Wie wurden aus Matrosen und Heizern der, im neuen Hafen, gegenüber dem Lloyd Dock stationierten Minensucher, erst gefeierte „Bannerträger der Revolution“ - abschätzig die „Apachen des Hafens“? [1]
Gemeint waren Teil der IV. Minensuchflottille
[2],
die im Gegensatz zu anderen Marineformationen stark linkssozialistisch orientiert, sich über zwei Monate Anweisungen der örtlichen A & S Räte, des Berliner 21ziger Rates, der Marineleitung widersetzten und die Aufmerksamkeit der Kontrollkommission der Entente auf sich zogen. Fuhren sie tatsächlich, wie der Jung-Revolutionär Potrykus
[3] uns erzählt, die Weser aufwärts, um die Bremer Räterepublik zu retten? Waren sie, folgt man der SPD aus dem Jahr 1930, wirklich die Verräter an der Sache des Volkes?
Fest steht, was sich von der Flottille zum Jahreswechsel 18/19 in Bremerhaven befand, verweigerte sich allen zivilen wie militärischen Befehlsträgern. Da der Ablauf der Ereignisse im November 1918 auf Seiten der MSPD, USPD, Arbeiterrat usw. reichlich veröffentlicht ist, werden im folgenden die bisher nicht dokumentierten Vorgänge auf Seiten des Militärs aufgezeichnet.
Die IV. Minensuch- Flottille, 1915 in Wilhelmshaven als „Hilfsminensuchdivision der Nordsee“, später als „Hilfsminensuchflottille der Nordsee“ aufgestellt, bestehend aus Fischdampfern, betagten Torpedo-Booten und umfasste 1916 ca. 70 Fahrzeugen. Stützpunkte waren Cuxhaven und Wilhelmshaven. Beide erreichten im Herbst 1916 die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit. Als Ersatz boten sich Geestemünde oder Bremerhaven an, auch weil auf den dortigen Werften Großteils der Instandsetzungen stattfanden und man bei der „Midgard“ Nordenham bunkerte. Die Wahl fiel auf Bremerhaven, wo sich schon ein Sperrbrecher- (Kaiserhafen I) und ein U-Boot Stützpunkt (Dockvorhafen NDL) befand.
Mit dem Bremer Senat wurde ein Pachtvertrag für die Ostseite des Neuen Hafens gegenüber des Lloyd Docks geschlossen. Das Flottillen- Büro mietete ein Ladengeschäft in der Kaiser Straße an. Das Weserfort Brinkamahof
[4],
wo die Festung Minen, die U-Boote Torpedos deponierten, diente als Ausrüstungslager. Offiziell vom 1. März 1917 an galt für alle sechs Halbflottillen Bremerhaven als heimatlicher Stützpunkt. In der Praxis sah es so aus: drei Halbflottille suchten dicht unter der deutschen Nordseeküste nach Minen, die drei restlichen lagen in Bremerhaven zur Ruhe oder ließen beim NDL, Seebeck, Tecklenborg Arbeiten an Maschine und Kessel vornehmen.
Für die Mannschaften brachte der Umzug nur Vorteile. Kein Garnisons- Massenbetrieb, keine ständige Kontrolle mehr,
dafür ein recht ziviles Umfeld. Man lebte vorerst weiterhin an Bord. Es ging dort sehr beengt zu, sodass im Juli 1918 drei zu Wohnschiffen umgerüstete
NDL-Schuten
[5],
weiterhin der NDL Raddampfer NAJADE
[6]
als Wohn- und Küchenschiff hinzukamen.
So blieb es bis in den Oktober 1918.
Anzumerken sei, dass mit der Umstrukturierung der Sicherungsverbände vom 12. Februar 1918 aus der „Hilfsminensuchflottille der Nordsee“ die „IV. Minensuchflottille“ entstand. Damit umfasste der Verband drei Halbflottillen (10., 11., 12.) mit jeweils einem 500t M-Boot, zwei A- Booten oder FM- Booten
[7],
sowie bis zu acht modernen Fischdampfern. Zu den knapp 700 Bootsbesatzungen kam noch ca. 50 Mann Stabspersonal.
Mitte des Jahres 1918 kam es bei der IV. M-Flo. vereinzelt zu, den Dienstbetrieb nicht hindernden, kleineren Sabotageakten
[8],
was bisher aber nicht vorgekommen war. Auch führte die Agitation der USPD, die Lektüre der Linkspresse und das tägliche Zusammentreffen mit den Werftarbeitern nicht dazu, dass die „kriegsmüden“ Mannschaften eine Widerstandshaltung einnahmen.
Was vor dem Truppengericht der Minensuch- Verbände in Cuxhaven, zuständig auch für die Unterweser verhandelt wurde, waren Urlaubsüberschreitung, Glücksspiel, Lebensmitteldiebstahl und leichte Fälle von Gehorsamsverweigerung. Längere Haftstrafen sind hier nicht nachweisbar.
