Artillerieträger SAT 6

  SAT 5
SAT 7  


Kennung : SAT 6
2. Kennung : SAT 6 SA
Name : SOEMBA
Untertyp : SAT
Nation : Niederlande
Unterscheidungssignal : PHOV
Zivilname : SOEMBA
Ziviltyp : Motorschiff
Bauwerft : de Vooruitgang, Foxhol
Baunummer : 110
Stapellauf : 00.04.1940
Besitzer : H. J. Sloots, Groningen
Erfassung : 26.08.1941
Indienstgestellt : 06.10.1942
Bewaffnung : Nach Gröner:
- 2 x SK 10,5 cm
- 1 x 3,7 cm
- 6 x 2 cm
- 2 x 1,5 cm


Größe : 314 BRT
Länge (m) : 41,75m
Breite (m) : 7,41m
Tiefgang (m) : 1,50m
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 240e, 9kn
- 00.04.1940 Stapellauf als niederl. M/S Soemba
- 26.08.1941 erfaßt als SAT
- 10.02.-05.10.1942 Umbau bei Bauer, Hamburg
- 06.10.1942 in Dienst als SAT 6, 17. Landungsflottille
- 00.03.1944 21. Landungsflottille
- 01.07.1944 3. Vorpostenflottille
- 00.11.1944 24. Landungsflottille
- 00.12.1944 13. Landungsflottille
- 00.01.1945 3. Artillerieträger-Flottille
- 00.10.1945 re, Soemba
- 00.00.1961 Sirius S.
- 00.00.1964 panam. Arlene
- 00.00.1964 Orietta
- 00.00.1965 Puma
- 00.00.1966 portug. Julieta
- 00.00.1976 noch in Fahrt
- 00.04.1940 Stapellauf als niederl. M/S SOEMBA bei De Vooruitgang, Foxhol für Eigner H.J. Sloots, Groningen [G]
- 07.04.1941 Gemäß Fahrzeugliste KMD Rotterdam vom OKM als für Umbau zum SAT mit einem 12,7-cm Geschütz brauchbar an KMD Wilhelmshaven gemeldet.[3]
- 23.08.1941 erfasst.[3] - 26.08.1941 erfasst als SAT [G]
- 10.02.1942 - 05.10.1942 Umbau bei Bauer, Hamburg [G]
- 20.05.1942 SAT SOEMBA bei der 4. Gruppe der 17. Landungsflottille gemeldet.[2]
- 06.10.1942 in Dienst als SAT 6, 17. Landungsflottille [G]
- 01.10.1942 an die 23. Landungsflottille übergeben.[3]
- 28.05.1943 Unterstellungswechsel SAT Soemba von 23. Landungsflottille zur 21. Landungsflottille.[1]
- 07.03.1944 SAT SOEMBA der 21. Landungsflottille für das geplante Unternehmen „Tanne West“ (Besetzung der Aalandinseln im Falle eines Ausscheidens Finnlands aus der Koalition) benannt.[G][2]
- 01.07.1944 3. Vorpostenflottille [G]
- 01.12.1944 SAT SOEMBA der 13. L-Flottille zur Zeit der 3. Vp.-Flottille zugeteilt.[2]
- 01.01.1945 an die 3. Artillerieträgerflottille übergeben.[G][3]
- 11./12.03.1945 SAT SOEMBA läuft von Gotenhafen nach Großendorf, wo er AF 21 antrifft. Nachmittags beschießen die beiden Fahrzeuge von der Putziger Wiek aus Landziele südlich Putzig. Dabei müssen laufend Angriffe von Il-2 Schlachtflugzeugen abgewehrt werden.[2]
- 11./12.03.1945 AF 21 beschießt vor Großdorf zusammen mit SAT SOEMBA der 3. Artillerieträgerflottille Feindstellungen am Fuße der Putziger Nehrung, nachmittags ebenso vor der Putziger Wiek aus Feindziele südlich Putzig. Dabei müssen laufend Angriffe von IL-2 abgewehrt werden.[2]
