Artillerieträger SAT 7

  SAT 6
SAT 8  


Kennung : SAT 7
2. Kennung : SAT 7 N
3. Kennung : Hilfsschiff 65
4. Kennung : HEINY[4]
5. Kennung : RO 65[7]
Name : NIENBURG
Untertyp : SAT
Nation : Niederlande
Zivilname : NIJENBURGH
Ziviltyp : Motorschiff
Bauwerft : van Diepen, Waterhuizen
Baunummer : 844
Stapellauf : 00.07.1939
Besitzer : Wm. H. Müller, Rotterdam
Erfassung : 26.08.1941
Indienstgestellt : 10.02.1942
Bewaffnung : Nach Gröner:
- 1 x SK 10,5 cm
- 2 x 2 cm
- 4 x 1,5 cm


Größe : 400 BRT, 450t
Länge (m) : 44,45m
Breite (m) : 7,97m
Tiefgang (m) : 2,10m
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 400e, 10kn
Besatzung : 62
- 00.07.1939 Vom Stapel als niederl. M/S Heiny
- 00.00.1940 Nijenburgh
- 00.08.1940 Nienburg, Hilfsschiff 65, Unternehmen Seelöwe
- 26.08.1941 erfaßt als SAT
- 10.02.1942 in Dienst als SAT 7, SAS Sassnitz
- 00.05.1942 17. Landungsflottille
- 00.03.1943 5. Artillerieträger-Flottille
- 00.06.1943 24. Landungsflottille
- 01.03.1945 3. Artillerieträger-Flottille
- 00.05.1945 brit. Beute, GM/SA
- 00.00.194. re, Nijenburgh
- 00.00.1966 finn. Senta
- 00.00.1971 syr. Adham
- 00.00.1976 noch in Fahrt
- 00.07.1939 Vom Stapel als niederl. M/S HEINY bei Werft Van Diepen, Waterhuizen
- 00.00.1940 Als MS NIJENBURGH im Handelsdienst bei Wm. H. Müller, Rotterdam [G]
- 00.08.1940 als Hilfsschiff 65 beim Unternehmen Seelöwe vorgesehen [7]
- 07.04.1941 Gemäß Fahrzeugliste KMD Rotterdam vom OKM als für Umbau zum SAT mit einem 12,7-cm Geschütz brauchbar an KMD Wilhelmshaven gemeldet.[4]
- 23.08.1941 erfasst.[4] - 26.08.1941 erfaßt als SAT [G]
- 00.00.1942-00.00.1943 Umbau bei der Werft W. Bauer, Hamburg.[8]
- 10.02.1942 in Dienst als SAT 7, SAS Sassnitz [G]
- 20.05.1942 SAT NIENBURG bei der 4. Gruppe der 17. Landungsflottille gemeldet.[G][3]
- 12.02.1943 SAT Nienburg wird mit sofortiger Wirkung der 17. Landungsflottille zugeteilt.[2]
- 29.03.1943 Schwerer Artillerieträger 'Nijenburgh' an 17. Landungsflottille nach Probefahrt übergeben. Kommandant: Lt.z.S. Schulze.[5]
- 30.03.1943 Indienststellung SAT Nienburg für 13. Landungsflottille.[1]
- 11.04.1943 Unterstellungswechsel von 13. Landungsflottille zur 24. Landungsflottille.[1]
- 00.06.1943 24. Landungsflottille durch Artillerieträgergruppe, darunter SAT NIENBURG, verstärkt.[G][3]
- 26.07.1943 Sowj. Fliegerangriff auf Boote der Sperrbewachung. SAT 7 hinter der "Seeigel"-Sperre ein Verwundeter durch Bordwaffenbeschuss.[M]
- 20.08.1943 bei der 24. Landungsflottille.[4]
- 01.12.1944 SAT NIENBURG bei der 6. Gruppe (Artillerieträgergruppe) der 24. Landungsflottille gemeldet. Gruppe ist z.Zt. der 3. Vp.-Flottille zugeteilt.[3]
- 21./22.12.1944 SATs POLARIS und NIENBURG geleiten 5 Transporter von Libau nach Pillau und wehren am 22.12. morgens mehrere Angriffe eines sowj. Uboots ab.[3][9][10]
- 01.01.1945 an die 3. Artillerieträgerflottille übergeben.[G][4]
- 23.03.1945 SAT NIENBURG unterstützt vom Königsberger Seekanal aus die an Land schwer kämpfenden Heerestruppen mit dem Feuer seiner Bordwaffen.[3]
- 27./08.03.1945 SAT SOEMBA, JOOST und NIENBURG übernehmen unter gezieltem sowj. Artillerie- und Raketenbeschuss am Hexengrund bei Oxhöft Flüchtlinge und Soldaten und bringen sie nach Hela.[3]
- 28./29.03.1945 SAT SOEMBA, JOOST und NIENBURG wollen 650 Flüchtlingen an auf Reede wartende Transporter abgeben, die aber alle schon überladen sind. Erst am Nachmittag des 29.03. kann ein Teil an S/S CHARLOTTE abgegeben werden, während der Rest in Hela ausgeschifft werden muss.[3]
