Seehund U 5368

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Kennung : U 5368
Untertyp : Typ 127 Seehund
Bauwerft : Schichau Elbing
Baunummer : 2102
Indienstgestellt : 00.01.1945
Besatzung : Oberleutnant zur See Drescher / Obermaschinist Heinz Bauditz (20. oder 21.bis 23.01.1945) Leutnant zur See Reimer Wilken / Obermaschinist Heinz Bauditz


Allgemeine Daten

Untertyp : Typ Typ 127 Seehund
Verdrängung (t) : 16,98
Länge (m) : 11,865
Breite (m) : 1,836
Tiefgang (m) : 1,845

Daten Überwasser (Verbrennungsmotor)

Antriebsanlage Anzahl : 1
Antriebsanlage Typ : Büssing NAG LD 6 6 Zyl. Viertakt
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 60
Geschwindigkeit (kn) : 7,7
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 270 /7,7

Daten Unterwasser (Elektromotor)

Antriebsanlage Anzahl : 1
Antriebsanlage Typ : Lloyd Dynamowerke/AEG Bremen, AW 77
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 25
Geschwindigkeit (kn) : 6
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 15 /6
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 60 /2,2
Schiffschronik:
21.01.1945 zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr Auslaufen aus Ijmuiden in das Einsatzgebiet vor Great Yarmouth.[18]
00.01.1945 Alarmtauchen vor der englischen Küste vor britischen Überwasserschiffen bis Grundberührung bei 65 Meter Wassertiefe und Wasserbombenverfolgung.[18]
00.01.1945 Abbruch des Einsatzes aufgrund einer Störung des Dieselmotors, nachdem dieser während des Alarmtauchens auf der Höhe Bilgebank abgesoffen war. Nach einigen Stunden Dieselmotor wieder einsatzbereit, Auftauchen und Kursänderung Richtung Tonne NF 10. Sichtung von drei MGB mit nördlichem Kurs im Quadrat AN 8752.[18]
23.01.1945 Rückkehr nach Ijmuiden.
03.02.1945 Auslaufen aus Ijmuiden mit dem Ziel, das Operationsgebiet Themse-Schelde-Geleitweg zu erreichen.
04./05.02.1945 Nachts im Einsatzgebiet stehend überraschender Luftangriff vermutlich nach Radar-Ortung und Suchen mit Rotlicht-Scheinwerfer, dem das Boot entkommen kann.[7]
05.02.1945 [7] oder 09.02.1945 [18] Rückkehr nach Beschädigung durch Luftangriff.[7]
16.02.1945 Reparatur durch die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven.[47]
12.04.1945 23.30 Uhr [18] Auslaufen aus Ijmuiden in das Einsatzgebiet Themse-Schelde-Geleitweg vor Dungeness.
14.04.1945 Erreichen des Einsatzgebietes.[24]
16.04.1945 Gegen 14.00 Uhr Sichtung eines von der Besatzung als großer Dampfer angesprochenen Schiffes.[18]
16.04.1945 gegen 14.30 Uhr Angriff mit beiden Torpedos und Versenkung des auf 10000 Tonnen geschätzten Schiffes bei Dungeness. Nach [18] Tanker „Gold Shell“ (8208 BRT); Versenkung durch "U 5368" nicht bestätigt. Alternativ kommt Versenkung des Kabellegers "HMS Monarch" (1150 t) im Marine-Quadrat AN 7695 Betracht; Versenkung durch "U 5368" ebenfalls nicht bestätigt; nach britischen Einschätzung galt "HMS Monarch" zunächst als torpediert, später Änderung der Meldung wegen angeblicher Hinweise auf Minentreffer.[26]
Die Versenkung des Kabellegers Monarch wird in[52] bestätigt.
Ablauf des Angriffs nach Gefechtskurzbericht im KTB/Skl:
"16.04.1945 18.30 Uhr in AN 8749-57 Schuss auf Korvette und ca. 5000 BRT Frachter in Entfernung 800-1000 m. Treffer gehört, keine weiteren Beobachtungen."[24]
16.04.1945 Nach Angriff sofort einsetzende, sich über Stunden erstreckende Wasserbombenverfolgung durch mindestens zwei alliierte Fahrzeuge. Besatzung legt Boot bei 72 Meter Wassertiefe auf Grund. Boot wird während der Wasserbombenverfolgung so ausgetrimmt, dass es über dem Grund schwebend durch den Golfstrom noch Osten versetzt wurde.[18]
00.04.1945 Beginn des Rückmarschs nach Ijmuiden.
18.04.1945 Brennstoff in AN 8469 verbraucht.[24]
19.04. oder 20.04.1945 Aufbrauch der letzten Frischwasservorräte.[18]
21.04.1945 Boot gilt für den A.d.K. als vermisst.[24]
22.04.1945 (Erinnerung Bauditz) Aufbrauch des letzten Betriebsstoffs noch in weiter Entfernung von Ijmuiden. Boot trieb ohne Öl, elektrischer Energie, Sauerstoff, Süßwasser und Lebensmittel mit einem kleinen Segel am Sehrohr Richtung holländische Küste.[18]
23.04.1945 07.00 Uhr Strandung bei Katwijk aan Zee. Aufgabe des sinkenden Bootes. Widerruf der Vermisst-Meldung.[24]
24.04.1945 Rückkehr der Besatzung nach Ijmuiden mit einem Gewichtsverlust des Leitenden Ingenieurs von 9 Kilogramm.[7],[18],[19]

