Siebelfähre PiLF 245

  PiLF 244
PiLF 246  


Kennung : PiLF 245
Zivil- und Nachkriegsnamen : HAI" (i)
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PILF 40 Ford
Indienstgestellt : 00.00.1942


Siebelfähre : Typ PILF 40 Ford
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 21,75
Breite (m) : 14,20
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 2
Antriebsanlage Typ : 4 Ford V8 Benzin-Motoren (78 e) ; 4 Wasserschrauben 0,60m Durchmesser.
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 312 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 5,9
Geschwindigkeit beladen (kn) : 4,2
Treibstoffvorrat (t) : keine Angaben
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 10 Mann
Ladefähigkeit : Tragfähigkeit 50-60 Tonnen oder 120 Mann.
Ladefähigkeit durch zentrale Deckshausanordnung eingeschränkt. Spätestens 1942 wurde das Deckshaus nach achtern versetzt und
der Steuerstand oben darauf gesetzt. Dadurch wurde die Ladekapazität vergrößert.
Panzerung : keine Panzerung
Ausrüstung : 1 Maschinengewehr
Technische Bemerkungen : - 2 Brückenschiffe des schweren Schiffbaugerätes (s.S.). Der Ponton war ein Stahlgitterrost mit Holzbohlenbelag.
- Einstöckiges Zentraldeckshaus mit vorgesetztem Steuerstand (wie beim Typ BMW). Später wurde das Deckshaus nach achtern versetzt und der Steuerstand darauf gesetzt.
- 2 einteilige Ford-Endschiffe (3,00m lang). Die Serie PiLF 243 bis 246 erhielt einen französischen 40 PS-Außenbordmotor. Damit wurde die Geschwindigkeit auf das Niveau der BMW-Fähren (beladen 5,9 kn) gesteigert.
Für Unternehmen "Seelöwe" wurden 27 Einheiten gebaut, von denen Anfang 1941 nach Abbau der Flugmotoren 12 Einheiten als Transport-Fähren beim schweren Fährenkommando Afrika (sp.: 5./Bau-Btl.85) und der Rest als Ausbildungsfähren des Pi. Lehr-Btl. Lindau und des Hochsee-Lehrkommandos Terneuzen eingesetzt wurden (z.B. PiLF 71). Von der Serie 2 mit zurückgesetztem Deckshaus wurden 4 Einheiten ausgeliefert.
keine Angaben.
07.1942 - 5./Bau-Bataillon 85
- 05.07.1942 Fähre HAI von Derna in Tobruk ein.[2]
- 19.08.1942 bei Luftangriff auf Hafen von Tobruk durch Brandbombe getroffen, „Der Aufbau und ein Teil des Bodenbelags brannten ab“.[1]
- 19.08.1942 SS-Fähre Hai wird beim Luftangriff auf Tobruk getroffen, Deckbelag und Aufbauten verbrannt, Reparaturdauer ca. 8-10 Tage.[1]
- 06.11.1942 Bei Luftangriff auf den Hafen Tobruk Fähre HAI (II) beschädigt, 1 Mann getötet.[4]
- 11.11.1942 In Tobruk befindet sich u.a. die Heeres-Siebelfähre HAI.[2]
- 11.-14.11.1942 sF GOLDBUTT, HAI, HUCHEN, SEEAAL, TÜMMLER und WAL im Schlepp von MFPs von Tobruk nach Ras el Aali. sF HAI unterwegs aus Schlepp abgerissen und mit eigener Kraft nach Derna.[4]
- 13.-15.11.1942 sF HAI macht Zwischenhalt in Derna.[4]
- 16.11.1942 sF HAI auf Weitermarsch in Höhe Derna im Sturm nach Motorenausfall gestrandet und selbst zerstört.[4]
- 16.11.1942 PiLF HAI, 5./Bau-Btl. 85, bei Bengasi nach Strandung selbstversenkt.[3]

Verlust am: 16.11.1942
Verlustort: bei Derna
Verlustart: Havarie ; selbstversenkt
Verlustursache: Motorenausfall, Strandung
[1] KTB des Chefs der Seetransportstellen in Nordafrika
[2] KTB Seetransportstelle Tobruk
[3] Archiv Theodor Dorgeist, Verlustliste Achse
[4] Kugler: Chronik der Landungspioniere (Bau-Btl. 5/85), S.20, 21
Eingefügt am: 22.10.2008
Eingefügt von: Rene Stenzel
Letzte Änderung: 10.07.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 06.01.2013 M. Goretzki: Chronik gem. [2] eingefügt
- 06.08.2014 M. Goretzki: Chronik & Verlustdaten gem. [3] ergänzt
- 24.11.2014 M. Goretzki: Chronik gem. [2] ergänzt
- 19.06.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [4] eingefügt
- 28.09.2019 T. Weis: Kennung_1 auf Name (HAI I) geändert.