Artillerieträger SAT 5

  SAT 4
SAT 6  


Kennung : SAT 5
2. Kennung : SAT 5 RM
Name : ROBERT MÜLLER 6
Untertyp : SAT
Nation : Deutschland
Zivilname : ROBERT MÜLLER 6
Ziviltyp : Motorschiff
Bauwerft : Ottensener Eisenwerke, Hamburg
Baunummer : 420
Besitzer : Robert Müller, Hamburg
Bewaffnung : Nach Gröner:
- 2 x SK 10,5 cm L/45
- 2 x 2 cm Oerlikon
- ab 1941 zusätzlich 3 x 1,5 cm


Größe : 399 BRT, ~740t
Länge (m) : 50,72m
Breite (m) : 8,18m
Tiefgang (m) : 2,98m
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 400e, 9,5kn
Besatzung : 1, 50 bis 1, 63
- 00.06.1936 Vom Stapel als Motorschiff Robert Müller 6
- 09.07.1936 in Dienst gestellt als Robert Müller 6
- 22.08.1940 SAT 5
- 00.05.1941 Erprobungsverband Ostsee
- 00.02.1943 SAS Kiel
- 00.06.1943 24. Landungsflottille
- 01.12.1944 3. Vorpostenflottille
- 00.01.1945 3. Artillerieträger-Flottille
- 18.04.1945 + 11.55 Uhr ~Pillau / 2 Fli-T / 29 Tote
- 00.06.1936 Vom Stapel als Motorschiff ROBERT MÜLLER 6 bei Ottenser Eisenwerke, Hamburg
- 09.07.1936 In Handelsdienst gestellt für Robert Müller, Hamburg
- 22.08.1940 Übernahme durch Kriegsmarinedienstelle Hamburg.[6]
- 06.09.1940 bei der Deutschen Werft Hamburg fertig.[4] - Zur Verwendung bei der Kriegsmarine als Schwerer Artillerieträger.[6]
- 17.09.1940 ROBERT MÜLLER 6 der Station Nord unterstellt. Sofortige Überführung nach Wilhelmshaven zur Ausbildung mit übrigen Artillerieträgern ist zu veranlassen.[7]
- 09.11.1940 SAT ROBERT MÜLLER 6 außer Dienst gestellt (Telegramm des MND vom 12.11.1940).[TD]
- 00.00.1941 bei der Deutschen Werft, Hamburg-Reiherstieg, zum SAT umgebaut.[5]
- 00.05.1941 Erprobungsverband Ostsee [G]
- 07.09.1941 Der mit der Masse in Pernau liegende EVO meldet für das bevorstehende Unternehmen „Beowulf“ SAT ROBERT MÜLLER dem Chef 17. M-Flottille unterstellt.[3]
- 00.02.1943 SAS Kiel [G] SAS = Schwere Artillerieschule
- 24.02.1943 Unterstellungswechsel SAT ' Robert Müller ' von 13. Landungsflottille zur 24. Landungsflottille.[1]
- 00.06.1943 24. Landungsflottille durch Artillerieträgergruppe, darunter SAT ROBERT MÜLLER 6, verstärkt.[3]
- 20.08.1943 bei der 24. Landungsflottille gemeldet.[4]
- 01.12.1944 bei der 21. Landungsflottille gemeldet.[4] - 01.12.1944 3. Vorpostenflottille [G]
- 01.12.1944 SAT ROBERT MÜLLER 6 bei der 6. Gruppe (Artillerieträgergruppe) der 24. Landungsflottille gemeldet. Gruppe ist z.Zt. der 3. Vp.-Flottille zugeteilt.[3]
- 01.01.1945 an die 3. Artillerieträgerflottille übergeben.[G][4]
- 09.01.1945 SAT Robert Müller meldet beim Einlaufen nach Memel vom Dampfer Leda gerammt, Boot monövrierunfähig, Maschinenraum voller Wasser. Schiff wird auf Slip abgedichtet.[8]
- 04./05.04.1945 SAT JOOST, NIENBURG, OSTSEE, SOEMBA, ROBERT MÜLLER 6 decken die Räumung der Oxhöfter Kämpe über den Hexengrund („Walpurgisnacht“) im schweren Feuer russischer Batterien. Sie übernehmen dabei selbst von Kleinfahrzeugen bis zur Überladung Soldaten und allerletzte Flüchtlinge.[3]
- 07.04.1945 SAT SOEMBA und ROBERT MÜLLER 6 bekämpfen unter laufenden Luftangriffen und Feuer russischer Batterien Sowjetstellungen am Fuße der Halbinsel Hela.[3]
- 16./17.04.1945 SAT SOEMBA verlegt mit den SAT KEMPHAAN, NIENBURG, OSTSEE und ROBERT MÜLLER 6 sowie dem Schulboot DRACHE von Hela nach Pillau.[3]
- 18.04.1945 11.42 Uhr Auf Pillau-Reede erhält ROBERT MÜLLER 6 zwei Bombentreffer, ehe ein Torpedotreffer des russischen U-Boots L-3 das beschädigt Schiff zum Sinken bringt. SOEMBA übernimmt die überlebenden 35 Besatzungsmitglieder und erhält dann ebenfalls zwei Bombentreffer.[3] >>> Angriff L-3 am 18.04. nicht nachweisbar [A] <<<
- 18.04.1945 Pillau, 15.00 Uhr, Angriff von 9 Boston mit Torpedos. SAT Robert Müller, der schon vorher einen Bombentreffer erhielt, geht durch Torpedovolltreffer in wenigen Sekunden unter.[2]
- 18.04.1945 + 11.55 Uhr ~Pillau / 2 FliTo / 29 Tote

Verlust am: 18.04.1945
Verlustuhrzeit: 1155
Verlustort: Pillau
Verlustart: Bomben- und Torpedotreffer[2]
Verlustursache: russ. Luftangriff
Gegnernation: Sowjetunion[2]
Gegnertyp: Flugzeuge[2]
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] A.d.S.-Tagesbefehl Nr. 12/1943
[2] KTB F 506
[3] Kugler: Chronik der amphibischen Verbände
[4] Archiv Theodor Dorgeist
[5] Archiv Dirk Flößer
[6] Bundesarchiv, RM 108/52, Kriegsmarinedienststellen
[7] Schreiben 1./Skl. 13403 I op E G Kdos. vom 17.09.1940
[8] KTB 3. Sicherungsflottille
Eingefügt am: 23.04.2009
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 04.11.2018
Geändert von: Rene Stenzel
Änderung: - 23.04.2009 R. Stenzel Datensatz erstellt, Chronik [1] eingefügt
- 06.05.2011 M. Goretzki: Schiffschronik & Verlustangaben gem. [2] eingefügt
- 15.05.2011 M. Goretzki: Datensatz nach Gröner ergänzt
- 28.02.2013 M. Goretzki: Chronik gem. [3] eingefügt
- 06.09.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [4] eingefügt
- 16.01.2016 M. Goretzki: Besatzung gem. Gröner ergänzt
- 10.02.2016 M. Goretzki: Chronik gem. [5] eingefügt
- 11.02.2016 M. Goretzki: Externen Bildlink 1 eingefügt
- 17.09.2016 M. Goretzki: Chronik gem. [6] + [7] eingefügt
- 16.09.2017 R. Stenzel Chronik [8] eingefügt