[9]
Wenn, dann hinderte die „Spanische Grippe“ die Einsatzfähigkeit ganzer Verbände.
Es kam der 29. Oktober 1918. Die Hochseeflotte verweigerte das Auslaufen zum „letzten Gefecht“, in Kiel und Wilhelmshaven begann was später sich „November Revolution“ nannte.
Währenddessen lagen die 10. und 11. Halbflottille, mit allen 550t-Minensucher verstärkt durch weiteren Minensuch- und Sicherungsflottillen vor Sylt. Ließ das Wetter es zu, wurde weiterhin versucht den längs der westfrischen Inseln verlaufenden „Weg Rot“ für die rückkehrenden U-Boote frei zu räumen. Auf der 12. im Kaiserhafen stand die „große Kesselreinigung“ an. Das bedeutete für die Mannschaften ab 18 Uhr „Landgang“.
Anders die Lage vor Sylt. Teils sich widersprechende Funksprüche heizte die „Gerüchteküche“ kräftig an. Dennoch bleib der Dienstbetrieb aufrechterhalten. Aufklärung über die Vorgänge an der Küste gab es am 5. November. Die 3. Torpedoboots-Halbflottille
[10],
einer der „Elite-Verbände“ der Hochsee Flotte, hatte dem IV. Geschwader U-Sicherung auf den „Weg Rot“ gewährleistet und lief kurz List zur Nachrichtenübermittlung an.
Was die T-Boot-Kameraden erzählten, ging nun von Bord zu Bord. Es machte sich, wie der Flottillenchef ins KTB eintrug, „Unruhe unter den Besatzungen bemerkbar“.
An folgenden Mittag machte von der 5. Minensuch- Halbflottille
[11]
ausgehend das Gerücht die Runde, dass die Royal Navy im Anmarsch sei. Nun galt es zu handeln. Es kam zu einer Art, von den hilflosen Offizieren tolerierten, vorweg genommenen Matrosenrat. Bei der „Vierten“ stimmte jedes Boot für sich. Wollte der revolutionäre Teil nach Cuxhaven, die die nach Hause strebten stimmten für Bremerhaven und dann gab es noch Boote, die erst einmal vor List die weitere Entwicklung abwarteten.
Ähnliches bei der dicht bei ankernden II. Minensuchflottille, während gänzlich anderes sich die zwanzig Fischdampfer der „Nordsee- Vorpostenflottille“ entschieden, diese versahen bis zum 10. November weiterhin Dienst in der Nordsee und gingen erst auf Befehl der Hochseeflotte nach Wilhelmshaven [12]. Am 7. November beorderte ein Telegramm der Station Nordsee die „Vierte“ zum Einlaufen in die Weser. Dort gab es Sold und Verpflegung, aber als man am 8. November morgens an der Kaiser Schleuse stand, fand man diese durch „Rote Matrosen“ besetzt, die das Streichen der Kriegsflagge forderten und erst nach setzen es Fahnentuches der Revolution freie Zufahrt gewährten.
Der Flaggenwechsel war rechtswidrig, denn seit dem Vortag galt -Punkt 16- der Vereinbarung zwischen Kommandantur und dem Soldatenrat, „Die Kriegsflagge ist unverletzlich. Dieselbe wird geheißt, sobald sich ein Schiff in Fahrt befindet. Auf zu Anker oder im Hafen liegenden Schiffen wird keine Flagge gezeigt“. Während der Schleusung stiegen „rote Matrosen“ über, mit Informationen der Ereignisse des Vortages. Erst nach erfolgtem Anlegemanöver und „Feuer aus“ durch die bisherige Schiffsführung übernahm der „Bootsrat“ das Kommando. Die Offiziere der Flottille behielten Waffen und Uniform, die an Bord wohnenden verblieben auf den Schiffen. Widerstand gab es nicht, die Gruppe der Berufssoldaten machte sich vielmehr Sorgen um ihre berufliche Existenz.
Obwohl über das, was bei der Hochseeflotte vorging, informiert, blieb es in den ersten Novembertagen an der Weser ruhig. Selbst im KTB der Festung [13] wurde einzig auf eine erwartete Versammlung der USPD hingewiesen und angeordnet besonders einen Herrn Bode USPD Führer des linksradikalen „Reichsbund der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Kriegsteilnehmer“ zu Geestemünde einer strengen Beobachtung zu
unterziehen. Eine Alarmierung der Garnison unterblieb.
Ganz anders die Lage in Cuxhaven [14]. Dort organisierten sich zum Frühjahr 1918 eine Gruppe von „Linksradikalen“ der unteranderen Karl Baier [15], Bremer USPDler auch Otto Tost, der spätere Kommandeur der „Volksmarinedivision“ in Berlin
angehörten. Die „Machtübernahme“ dort erfolgte am 5. November, zeitgleich wurden Agitatoren nach Nordholz und an die Unterweser geschickt. Neben der 1. Minensuch- Halbflottille, die auf der Seebeck Werft ihre Jahres- Instandsetzung durchführte, befand sich als kompletter Verband zu dieser Zeit einzig die 12. Halbflottille mit 12 Booten und 300 Mann Besatzung, darunter nur fünf Offiziere im Neuen Hafen.