- 13./14.03.1945 SAT SOEMBA und AF 21 beschießen Feindziele bei Schwarzau, Lindental, Tannenhof und Habichtsberg. Sie werden laufend durch sowj. Panzer, Feldartillerie und leichte Flakwaffen unter Beschuss genommen, die durch eigenes Feuer zum Schweigen gebracht werden. Beide Boote dann nach Gotenhafen zurück, um ihre Munitionsbestände aufzufüllen.[2]
- 14.03.1945 Betriebsstoffergänzung in Gotenhafen nicht möglich, da über 40 Schiffe auf Kohlen und Öl warten. Starkes Feindfeuer auf das Hafengebiet, weshalb an diesem Tag nur drei Transporter beladen werden können.[2]
- 14.-18.03.1945 SAT JOOST und SOEMBA wieder zu Küstenbeschießungen im Putziger Wiek, wo sie am 15.03. früh bei Kussfeld mit SAT OSTSEE und Schulboot DRACHE zusammentreffen. Alle Boote haben Heeresfunker an Bord, unter deren Feuerleitung am 15.03. von Ziegenhagen aus Landziele bei Großendorf beschossen werden. Am 16.03. Feuerüberfälle auf Schwarzau und Großendorf, am 17.03. Niederkämpfung einer 12,2 cm Batterie bei Putzig.[2]
- 18.-22.03.1945 SAT SOEMBA und AF 21 zum Flakschutz vor Hela eingestzt, wobei SOEMBA am 19.03. eine Il-2 abschießen kann, während am 22.03. durch das Feuer beider Boote auch noch eine Boston zum Absturz gebracht wird.[2]
- 24./25.03.1945 SAT SOEMBA läuft nach Dunkelwerden von Hela nach dem ringsum eingeschlossenen Gotenhafen und bringt von dort 600 Flüchtlinge nach Hela zurück, wo sie ab 19.50 Uhr an auf Reede eingetroffenen Transporter übergeben werden.[2]
- 26.03.1945 SAT SOEMBA läuft um 00.45 Uhr von Hela nach Gotenhafen und schifft dort wieder 500 Flüchtlingen ein, die in Hela abgesetzt werden. In einer weiteren Fahrt werden nochmals 500 Flüchtlinge abgeholt und dann an M/P POTSDAM abgegeben.[2]
- 27./08.03.1945 SAT SOEMBA, JOOST und NIENBURG übernehmen unter gezieltem sowj. Artillerie- und Raketenbeschuß am Hexengrund bei Oxhöft Flüchtlinge und Soldaten und bringen sie nach Hela.[2]
- 28./29.03.1945 SAT SOEMBA, JOOST und NIENBURG wollen 650 Flüchtlingen an auf Reede wartende Transporter abgeben, die aber alle schon überladen sind. Erst am Nachmittag des 29.03. kann ein Teil an S/S CHARLOTTE abgegeben werden, während der Rest in Hela ausgeschifft werden muss.[2]
- 30.03.1945 Die 3 SATs bringen am Vormittag 450 Flüchtlinge auf M/P URUNDI, nachmittags weitere 1020 Personen auf andere Transporter.[2]
- 30./31.03.1945 Die 3 SATs schiffen am Hexengrund unter schwerstem Feindbeschuß Flüchtlingen, Soldaten (viele Verwundete darunter) und Kriegsgefangene ein und bringen diese nach Hela.[2]
- 01.-04.04.1945 SAT SOEMBA holt allnächtlich mit F 858 Flüchtlinge und Soldaten vom Hexengrund nach Hela.[2]
- 04./05.04.1945 SAT JOOST, NIENBURG, OSTSEE, SOEMBA, ROBERT MÜLLER 6 decken die Räumung der Oxhöfter Kämpe über den Hexengrund („Walpurgisnacht“) im schweren Feuer russischer Batterien. Sie übernehmen dabei selbst von Kleinfahrzeugen bis zur Überladung Soldaten und allerletzte Flüchtlinge.[2]
- 06.04.1945 SAT SOEMBA und OSTSEE beschießen vom Putziger Wiek aus Feindstellungen bei Großdorf.[2]