- 30.03.1945 Die 3 SATs bringen am Vormittag 450 Flüchtlinge auf M/P URUNDI, nachmittags weitere 1020 Personen auf andere Transporter.[3]
- 30./31.03.1945 Die 3 SATs schiffen am Hexengrund unter schwerstem Feindbeschuß Flüchtlinge, Soldaten (viele Verwundete darunter) und Kriegsgefangene ein und bringen diese nach Hela.[3]
- 04./05.04.1945 SAT JOOST, NIENBURG, OSTSEE, SOEMBA, ROBERT MÜLLER 6 decken die Räumung der Oxhöfter Kämpe über den Hexengrund („Walpurgisnacht“) im schweren Feuer russischer Batterien. Sie übernehmen dabei selbst von Kleinfahrzeugen bis zur Überladung Soldaten und allerletzte Flüchtlinge.[3]
- 16./17.04.1945 SAT SOEMBA verlegt mit den SAT KEMPHAAN, NIENBURG, OSTSEE und ROBERT MÜLLER 6 sowie dem Schulboot DRACHE von Hela nach Pillau.[3]
- 18.04.1945 SAT SOEMBA erhält im Einsatz vor Pillau zwei Bombentreffer, bleibt aber auf ihrem Posten und lässt sich erst nach Dunkelwerden durch M/tg MONSUN nach Hela abschleppen. NIENBURG und OSTSEE sichern das Schleppgeleit und kehren dann sofort wieder nach Pillau zurück.[3]
- 27.04.1945 SAT NIENBURG nach Libau abgelaufen. SAT KEMPHAAN und OSTSEE greifen in die Erdkämpfe auf der Frischen Nehrung bei Möwenhaken ein.[3]
- 08.05.1945 SAT NIENBURG läuft zusammen mit AF 34 im Geleit 2 aus Libau nach Westen ab und nimmt am 09.05. eine havarierte Pionierfähre in Schlepp, ehe das Geleit bei Bornholm sich den aus Hela abgelaufenen Konvois anschließt.[3]
- 08.05.1945 Um 21.00 Uhr laufen mit dem 2. Räumungsgeleit SAT NIENBURG, AF 34 der 7. Artillerieträgerflottille sowie F 1061, F 1062, MNL 21, MNL 22, SF 315, SF 316 und SF 319 der 24. Landungsflottille von Libau nach Westen ab.[3]
- 09.05.1945 SAT NIENBURG muß eine der drei Pionierfähren wegen Maschinenschadens in Schlepp nehmen.[3]
- 00.05.1945 brit. Beute, später GM/SA [G]
- 00.00.194. re, M/S Nijenburgh [G]
- 00.00.1965 an Paul Grunquist und Sonner, Borga, Finnland als SENTA verkauft.[6]
- 00.00.1971 an Mohamed Zeidan, Latakia, Syrien als ADHAM verkauft.[6]
- 15.07.1976 in ägypischen Gewässern gesunken.[6]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] A.d.S.-Tagesbefehl Nr. 17/1943
[2] A.d.S.-Tagesbefehl Nr. 8/1943
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] Archiv Theodor Dorgeist
[5] KTB der Kriegsmarinedienststelle Hamburg
[6] www.warsailors.com
[7] Verlustliste C. Boie
[8] Archiv Dirk Flößer
Eingefügt am: 05.03.2009
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 04.11.2018
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 05.03.2009 R. Stenzel Chronik [1] eingefügt
- 23.04.2009 R. Stenzel Chronik [2] eingefügt
- 15.05.2011 M. Goretzki: Datensatz nach Gröner, Bd. 7, aufbereitet
- 28.02.2013 M. Goretzki: Chronik gem. [3] eingefügt
- 10.09.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [4] eingefügt
- 01.10.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [5] eingefügt
- 04.12.2015 M. Goretzki: Link auf Stichting Maritiem-Historische Databank (Marhisdata) eingefügt
- 14.01.2016 T. Reich: Bild korrigiert
- 16.01.2016 M. Goretzki: Besatzung gem. Gröner ergänzt
- 07.02.2016 M. Goretzki: Chronik gem. [6] eingefügt
- 09.02.2016 M. Goretzki: Kennung RO 65 gem. [7] und Chronik gem. [8] eingefügt
- 11.02.2016 M. Goretzki: Externen Bildlink 1 und 2 eingefügt