Marinefährprahm F 854 (AF 109)

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F 855  


Kennung : F 854
2. Kennung : AF 109
Schiffstyp : Marinefährprahm
Untertyp : D
Bauauftrag : 05.10.1942
Bauwerft : SCHIMAG, Mannheim
Indienstgestellt : 25.06.1944


Marinefährprahm : Typ D
Verdrängung konstruktiv (t) : 168
Verdrängung maximal (t) : 239
Länge (m) : 49,84
Breite (m) : 6,59
Tiefgang leer (m) : 1,18
Tiefgang beladen (m) : 1,35
Seitenhöhe (m) : 2,75
Antriebsanlage Anzahl : 3
Antriebsanlage Typ : 6zyl. 4takt. Dieselmotor
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 375
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,3
Treibstoffvorrat (t) : 4,1
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 520/10
Fahrbereich 2 (sm/kn) : 1120/7
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 0/21
Ladefähigkeit : 140 t (3 Panzer IV / 2 Panzer T-34(r) / 200 Mann)
- 05.10.1944 Bauauftrag
- 00.01.1944 Umbau in AF 109
- 12.06.1944 8. Artillerieträgerflottille
- 25./26.08.1944 beschädigt bei Cap d'Antifer / Seegefecht
- 00.07.1945 GM/SA
- 12.05.1947 OMGUS
- 06.11.1948 WSD Duisburg
- 23.05.1950 an Briten re
- 12.06.1944 Eintreffen des aus Mannheim kommenden AF 109 bei der 8. Artillerieträgerflottille in Rotterdam.[4]
- 12.06.1944 Bei der 3. Gruppe (Oblt.z.S.d.R. Conrad) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Gerecke.[4]
- 25.06.1944 für die 8. Artillerietragerflottille durch Oberfähnrich z.S.d.R. Rudolf Gerecke als AF 109 in Dienst gestellt.[1]
- 25.06.1944 Indienststellung F 854 = AF 109 für 8. Artillerieträgerflottille.[5]
- 26.06.1944 2. und 3. Gruppe (ohne AF 97) übernehmen in Ostende die Vorfeldüberwachung und Sicherung der Minenunternehmen.[4]
- 21.08.1944 auf dem marsch Dieppe nach Le Trepert 02.38 Uhr Kollision mit R 117, Af 109 leichte Bescädigungen, R 117 Vorschiff stark beschädigt.[3]
-25./26.08.1944 In der Nacht wird die 8. Artillerieträger-Flottille bei Fécamp von alliierten Seestreitkräften angegriffen. AF 110, AF 97, AF 105 und AF 111 gehen verloren, AF 101 und AF 109 werden eingebracht, letztere im Schlepp von S 174.[2]
- 25./26.08.1944 3. Gruppe wird auf der Weiterfahrt nach Le Havre vor Kap Antifer durch Zerstörer und Schnellboote gestellt und zusammengeschossen. AF 97, AF 105, AF 110 und AF 111 brennen aus und werden auf Strand gesetzt. AF 101 wird von eigenen Schnellbooten nach Fécamp eingeschleppt, während AF 109 mit eigener Kraft nach Fécamp zurückläuft. Die Verluste betragen etwa 40 Tote und Vermisste sowie 80 Verwundete. Oblt.z.S. Conrad zählt zu den Toten auf AF 105.[4]
- 26.08.1944 Gruppe Conrad der 8. Artillerieträgerflottille gefecht mit feindl. Seestreitkräften. 02.55 Uhr erhält AF 109 mehrere Artillerietreffer, Boot wird von S 174 nach Fecamp eingeschleppt.[3]
- 29./30.08.1944 Rückmarsch nach Dieppe unter Mitnahme der beschädigten AF 101 und AF 109. Bei laufenden Gefechten 1 MTB versenkt, 1 Zerstörer auf 10 hm in Brand geschossen.[4]
- bis 25.09.1944 Sicherung der Rücklandung der 15. Armee über die untere Schelde in Unterstellung des Einsatzstabs Knuth durch AF 100, AF 102, AF 104, AF 106, AF 107 und AF 109.[4]