Wie die Kontaktaufnahme der Cuxhavener vonstatten ging, ist ungeklärt, es ist möglich, dass - man kannte sich ja vom „Minensuch“- schon Absprachen getroffen worden waren. Von Bord und auf der Pier sammelnd erfuhren die Mannschaften was sich zwischen Kiel und Cuxhaven zugetragen hatte. Der Matrose Armgart fiel hierbei durch seine „Sprachgewandtheit“ auf, was ihm dann später innerhalb des Soldatenrates zum Sprecher der Minensuchverbände machte. Während der Nacht, ein Teil der Aktivisten suchte die Werftlieger der 1. und 5. Minensuch- Halbflottille auf, wurde heftig über das weitere diskutiert. Das Ergebnis, glich dem der nächsten Tage, man wollte „nach Hause“, Brot und Frieden. Wie bei der in See befindlichen 10 und 11. Halbflottille. Der Großteil schlug vor sich am Kieler Vorbild zu orientieren. Wer dem nicht zustimmte verhielt sich passiv abwartend. Lauter Widerstand regte sich noch nicht.
Früh am folgenden Tag, den 6. November, zogen Bewaffnete der „Vierten“ zu den an der Westseite des Kaiserhafens liegenden Sperrbrechern, es galt diese zum Mitmachen aufzufordern. Schon beim ersten, der GIFHORN zeigte deren 45 Mann Besatzung wenig Neigung dazu. Zwar stieg die „rote Fahne“ auf, kaum wieder unter sich nahm die Kriegsflagge ihren angestammten Platz wieder ein. Es dauerte nicht lange, dann konnte sich auf „Druck von außen“ erneut das rote Banner entfalten. Salomonisch entschloss sich nun der Kommandant, Kaptl.d.R. Hermann Hiller, im Zivil Handelsschiffskapitän, keinerlei Flaggenschmuck mehr zu zeigen. Zeitgleich an Bord der STEIGERWALD ähnliches, hier wechselte sich die kaiserliche mit der roten Flagge einige Male ab. Zu berichten Vergleichbares von den Besatzungen des Flugzeugmutterschiffes SANTA ELENA und den in Marinecharter befindlichen NDL- Dampfer SCHLESWIG, GIESSEN, FRANKFURT, ALTENBURG, SCHLESIEN.
Zu den U- Booten ging man erst gar nicht, deren reaktionäre Haltung war bekannt.
Völlig unberührt von allen blieb neben dem Hafenbetrieb der Sperr- und Lotsendienst durch die Sperrfahrzeug Division der Weser. Handel, Fischerei und Marine auf der Weser lief ungestört weiter [16].
Eine zweite bewaffnete Gruppe der „Vierten“ zog zur Leher Kaserne, forderte die überraschten Marineartilleristen auf sich dem geplanten Marsch zum Bremerhavener Markt anzuschließen. Hier hielt sich gleichfalls die Zustimmung in Grenzen. Die „Feldgrau- Opas“ der örtlichen Land- und Seewehr, ebenso wie die II. Minensuchflottille und die Werftlieger in Geestemünde erhielten keinen Besuch, haben aber schon durch den „Küstenklatsch“ von der Großdemo erfahren. Ebenso die zahlreichen Urlauber von Heer und Marine, das Personal der SBK, des Leher Lazarettes und weiterer Dienststellen.
Während Heizer und Matrosen ihre Kameraden zur Friedens- Demo für den Nachmittag aufriefen, trafen sich die gut organisierten Arbeiterführer um 12Uhr mit dem Stab der Matrosen Artillerie.
Traut man der Literatur, so war Vize Admiral Schröder
[17] der Herrscher an der Unterweser. Dem war nicht so. Schröder, 1912 zur “ Disposition“ gestellt wurde im August 1914 reaktiver. Einer Festung musste ein Vice-Admiral vorstehen, obschon Berlin den Wert der Weserfestungen in Frage stellte.
Zuständig im Stab für „polizeiliche Aufgaben“ war der Kapitänleutnant der Matrosen Artillerie der Reserve Adolf Kulow, ein 46- jährige Berliner Polizeioffizier. Kulows Abteilung überwachte verstärkt ab Januar 1918 Parteien, Verbände und „Subversive Subjekte“, hielt dagegen enge Kontakte zur MSPD, Gewerkschaften und Unternehmern. Die „friedliche Koexistenz“ beider Seiten führte dazu, man sich rasch auf die Anwendung von Gewalt verzichten wollte, besiegelt durch das „Ehrenwort“ des Kommandeurs.