- 07.04.1945 SAT SOEMBA und ROBERT MÜLLER 6 bekämpfen unter laufenden Luftangriffen und Feuer russischer Batterien Sowjetstellungen am Fuße der Halbinsel Hela.[2]
- 08.04.1945 Während AF 21 als Flakschutz auf Hela-Reede bleibt, laufen die 4 SATs ins Putziger Wiek, um zusammen mit Z 43 und T 33 Landziele bei Großdorf zu bekämpfen. SAT SOEMBA verschießt dabei allein 165 Granaten 10, 5 cm.[2]
- 11.04.1945 Es befinden sich ständig 50 – 60 Feindmaschinen im Luftraum über Hela-Reede. Zugleich greift schwere Feindartillerie ein. An diesem Tag fallen 2 Frachter, 1 Tanker, 1 Lazarettschiff und 3 Sicherungsfahrzeuge Luftangriffen zum Opfer. SAT SOEMBA geht am sinkenden LAZ BERLIN längsseits und übernimmt in 13 Minuten 250 Schwerverwundete, die an andere Fahrzeuge abgegeben werden.[2] >>> Bei dem Lazarettschiff handelte es sich um die POSEN, da die BERLIN bereits am 31.01.1945 vor Swinemünde gesunken ist. <<<
- 12.04.1945 SAT SOEMBA und OSTSEE scheiden vorübergehend aus dem Flakschutz auf Hela-Reede aus, um Landziele bei Schwarzau zu bekämpfen.[2]
- 16./17.04.1945 SAT SOEMBA verlegt mit den SAT KEMPHAAN, NIENBURG, OSTSEE und ROBERT MÜLLER 6 sowie dem Schulboot DRACHE von Hela nach Pillau.[2]
- 17.04.1945 Kampfgruppe SOEMBA beschießt russische Bereitstellungen auf Samland.[2]
- 18.04.1945 SOEMBA übernimmt vor Pillau 35 Überlebende Besatzungsmitglieder von ROBERT MÜLLER 6 und erhält dann ebenfalls zwei Bombentreffer. Trotzdem bleibt SOEMBA auf ihrem Posten. Sie übernimmt sogar noch die Munition und die Überlebenden der sinkenden DRACHE und lässt sich erst nach Dunkelwerden durch M/tg MONSUN nach Hela abschleppen. NIENBURG und OSTSEE sichern das Schleppgeleit und kehren dann sofort wieder nach Pillau zurück.[2]
- 00.10.1945 re, SOEMBA, Niederlande [G]
- 18.03.1964 ARLENE, Panama.[4]
- 00.00.1961 SIRIUS S. [G]
- 00.03.1965 ORIETTA.[4]
- 00.08.1965 PUMA.[4]
- 00.00.1966 JULIETA, Portugal.[4]
- 00.00.1997 aus Zweifel an der Existenz des Schiffes aus Lloyd`s Schiffsregister gestrichen.[4]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] A.d.S.-Tagesbefehl Nr. 20/1943
[2] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[3] Archiv Theodor Dorgeist
[4] www.go2war2.nl
Eingefügt am: 07.03.2009
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 04.11.2018
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 07.03.2009 R. Stenzel Chronik [1] eingefügt
- 15.05.2011 M. Goretzki: Datensatz nach Gröner, Bd. 7, aufbereitet
- 01.03.2013 M. Goretzki: Chronik gem. [2] eingefügt
- 06.09.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [3] eingefügt
- 05.12.2015 M. Goretzki: Link auf Stichting Maritiem-Historische Databank (Marhisdata) eingefügt
- 11.02.2016 M. Goretzki: Externen Bildlink 1 und 2 eingefügt, Schiffschronik gem. [4] eingefügt
- 12.03.2016 M. Goretzki: Klarstellung bzgl. des Rettungseinsatzes am 11.04.1945 eingefügt