Marinefährprahm F 836 (AF 104)

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Kennung : F 836
2. Kennung : AF 104
Zivil- und Nachkriegsnamen : MS Pregel
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : D
Bauauftrag : 21.05.1942
Indienstgestellt : 29.04.1944


Marinefährprahm : Typ D
Verdrängung konstruktiv (t) : 168
Verdrängung maximal (t) : 239
Länge (m) : 49,84
Breite (m) : 6,59
Tiefgang leer (m) : 1,18
Tiefgang beladen (m) : 1,35
Seitenhöhe (m) : 2,75
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 375
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,3
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 520/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1120/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/21
Ladefähigkeit : 140 t (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 200 Mann)
- 21.05.1942 Bauauftrag
- 00.11.1943 Umbau in AF 104
- 29.04.1944 8. Artillerieträgerflottille
- 00.01.1945 GM/SA
- 19.02.1946 an USA
- 12.05.1947 OMGUS
- 01.07.1948 M/S Pregel (H.Bastian,Bremen)
- 07.08.1951 W.Thaden, Oldenburg
- 30.06.1953 R. Priet, Holterfehn
- 28.04.1954 zum Eigentum angekauft
- 29.04.1944 Indienststellung für 8. Artillerieträgerflottille, Kommandant: Ob.Fähnr.z.S.d.R. Budzinski, Hans.[1]
- 29.04.1944 Indienststellung in Rotterdam, Neue Wilton-Werft für 8. Artillerieträgerflottille, Kommandant: Ob.Fähnr.z.S. Budzinski.[2]
- 29.04.1944 Indienststellung bei der 8. Artillerieträgerflottille in Rotterdam.[3]
- 12.06.1944 Bei der 1. Gruppe (Oblt.z.S.d.R. Stephan) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Budzinski.[3]
- 15.06.1944 1. Gruppe verlegt nach Ostende zur Vorfeldüberwachung und Sicherung der Einsätze der 36. Minensuchflottille.[3]
- Wenig später 1. Gruppe nach Boulogne weiterverlegt und dort der seit Invasionsbeginn ziemlich mitgenommenen 2. Artillerieträgerflottille einsatzmäßig unterstellt.[3]
- bis 25.09.1944 Sicherung der Rücklandung der 15. Armee über die untere Schelde in Unterstellung des Einsatzstabs Knuth durch AF 100, AF 102, AF 104, AF 106, AF 107 und AF 109.[3]
- 31.03.1945 Die sechs einsatzbereiten Boote der 8. Artillerieflottille (AF 100, AF 102, AF 104, AF 106, AF 107, AF 109) marschieren durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel.[3]
- 01.-05.04.1945 Endausrüstung, Kompensierung und Munitionieren der Boote in Kiel unter ständigen Luftangriffen.[3]
- 05./06.04.1945 Seemarsch von Kiel ostwärts. Verband kurz vor Saßnitz wegen Minengefahr nach Stralsund umdirigiert.[3]
- 08./09.04.1945 Über Stralsund, Greifenwalder Bodden und Peene ins Stettiner Haff, dann über die Kaiserfahrt wieder auswärts nach Swinemünde.[3]
- anschließend Flottille truppendienstlich der 10. Sicherungsdivision, einsatzmäßig dem Seekommandanten Pommern unterstellt, U-Stab in Ahlbeck einquartiert, Boote im Caseburger Schnellboot-Stützpunkt stationiert.[3]
- 13./14.04.1945 4 AF und 4 Schleppern mit einem Schwimmdock die West-Oder abwärts . Russisches Infanteriefeuer von der Oderinsel durch 2 cm Vierlinge der AF zum Schweigen gebracht. Auf Höhe Pölitz auf AF 104 zwei Verwundete durch Volltreffer einer feindlichen 7,6 cm. Erst auf Höhe Papenwasser Schusswechsel beendet. Querab Gr. Ziegenort Schwimmdock durch Wind aus NO an der westl. Fahrwasserkante auf Grund gesetzt, muß nach Hellwerden zurückgelassen werden. AF und Schlepper geraten auf der Weiterfahrt ins Feuer einer bei Köpitz in Stellung gegangenen russischen 7.6 cm Batterie, die durch die 8,8 cm der AF zum Schweigen gebracht wird.[3]
- 27.04.1945 Gruppe Oblt.z.S. Bartelt (AF 104, AF 106, AF 107 und AF 109) zur Sicherung der Brücken von Karnin und Zecharin sowie Verhinderung russischer Flussübergänge ins Achterwasser.[3]
- 30.04.1945 Bei der 2. Gruppe (Oblt.z.S. Bartelt) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Budzinski.[3]
- 02.05.1945 Da ein Durchbruch über die untere Peene nach dem Greifswalder Bodden nicht mehr möglich ist, läuft die Gruppe Bartelt zum Stettiner Haff zurück. Die drei AF (AF 104, AF 107 und AF 109) erkennen in Höhe Karnin einen Übergangsversich der Sowjets mit Ruderpontons und unterbinden diesen durch Einsatz ihrer Bordwaffen. Als sie das Kleine Haff erreicht haben und unter der Südküste Usedoms zur Kaiserfahrt laufen, ist es Tag geworden. Sie erhalten gutliegendes Feuer einer bei Uckermünde in Stellung gegangenen schweren Sowjetbatterie (Kaliber 17 cm?), das von einer eigenen Küstenbatterie bei Swinemünde und den Geschützen der in der Kaiserfahrt auf Grund liegenden LÜTZOW erwidert wird, so dass der Verband ohne Verluste Swinemünde erreichen kann.[3]
- 03.05.1945 Gruppe Bartelt beginnt in den Abendstunden mit der systematischen Sperrung der Kaiserfahrt durch Werfen von Minen.[3]
- 04./05.05.1945 Gruppe Bartelt (AF 104, AF 107 und AF 109) deckt von der Swine aus die letzten Einschiffungen im Hafen Swinemünde gegen in den Morgenstunden schon auf den Piers des Osternothafens auftauchenden Sowjetpanzer und verlässt gegen 04.00 Uhr mit den letzten Pionierbooten die Swine zur Fahrt in den Westen.[3]
- 09.09.1946 In Wilhelmshaven.[4]
Erich Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 7
[1] Geh.NTB Nr. 20/1944
[2] KTB der 8. Artillerieträgerflottille
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] Von der Kaiserlichen Werft zum Marinearsenal: Wilhelmshaven als Zentrum d. Marinetechnik seit 1870
Eingefügt am: 13.10.2007
Eingefügt von: Jörg Kießwetter
Letzte Änderung: 24.12.2013
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 15.10.2007 R. Stenzel: Chronik (Geh.NTB Nr. 20/1944)
- 28.12.2008 R. Stenzel: Chronik [2] eingefügt
- 01.01.2009 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [3] eingefügt
- 24.12.2013 M. Goretzki: Datensatz gem. [4] ergänzt