Als Beispiel des engen Informationsaustausch zwischen letzterem und der Zivilverwaltung seit der „Hunger- Demonstration“ des Dezembers 1916 zeigt ein Telegramm vom August 1917 an die Station der Nordsee [18]:
„31. August 1917 - Telegramm - An Station N - Die hiesige Jugend der Sozialdemokratie ist fest in der Hand der Gewerkschaftsführer. Die Gewerkschaftsführer halten es für absolut, ausgeschlossen, dass die radikalen Elemente irgendwelchen Einfluss auf die Jugend ausüben konnten. Die Gewerkschaftsführer erklären auf Befragung, dass die hiesigen Arbeiter nicht gesonnen seinen, dem radikalen Flügel zu folgen. Die gleiche Ansicht haben ich von einem Vertrauensmann (Meister auf einer der Werften) bestätigt erhalten."
Auf ging es zum Marktplatz. Dort hatten sich so ca. 2000 Menschen, Militär und Zivilisten, versammelt. Nach Anhören diverser Redner kam es zur Wahl eines Vertrauensmänner- Ausschusses, dem späteren Soldatenrat, bestehend aus vier Matrosen, zwei Heizer sowie zwei Maaten
[19]:
Außerdem doch einem erweiterten Rat bestehend aus 16 Mannschaften. Zu größten Teil von der 10. Halbflottille. An Bord zurückgekehrt erklärte man den Schiffsführern, meist nicht Offizier, sondern Unteroffiziere und Maate das Ende ihrer Befehlsgewalt.
Über die Anzahl der Militärangehörigen in den drei Unterweser Gemeinden gibt es keine verlässlichen Zahlen. Anhand einer Aufstellung der Station der Nordsee vom 11. November 1918 waren es knapp 6000 Mann [20]. Eine am 1. November erstellte Kriegsbesatzung Geestemünde ist kaum hilfreicher. In ihr wurde für die III. MAA 26 Offiziere 976 Mann aufgeführt, weitere 31 Offiziere 1030 Mann befanden sich im Bereich des aufgelösten Marinekorps Flandern und auf dem Weg an die Unterweser. Die IX Seewehr Abteilung ganze 9 Offizier für 860 Mann davon 705 Rekruten, der Rest ältere Herren. Von den Landsturm Bataillon Bremerhaven waren 700 Mann der Landfront Wilhelmshaven überstellt, sodass kaum 90 sich an der Unterweser aufhielten.
Den 7. November kam es zu den ersten größeren Massenstreiks im Verlauf dessen MSPD, Gewerkschaften und deren Organisationen es gelang die Einrichtung von Ausschüssen, deren Aufgabe die Versorgung und die Sicherheit der Bevölkerung war durchzusetzen. Auch in den folgenden Tagen gelang es Linksradikalen nicht nennenswerten Einfluss auf die „Volksmassen“ zu erhalten. So ging um 21.20 Uhr folgendes Telegramm an die Station der Nordsee in Wilhelmshaven ab: „Kommandantur Geestemünde drahtet: um jede Aufregung zu vermeiden: wird gebeten keine Truppen hierher zu schicken: die Bewegung ist in ruhige Bahnen gelenkt.
Bis über den Jahreswechsel hinaus änderte sich an der engen Abstimmung zwischen AR und Kommandantur kaum etwas.
Die am 15.11.1918 beschlossenen Dienstleitsätze schränkten die Rechte Vertrauensleute der Marine stark ein, sie hatten nunmehr keinerlei Befehlsgewalt. Weiterhin galten alle bisherigen Gesetze, Vorschriften und Anordnungen der Militär Behörden, soweit sie nicht seitens des SR aufgehoben worden waren. Die Offiziere behielten Rang, Uniform und persönliche Waffen. Neu war die Anordnung, die mit Ausnahme von Bier den Ausschank von härterem Alkoholika in Messen, Kantinen und Kasinos untersagte.
Wie bisher ergingen alle Befehle über den SR der Kommandantur bestehend an der Spitze aus dem Dreigestirn Clever, Holst und Armgard. Diesen unterstanden eine Reihe von durchweg mit Berufssoldaten besetzten Kommissionen mit unterschiedlichen Aufgaben, wie der Waffenkontrolle, Versorgung – und Kohlensicherung.
An Bord der meisten Boote erhielten auf Wunsch der Besatzungen die Offiziere wieder ihre Dienststellung.
Typisch dafür ein Brief des Kommandanten von M76 Langsdorff vom 14.11.1918: „So bin ich denn wieder Kommandant auf M76. Der jetzige Zustand ist sehr merkwürdig... Dagegen bin ich Kommandant, befehle, was zu tun ist, kurz, ich versehe meinen Dienst wie früher. Pariert eine nicht, so wird der Soldatenrat benachrichtigt, der daraufhin unnachgiebig durchgreift...“
Zeitgleich begann die Demobilisierung aller Reklamierten, Kommandierten und Urlauber der Festung. Die Entlassungspapiere gab es im Demobilisierungsbüro am Stammtruppenstandort. An der Unterweser nur für die III MAA, einige lokale Einheiten und die IV. Minensuchflottille. Zwei Flugzeugmutterschiffe und acht Sperrbrecher, in der Vergangenheit als „reaktionär“ beschimpft, waren schon nach Hamburg zur Abgabe an die Briten in See gegangen. Gleiches galt für acht U- Boote der IV. U- Flottille im Kaiserhafen III.
