaufen.
1940 Mai 27.: Schiff um 16:00 Uhr an die Hamburger Reederei zurück gegeben.
1940 Aug. 05.: Neu erfasst für das Unternehmen "Seelöwe". Kennung RO 36.
1941 April 10.: HINDENBURG, MUANSA und TIJUCA mit je 1000 Soldaten an Bord von Stettin nach Oslo (Stettin-Staffel III). Sperrbrecher 13 und 3 Boote der 9. VP-Flottille und 4 Boote der 5. R-Flottille sichern das Geleit. 4 Boote der 7. R-Flottille übernehmen die Aufgabe der U-Bootsjagd. Lazarettschiff RÜGEN anhängt ab Frederikshavn bis nach Horten [KTB B.S.O].
1941 April 12: Stettin-Staffel III erreicht Oslo.
1941 Juni 07.: Dampfer der 3.Staffel HANS RICKMERS, MUANSA, ISAR und PORTO ALEGRE als Einzelfahrer (Beladen mit 2843 Mann, 1104 Pferden, 604 Fahrzeugen und 420 to. Truppengut) um 13:00 Uhr von Stettin nach Vaasa und Kaskö (Kaskinen) ausgelaufen.
1941 Juni 10.: HANS RICKMERS, PORTO ALEGRE, MUANSA und ISAR nach Stettin ausgelaufen.
1941 Juni 13.: In Swinemünde Verladeübung, anschl. nach Finnland ausgelaufen.
1941 Juni 12.: Dampfer ISAR und MUANSA (3.Staffel) in Stettin eingetroffen.
1941 Juni 15.: Am Abend MUANSA mit MALGACHE auf der Oder Ladung von ULANGA übernommen.
1941 Juni 16.: MUANSA mit Truppen um 03:00 Uhr von Stettin nach Vaasa ausgelaufen, Transporter MALGACHE um 05:00 Uhr nach Vaasa ausgelaufen (7.Staffel).
1941 Juni 17.: MUANSA und MALGACHE statt nach Vaasa nach Oulu umdirigiert.
1941 Juni 19.: MUANSA um 20:00 Uhr von Oulu nach Abo zum Bunkern.
1941 Juni 21.: Dampfer MUANSA um 13:00 Uhr an Abo zum Bunkern. Um 22:00 Uhr nach Stettin ausgelaufen.
1941 Juni 24.: MUANSA in Stettin eingetroffen.
1942 April 23.: Transporter MUANSA, DOCKENHUDEN und ASKARI im Geleit Vp-Boot CIMBA von Süden kommend um 20:40 Uhr in Trondheim eingetroffen.
1942 April 26.: Transporter MUANSA und DOCKENHUDEN mit R-Bootbegleitschiff ELBE und R 57 von Süd nach Bodø laufend um 06:30 Uhr Sandnessjøen passiert.
1942 April 27.: Beider Dampfer mit M 2662 von Bodø nach Norden ausgelaufen. Am 27.04. John T. Essberger übernimmt beide Afrika-Reedereien DOAL und Woermann-Linie und gründet Deutsche Afrika-Linie (DAL).
1942 Mai 17.: Dampfer MUANSA, SEVRE mit Sicherungsboot NN 01 von Norden kommend in Bodø eingetroffen.
1942 Mai 28.: Vp-Boote NSa 05/CHURPRINZ, NSa 01/FRIEDRICH WILHELM ZUR PFERDE mit MUANSA und Tanker TIGER von Rørvik im Nordgeleit.
1942 Aug. 04: Von der Kriegsmarine um 24:00 Uhr an die neue Reederei zurück gegeben.
1942 Sep. 02.: MUANSA läuft im Geleit NS 23 um 05:25 Uhr von Süden kommend in Bergen ein.
1942 Sep. 15.: Dampfer MUANSA und KIEL laufen in Sammelfahrt um 06:20 Uhr von Bergen nach Norden aus.
1942 Okt. 05.: MUANSA und MOERO laufen im Geleit UJ 1701 um 13:35 Uhr von Bergen nach Süden aus.
1943 Jan. 01.: 8 km NO von Kjolnes Leuchtturm/Berlevaag im Konvoi mit DESSAU und KORA, Geleit V 5907, V 5909, V 5910, von sowj. U-boot L-20 torpediert und versenkt (Pos.70.52 N /29.27 E); 19 Besatzungsmitglider vermisst(?).

Bemerkung:
Chronik des Seekrieges: bei Hammerfest / vor dem Kongsfjord im Geleit durch das russische U-Boot L-20 torpediert (Position 70.53 N / 29.27 O).
Laut ASA: L-20 (03:25 Uhr), 6 Torpedos geschossen, (Position: 70.53n / 29.27e)
1:Erich Gröner- Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 Bände 1 bis 8
3:Nachlass Cai Boie Ausarbeitung - "Weserübung"
6:Gerd Uwe Detlefsen Die Deutschen Reedereien Band 1 bis 44
7:Handbuch der Deutschen Handelsflotte 1939
8:Amtliche Liste der Deutschen Seeschiffe mit Unterscheidungssignalen als Anhang zum Internationalen Signalbuch 1938, 1939 und Anhang
10:Erfassungslisten der KMD Hamburg
11:Transporterliste der KMD Hamburg
13:Bestand R 5 Reichsverkehsverkehrsministerium
14:Archiv Theodor Dorgeist
16:Germanischer Lloyd Register1918 bis 1966
17:Reinhard Schmelzkopf - Die deutsche Handelsschiffahrt 1919 - 1939 1/2
27:Fritz Brustat-Naval - Unternehmen Rettung
28:Heinz Schön - Flucht über die Ostsee 1944/1945 im Bild
Eingefügt am : 23.06.2012
Eingefügt von : Christoph Fatz
Letzte Änderung : 25.10.2025
Geändert von : Thomas Weis
Änderung : -23.06.2012 Christoph Fatz- Datensatz eingestellt
-12.04.2013 Christoph Fatz, Quellen eingefügt
-27.08.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 26./27.04.42
-28.08.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 17./28.05.40
-13.09.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 23.04.42
-13.09.2013 Peter Kreuzer: externen Bildlink 1 eingefügt
-14.09.2013 Christoph Fatz, eingefügt: 7.05./14.05.40
-16.09.2013 Peter Kreuzer: externen Bildlink 2 eingefügt
-24.01.2014 Christoph Fatz, eingefügt: 2./15.09.+5.10.42
-15.07.2016 Christoph Fatz, eingefügt: 18.02./14.11.39
-09.12.2017 Christoph Fatz, eingefügt: 1941
-16.12.2017 Christoph Fatz, ergänzt: 07.04.40
- 25.10.2025 TW: Chronik um Eintrag vom 10. April 1941 ergänzt.