Verlust am : 23.04.1945
Verlustuhrzeit : 07:00
Verlustort : Katwijk aan Zee
Verlustursache : Strandung
[7]:Mattes, K.: Die Seehunde Klein-U-Boote, Hamburg, Berlin, Bonn 1995
[18]:Bauditz, H.: K-Verband-ZweiMann U-Boot Seehund, in: Pfefferle, E.: Kameraden zur See Bd. 3, o.O.o.J
[19]:Bauditz, H.: Einen "Tick" hatten wir alle, in: Pfefferle, E.: Kameraden zur See Bd. 4, o.O.o.J.
[24]:BArch RM 7/853 Kriegstagebuch der Seekriegsleitung Teil D Ergänzungen 21. bis 30.April 1945
[26]:Heijkoop, C.: Klein Venijn, Vlissingen 2009
[47]:[Ausstoßmeldung Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven Februar 1945]
[50]:Busch/Röll: Der U-Boot-Krieg 1939-1945, Band 2, Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften, Hamburg, Berlin, Bonn 1997
[52]:TNA Air 41/74 The R.A.F in Maritime War Vol V June 1944-May 1945
Eingefügt am: 06.05.2014
Eingefügt von: Beate Kibelka
Letzte Änderung: 12.12.2016
Geändert von: Beate Kibelka
Änderung: 9.6.2014, Hartwig Kobelt, Dienstgrade Besatzung
29.6.2014, Hartwig Kobelt, Chronik 21.-23.1.1945
27.7.2014, Hartwig Kobelt, Chronik 3.-5.2.1945
9.11.2014, Hartwig Kobelt, Chronik 13.-24.4.1945
1.2.2015, Hartwig Kobelt, Chronik 21.-23.1.1945, Besatzung
8.2.2015, Hartwig Kobelt, Chronik 12.-23.4.1945
17.5.2015, Hartwig Kobelt, Chonik 16.4.1945 Quelle 26
30.8.2015, Hartwig Kobelt, Chronik 21./23.4.1945, Verlust-Datum. Verlust-Uhrzeit, Verlust-Ort
6.9.2015, Hartwig Kobelt, Chronik 16. bis 23.4.1945 überarbeitet nach [24]
05.03.2016 Chronik 12.2.45
10.7.2016, Hartwig Kobelt, Indienststellung nach [50]
12.12.2016 Beate Kibelka, Verlust Monarch mit [52] bestätigt, link ASS eingefügt