Berufssoldaten und die Jahrgänge 1898 bleiben vorerst im Dienst. Die III MAA, der mit Abstand größte Verband wies bis zum 23. Dezember 1918 mehr als 3500 „abgefertigtes Personal“ auf.
Nun kamen auch die an die Marine vermieten Fischdampfer nach Geestemünde zurück. Die Rückgabeformalitäten nahm die Bremerhavener Außenstelle Schiffs Besichtigung Kommission (S.B.K.) vor. Diese kaum bekannte Marinebehörde führte nicht nur die An- und Abmietung von Zivilschiffe, die Bauaufsicht von Marinebauten sondern war auch für die Genehmigung von Freistellungen von Militärangehörigen auf Antrag ihrer Arbeitgeber zuständig. Im Lloyd- Gebäude in der BM Smidt Straße untergebrachte unterstand sie dem Reichs- Marineamt direkt. Bis Jahresende waren der Großteil der angemieteten Fahrzeuge zurückgeben worden, deren Besatzungen, falls es sich nicht um Berufssoldaten handelte in ihre Heimat entlassen.
So führte das KTB der Festung am 28. Dezember 1918 aus:
Die Werke sind vollständig von den Mannschaften geräumt und an Artillerie- Depot abgegeben. Die einzelnen Flak- Batterien sind abgebaut, die Quartiere geräumt und an die Besitzer zurückgegeben. Der größte Teil der hier stationierten Landtruppenteile hat sich durch die Entlassungen aufgelöst bis auf III. A. A. und IX. S.A. Von den hiesigen Schiffsverbänden existieren nur noch der Tenderpark und die I. und IV. Minensuchflottille, welch letztere aber in den nächsten Tagen zur Außerdienststellung nach Wilhelmshaven sollen. Von der Sperrzeugdivision existiert noch ein Verkehrsdampfer für den Lotsendienst und ein kleiner Mannschaftsbestand, welcher nach Abwicklung der Geschäfte als Wasserkompagnie zur III.A.A. treten wird.
Am 9. und 11. Dezember besichtigte eine Abordnung der Waffenstillstandskommission der Alliierten die desarmierten Fahrzeuge und Embarge Schiffe. Die inneren Verhältnisse sind folgende: Die Befehlsgewalt hat der Soldatenrat, der jedoch in seiner Tätigkeit sich sehr gemäßigt zeigt und vollkommen im Einvernehmen mit der Kommandantur arbeitet. Zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung steht ihm der von ihm gegründete Sicherheitsdienst zur Verfügung, der jedoch einen zu großen Umfang angenommen hat und somit durch den Zuzug von unsicheren Elementen nicht genügend fest in der Hand des Soldatenrates zu sein scheint.
Die herrschende Ruhe gründet sich also mehr auf die ruhige Stimmung der Bevölkerung als auf straffe Zucht und Ordnung, die in keinem der hiesigen Marineteile mehr zu finden sind.
Die „Unabhängigen“ und „Spartakusleute“ sind hier noch nicht in Erscheinung getreten, doch ist ihre Werbe- und Propagandatätigkeit zu spüren.
Täglich bevölkerten Massen von Soldaten die Bahnhöfe an der Unterweser, mit Entlassungspapier und Militärfahrschein sich auf den Weg in die Heimat machen.
Vor Ort blieben Berufssoldaten, weiterhin Gruppen bewaffneter Linksradikaler und das Strandgut eines jeden Umsturzes. Diese verblieben an Bord, bezogen Löhnung und fielen in der Stadt nicht nur unangenehm auf, sondern verschoben reichlich Lebensmittel, Kohle, Textilien und was sich sonst noch an Land verwerten ließ. Ihr verbleiben an Bord rechtfertigten sie damit, dass sie ein Recht darauf hätten, in den Minensuchdienst oder auch auf den Fischdampfern übernommen zu werden.
In einer SPD- Veröffentlichung
[21]
hieß es, etwas überzeichnet, aber im Kern wahr:
Die Besatzungen der Minensuchboote, deren Aufgabe es war, die verseuchten Minengebiete zu säubern, dachten gar nicht daran in See zu gehen. Sie legten im Hafen auf, und führten ein Leben wie Gott in Frankreich, denn mit den der Bevölkerung zugewiesen Rationen ließen sie sich nicht abspeisen. Das tollste war aber, dass in dieser Zeit tausende von Tonnen nutzlos verpulvert wurden, die Industrie und Bevölkerung so notwendig brauchten……die Führer des Soldatenrates unter denen sich besonders ein Kommunist Schultz hervortat, beschlossen die tollsten Dinge…. nochmal lenkte der Arbeiterrat ein.
