Siebelfähre HECHT (i)

 
HECHT(i) 1  


Kennung : HECHT (i)
Zivil- und Nachkriegsnamen : HECHT" (i)
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PILF 40 Ford


Siebelfähre : Typ PILF 40 Ford
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 21,75
Breite (m) : 14,20
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 2
Antriebsanlage Typ : 4 Ford V8 Benzin-Motoren (78 e) ; 4 Wasserschrauben 0,60m Durchmesser.
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 312 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 5,9
Geschwindigkeit beladen (kn) : 4,2
Treibstoffvorrat (t) : keine Angaben
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 10 Mann
Ladefähigkeit : Tragfähigkeit 50-60 Tonnen oder 120 Mann.
Ladefähigkeit durch zentrale Deckshausanordnung eingeschränkt. Spätestens 1942 wurde das Deckshaus nach achtern versetzt und
der Steuerstand oben darauf gesetzt. Dadurch wurde die Ladekapazität vergrößert.
Panzerung : keine Panzerung
Ausrüstung : 1 Maschinengewehr
Technische Bemerkungen : - 2 Brückenschiffe des schweren Schiffbaugerätes (s.S.). Der Ponton war ein Stahlgitterrost mit Holzbohlenbelag.
- Einstöckiges Zentraldeckshaus mit vorgesetztem Steuerstand (wie beim Typ BMW). Später wurde das Deckshaus nach achtern versetzt und der Steuerstand darauf gesetzt.
- 2 einteilige Ford-Endschiffe (3,00m lang). Die Serie PiLF 243 bis 246 erhielt einen französischen 40 PS-Außenbordmotor. Damit wurde die Geschwindigkeit auf das Niveau der BMW-Fähren (beladen 5,9 kn) gesteigert.
Für Unternehmen "Seelöwe" wurden 27 Einheiten gebaut, von denen Anfang 1941 nach Abbau der Flugmotoren 12 Einheiten als Transport-Fähren beim schweren Fährenkommando Afrika (sp.: 5./Bau-Btl.85) und der Rest als Ausbildungsfähren des Pi. Lehr-Btl. Lindau und des Hochsee-Lehrkommandos Terneuzen eingesetzt wurden (z.B. PiLF 71). Von der Serie 2 mit zurückgesetztem Deckshaus wurden 4 Einheiten ausgeliefert.
- 11.11.1942 In Tobruk befindet sich u.a. die Heeres-Siebelfähre HECHT.[1]
- 12.11.1942 sF FORELLE und HECHT setzen bis zuletzt in Tobruk Verwundete auf zwei Lazarettschiffe über und laufen dann ebenfalls nach Westen ab.[4]
- 12.11.1942 sF HECHT birgt Überlebende der sF FORELLE, die auf Höhe Ain el Gezala durch Tiefflieger in Brand geschossen wurde und sinkt (2 Tote, 1 Verwundeter). sF HECHT kann am 13.11. in Derna auftanken und kommt am 15.11. in Ras-el-Aali an [4].
- 16.11.1942 sF HECHT mit eigener Kraft von Ras-el-Aali nach Tripolis aus. [4]
- 17.11.1942 sF HECHT nach Motorenausfall im Sturm vor Marsa el Brega gestrandet und am 19.11. selbstzerstört.[4]
- 19.11.1942 sF HECHT nach Havarie vom 17.11. selbstzerstört.[4]
- 20.11.1942 Siebel Ferry 'Hecht' in need of assistance off Ras el Aali. Subsequently broke up.[2] >>> Datum nicht korrekt <<<

Verlust am: 19.11.1942
Verlustort: vor Marsa el Brega
Verlustart: Motorenausfall ; selbstzerstört [3]
[1] KTB Seetransportstelle Tobruk
[2] ADM 223/48 [HECHT]
[3] Archiv Theodor Dorgeist, Verlustliste Achse
[4] Kugler: Chronik der Landungspioniere (Bau-Btl. 5/85), S.21
[5] KTB Pionierlandungsbataillon 771 vom 01.05.-31.08.1943 (BAMA RH 46/696)
Eingefügt am: 06.01.2013
Eingefügt von: Martin Goretzki
Letzte Änderung: 02.07.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 03.01.2013 M. Goretzki: Datensatz gem. [1] und [2] angelegt
- 06.08.2014 M. Goretzki: Chronik & Verlustdaten gem. [3] ergänzt
- 19.06.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [4] eingefügt
- 28.09.2019 T. Weis: Kennung_1 auf Name HECHT geändert
- 07.12.2021 T. Weis: Chronik gem. [5] ergänzt