- 31.03.1945 Die sechs einsatzbereiten Boote der 8. Artillerieflottille (AF 100, AF 102, AF 104, AF 106, AF 107, AF 109) marschieren durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel.[4]
- 01.-05.04.1945 Endausrüstung, Kompensierung und Munitionieren der Boote in Kiel unter ständigen Luftangriffen.[4]
- 05./06.04.1945 Seemarsch von Kiel ostwärts. Verband kurz vor Saßnitz wegen Minengefahr nach Stralsund umdirigiert.[4]
- 08./09.04.1945 Über Stralsund, Greifenwalder Bodden und Peene ins Stettiner Haff, dann über die Kaiserfahrt wieder auswärts nach Swinemünde.[4]
- anschließend Flottille truppendienstlich der 10. Sicherungsdivision, einsatzmäßig dem Seekommandanten Pommern unterstellt, U-Stab in Ahlbeck einquartiert, Boote im Caseburger Schnellboot-Stützpunkt stationiert.[4]
- 27.04.1945 Gruppe Oblt.z.S. Bartelt (AF 104, AF 106, AF 107 und AF 109) zur Sicherung der Brücken von Karnin und Zecharin sowie Verhinderung russischer Flussübergänge ins Achterwasser.[4]
- 30.04.1945 Bei der 2. Gruppe (Oblt.z.S. Bartelt) der 8. Artillerieträgerflottille gemeldet. Kommandant Lt.z.S.d.R. Gerecke.[4]
- 02.05.1945 Da ein Durchbruch über die untere Peene nach dem Greifswalder Bodden nicht mehr möglich ist, läuft die Gruppe Bartelt zum Stettiner Haff zurück. Die drei AF (AF 104, AF 107 und AF 109) erkennen in Höhe Karnin einen Übergangsversich der Sowjets mit Ruderpontons und unterbinden diesen durch Einsatz ihrer Bordwaffen. Als sie das Kleine Haff erreicht haben und unter der Südküste Usedoms zur Kaiserfahrt laufen, ist es Tag geworden. Sie erhalten gutliegendes Feuer einer bei Uckermünde in Stellung gegangenen schweren Sowjetbatterie (Kaliber 17 cm?), das von einer eigenen Küstenbatterie bei Swinemünde und den Geschützen der in der Kaiserfahrt auf Grund liegenden LÜTZOW erwidert wird, so dass der Verband ohne Verluste Swinemünde erreichen kann.[4]
- 03.05.1945 Gruppe Bartelt beginnt in den Abendstunden mit der systematischen Sperrung der Kaiserfahrt durch Werfen von Minen.[4]
- 04./05.05.1945 Gruppe Bartelt (AF 104, AF 107 und AF 109) deckt von der Swine aus die letzten Einschiffungen im Hafen Swinemünde gegen in den Morgenstunden schon auf den Piers des Osternothafens auftauchenden Sowjetpanzer und verlässt gegen 04.00 Uhr mit den letzten Pionierbooten die Swine zur Fahrt in den Westen.[4]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] Geheime Nordsee Tagesbefehle No. 29/44 vom 19.07.1944
[2] http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/chronik.htm
[3] KTB der 8. Artillerieträgerflottille
[4] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[5] A.d.S. Tagesbefehl Nr. 14/1944
Eingefügt am: 07.07.2007
Eingefügt von: Theodor Dorgeist
Letzte Änderung: 25.10.2009
Geändert von: Thorsten Reich
Änderung: - 26.06.2007 Th. Dorgeist Chronik (Geh.NTB Nr. 29/1944)
- 28.09.2007 R. Stenzel Aktualisierung nach Datenbankumbau
- 24.03.2008 M. Goretzki: Chronik [2] eingefügt
- 28.08.2008 Theodor Dorgeist Dokument eingefügt
- 18.09.2008 M. Goretzki: MFP-Untertyp gem. Gröner eingefügt
- 29.12.2008 R. Stenzel Chronik [3] eingefügt
- 01.01.2009 M. Goretzki: Schiffschronik gem. [4] eingefügt
- 12.01.2009 R. Stenzel Chronik [5] eingefügt
- 25.10.2009 T. Reich Dokument korrigiert
- 25.05.2014 T. Reich Dokumente 1-2 eingefügt