Dazu kam, dass jeder SR zu allem seine Zustimmung einforderte, verzweifeln beschrieb der Flottillenchef Korvettenkapitän Walter Krah
[22]
Anfang Januar 1919 seine Situation: Am 9. Januar forderte ihn das Reichsmarineamt und der Zentral-Soldatenrat in Berlin auf, die IV. M- Halbflottille aufzulösen, zudem die NAJADE und die beiden NDL- Schuten abzugeben. Dem stand ein Telegramm des von die Mannschaften nach Berlin entsandten Bootsmannsmaat Brinckmann entgegen. Ihm hatten die Zentralräte Koch und Pawlik befohlen, dass diese Boote weiterhin in Bremerhaven in Dienst zuhalten, bis man eine Entscheidung getroffen hätte. Auch der Soldatenrat beim Befehlshaber der Nordsee in Wilhelmshaven forderte dies mit dem Hinweis, dass die NAJADE dem NDL zurückzugeben sei. Krah bat zu klären, welcher der verschiedenen Soldatenräte ihm Anweisung zugeben hätten. Eine Antwort erhielt er nicht. Versuche des Befehlshabers der Sicherung der Nordsee (B.S.N) durch Einbehaltung von Lösung, Verpflegung und
Kohlen scheiterten am Widerstand der Soldatenräte. Besonders die Ultraradikalen in Cuxhaven drohten aus Solidarität die dortigen Minensucher zu sprengen.
Die Auflösung der „Vierte“ hatte faktisch schon begonnen, da die meisten Boote sich, dem Stations- Befehl folgend, nach Hamburg und Wilhelmshaven begeben hatten. In Bremerhaven verblieben nur noch die 16 reichseigene Fischdampfer des Verbandes und vier gerade von den örtlichen Werften abgelieferten Minensuch- und Vorpostenboote. Letztere mit einer zivilen Wachmannschaft in Geestemünde aufgelegt.
Für die Wiederaufnahme der Fischerei in der Nordsee forderten die Stadtgemeinden und der A&S Zugriff auf diese „Reichs- Fischdampfer“, um sie im Rahmen einer gemeinnützigen Hochseefischerei zu bereedern. Forderung der „Meuterer“ sie dafür als Besatzungen zu übernehmen, fehlte jegliche Unterstützung seitens des AR. Vorrangig sollten die hunderte arbeitslose Seefischer wieder in Lohn & Brot kommen. Noch standen die Fischdampfer unter Befehl der Marine, die sie dringend zur von den Siegermächten verordneten minensuche in der Ostsee nutzen wollte. In diesem Fall hatte eine Inspektion und Ausrüstung unter Kontrolle der Entente- Kommission in Kiel oder Wilhelmshaven zu erfolgen.
Es herrschte in Bremerhaven kein Zweifel daran, dass auch die Marine auf solche Art von Freiwilligen verzichten würde, damit blieben die Fischdampfer weiterhin besetzt
[23].
Dann waren da noch die Reeder, denen größtenteils dieser Boote während des Baues als Ersatz für Kriegsverluste übertragen worden waren und den Zutritt zu ihrem Eigentum einforderten. Als Beispiel die Firma Dauelsberg, Geestemünde. Der war am 26. November 1918 mitgeteilt, dass sie die bei der „Vierten“ befindliche WÜMME [24]übernehmen könne. Vergeblich. Die „Meuterer“ ließen weder S.B.K. noch Reedereivertreter an Bord. Da blieben Aussagen wie die des AR, der eine Übernahme mit Hinweis auf die Gründung einer städtischen Fischerei Gesellschaft ablehnte, wie auch Versuche durch Einschaltung der Berliner Zentralbehörden ebenfalls ohne Wirkung.
Zwei Ereignisse, die Wahl zum Nationalrat am 17. Januar 1919, sowie die Tage vorher ausgerufen Bremer Räterepublik führten zum Ende des bisherigen von den Radikalen der IV. Minensuchflottille dominierte Soldatenrat der Unterweserstädte.
Auf den Booten selbst befanden sich in dieser Zeit überwiegend „Matrosen“ die nicht Teil der Besatzungen aus der Kriegszeit waren. Die sehr moderaten Arbeiterräte gaben mit der Ernennung des SR- Mitgliedes Behring zum Polizeipräsidenten ein letztes Mal dem Soldatenrat nach. Behrings erste nicht abgesprochene Maßnahmen war am Abend des 3. Februar, in Abstimmung mit den Radikalen in Cuxhaven, die Entsendung von Freiwilligen zur Unterstützung der Bremer Räterepublik. Über die Ereignisse des 4. Februars lässt sich kein zutreffendes Bild mache: So viel steht aber fest. Die mit der Bahn sich auf den Weg gemachten ca. 150 Mann aus Cuxhaven und den Unterweserstädten erhielten auf halben Weg die Nachricht, dass in Bremen die Regierungstruppen in die Stadt einmarschierten. Die „Bremerhavener“, so eine Quelle, griffen mit Verlust in die Kämpfe in der Stadt ein. Überwiegt ist aber davon die Rede, dass die Truppe „auf halben Weg“ zu Fuß den Rückweg an die Unterweser antrat. Abends befanden sich Armgard und mit seinem Stab wieder im SR- Büro. Die nächsten Tage festigten die zivilen Räte ihre Position und beschnitt die Befugnisse des SR drastisch. Dies blieb bis zum Morgen des 8. Februar, als die Landesschützenbrigade die Häfen besetzte. Auf den Reichs- Fischdampfern räumten ohne Widerstand, was sich noch an Bord befand. Der SR wurde aufgelöst und Armgart in Haft genommen. Nun war der Weg frei und am 12. Februar geht es, mit einer freiwilligen Besatzung, „Anker auf“ nach Wilhelmshaven. Nach Ausbau der militärischen Ausrüstung erfolgte für die meisten der Fischdampfer der IV. Minensuchflottille die Abgabe an zivile Eigner, einige gingen zur neuformierten IV. Ostsee Minensuchflottille und nach deren Auflösung 1920 fast vollständig die Auslieferung an die Siegermächte.
Zurück blieb die BALTRUM, die sich schon Wochen vorher auf der Elsflether Werft für die Hochseefischerei in Ausrüstung befand.
Sucht man Darstellung der Kriegszeit & Revolution-Vorgänge an der Unterweser so ist bisher keine auch im Ansatz befriedigende Veröffentlichung zu finden. So merkt z.B. Kuckuk die unbefriedigende Darstellung in der Bremerhavener „Revolutions Literatur“ an. Eine Sichtung der Akten der Festung Geestemünde hat nicht stattgefunden. Diese sind, fast vollständig erhalten geblieben, eine unverzichtbare Quelle.
Scheper führt zwar das KTB der Festung an, das nur Schiffsbewegungen und Hinweise auf besondere Vorkommnisse enthält, nicht aber den großen Bestand an Beiakten. Verschwiegen wird in alle Veröffentlichung die enge Zusammenarbeit zwischen Kommandantur, MSPD, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände ab den Dezember 1916. Dies aus idiologischen Gründen, man war vor Ort „antimilitaristischer Republikaner“.
In beiden Staatsarchiven befinden sich die Akten der Kaiserlichen Marine. In Freiburg die Originale, in den USA als Microfilm.
Für die hier beschriebene Zeit sind es ca. 50 die Unterweser betreffende Aktenbände, wie z.B. „Streiks & Unruhen / Spionage / Personal / Sperrverbände / Baumwolle-Import aus den USA 08.1914 bis Mai 1915 / Navigation & Hafenbau. Im BA/MA Freiburg, gleichfalls der Bestand des Reichsmarine Amtes für die Zeit Nov. 1918 bis März 1919. Auch in einem Teil der Nordholz (Revolte), Cuxhaven (Revolte) und Wilhelmshaven (Vorläufiger Reichsmarine) betr. Akten finden sich Bezüge auf die Unterweser.
Die KTBs der im Text aufgeführten Verbände enthalten die NARA- Microfilme (jetzt digitalisiert).
Die Staatsarchive in Bremen und Stade, ähnlich dem Stadtarchiv Bremerhaven, geben nur recht wenig über allgemeines hinweggehendes Material, was über das Schrifttum der Marine hinausgeht.
Diese 1930 erschienene Historie der SPD (MSPD) wird, was den 1914-1919 Zeitraum angeht, als „die Quelle schlechthin“ durchweg von den Stadt- Geschichts- Historikern angeführt. Dabei erklärt der Herausgeber, Fritz Thiest, schon in der Einleitung, dass man nicht über ein Parteiarchiv verfüge, sondern was die Zeit vor 1920 betrifft, man auf Erinnerungen von Genossen angewiesen war.
Die sehr lebhafte Beschreibung des Verhaltens des Soldatenrates und den ständigen Querelen mit den „Minensuchern“ sind eine überzeugende Darstellung, wenn auch, da man 1930 im „Bruderkampf der Arbeiterparteien“ mit den Kommunisten stand, es eine sehr parteiische Schrift ist. Besonders, was die Person des Matrosen Armgart angeht. Das dieser nach der „Bremen Episode“ nicht auf einem F.T. Boot [25] nach Brake entfloh und einige kleinere Ungenauigkeiten schmälern dies sonst recht brauchbare Buch kaum.
Zwei Anfang der 2020- Jahre erschiene Bücher geben eine unterschiedliche Sicht der Revolte an der Unterweser wieder.
Diese 2019 erschiene umfangreiche Biografie, basiert für die hier beschriebene Zeit auf den Briefwechsel des Kommandanten von M76 mit seinen Eltern. Langsdorffs lässt sich detailliert über die Zustände an der Unterweser im Verhältnis Zivil, Marine, Arbeiter und Soldatenrat aus. Sehr kritisch und weit weg von „auf See unbesiegt“
Was lässt sich über die Selbstdarstellung des geläuterten Stalinisten Potrykus sagen?
Schon dem Bearbeiter seiner Biografie kamen Zweifel ob des Wahrheitsgehaltes der „Lebenserinnerung“. Ein 19- jähriger Ex- Lehrling wird wohl kaum eine tragende Rolle in revolutionären Arbeiter und Soldaten Kreisen gehabt haben. Auch Details seiner Lehrlingszeit bei Tecklenborg sind zum Teil erfunden. Völlig seiner Fantasie entsprungen ist seine Reise auf, welchen Dampfern auch immer, nach Bremen. Die Kämpfer nahmen die Bahn und der AR, dem die Hafentechnik unterstand, hätte kaum das Durchschleusen des bei Potrykus mit Sirenenklang die Weser aufwärts dampfenden Verbandes geduldet, wie auch nur er uns davon erzählt. In den täglichen Abendmeldungen der Station Nordsee werden die abtrünnigen Boote der „Vierten- M“ auch in diesen Tagen als in Bremerhaven befindlich aufgeführt
[26].
Fußnoten:
[1] „Aus der Geschichte der Arbeiterbewegung in den Unterweserorten“. Wesermünde 1930, Seite 151
[2] Quelle KTB (Kriegstagebuch) der IV. Minensuch- Flottille 1917 - 1918 BA/MA Freiburg, Bestand RM 96
[3] Folkert Potrykus. „Nie kämpft es sich schlecht für Freiheit und Recht“ M. Ernst, 2023, Bremerhaven
[4] Das Weserfort Brinkamahof in Wikipedia
[5] NDL 38, NDL 39, NDL 40
[6] NAJADE 1894 F. Schichau, Elbing 724 BRT,
1894 NDL Bremen, 8.1914 angemietet Kaiserliche Marine Wilhelmshaven, 11.2.1918 an NDL zurückgegeben, 22.7.1918 Büro /Küchenschiffe der IV. Minensuchflottille, Bremerhaven, 3.4.1919 an NDL zurückgegeben.
[7] A- Boot: Küstentorpedoboot 170ts; FM- Boot: Flachgehendes Minensuchboot 250ts
[8] Hier und im folgenden: „Schriften zur Marinegeschichte“ Biografie H. Langsdorff Wilhelmshaven 2022
[9] „Marine Nachrichten Blatt“ Nr. 22 „Auf Grund einer anonymen Anzeige“, Oldenburg 2016
[10] Über die Die 3., 4. T-Halbflottille (2. Torpedoboots Flottille) während dieser Zeit siehe: F. Ruge, Scapa Flow 1919, Oldenburg 1969
[11] Bildete mit der 4., 8. Halbflottille die II. Minensuchflottille/ Stützpunkt Cuxhaven
[12] KTB der „Vorpostenflottille der Nordsee“ 1. bis 15 November 1918
[13] KTB Kommandantur. Geestemünde, Band 3
[14] J. Lüken, „Revolutionäre Strömungen und Ereignisse in Cuxhaven….“ Jahrbuch der MvM 53/1973
[15] K. Baier, „Vorwärts und nie vergessen“, Ost- Berlin 1958
[16] „Marine Nachrichten Blatt“ Nr. 20 „Dann eben keine von Beiden“ Oldenburg 2017
[17] Johann Schröder, *1858 Berlin, +1933 Berlin, 1875 Seekadett, 1.10.1912 zur Verfügung gestellt. 30.8.1914 – 2.2.1919 Kommandeur der Festung Geestemünde/ III MAA
[18] BA- MA Freiburg Akte RM 121-I-553 Streiks
[19] Der Vollzugsrat: Obermaschinistenmaat Clever, Matrose Armgart, Steuermannsmaat Holst, Heizer Schönheer, Matrose Behring, Heizer Henseler, Obermatrose Pickenhahn, Matrose Pögel
[20] Davon ca. 4500 Mann Marine, ca. 1000 Mann Heer, Beurlaubte sowie Deserteure
[21] Aus der Geschichte der Arbeiterbewegung in den Unterweserorten“. Wesermünde 1930, Seite 150
[22] Walter Krah, Crew: 1898, 1915 – 1919 Flottenchef der Hilfsminensuchflottillen der Nordsee / IV. Minensuchflottille
[23] Mit der Anwerbung von Zeitfreiwilligen und damit mit der Wiederindienststellung der Suchboote wurde ab dem Februar 1919 in Wilhelmshaven und Kiel begonnen. Siehe u.a. F.O. Busch „Männer und Minen“ 1932
[24] In den Dokumenten meist falsch als WUMME benannt
[25] Der Begriff „F.T. Boot“ kommt in der Kaiserliche Marine nicht vor. F.T war die Abkürzung für Funken Telegrafie
[26] Losblattsammlung der Standortmeldungen der Station Nordsee, 1. Sept.1918 bis 1.März 1919 BA/MA Freiburg