Siebelfähre PiLF 319 (sF 319)

  PiLF 318
PiLF 320  


Kennung : PiLF 319
2. Kennung : sF 319
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PILF 40


Siebelfähre : Typ PILF 40
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 21,75
Breite (m) : 14,20
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 2
Antriebsanlage Typ : Ford V8 Otto-Motoren (78 e) ; 4 Wasserschrauben 0,60m Durchmesser
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 312 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 7,5
Treibstoffvorrat (t) : keine Angaben
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 10 Mann
Ladefähigkeit : Tragfähigkeit 50-60 Tonnen oder 120 Mann.
Ladefähigkeit durch zentrale Deckshausanordnung eingeschränkt.
Panzerung : keine Panzerung
Technische Bemerkungen : 2 Brückenschiffe des schweren Schiffbaugerätes (s.S.). Der Ponton war ein Stahlgitterrost mit Holzbohlenbelag. Einstöckiges Zentraldeckshaus.
Für Unternehmen "Seelöwe" wurden 27 Einheiten gebaut, von denen Anfang 1941 nach Abbau der Flugmotoren 12 Einheiten als Transport-Fähren beim schweren Fährenkommando Afrika (sp.: 5./Bau-Btl.85) und der Rest als Ausbildungsfähren des Pi. Lehr-Btl. Lindau und des Hochsee-Lehrkommandos Terneuzen eingesetzt wurden.
keine Angaben
- Winter 1941/42 als F 319 an Bau-Btl. 128 [G] >>> Es existiert bislang bei keinem Wehrmacht-Verband der Nachweis einer Siebelfähre mit der Kennung SF 140; aber die 300er Nummern des PiL 128 dienten offenbar der seriellen Vereinheitlichung eines diffusen sF Bestandes und waren keine originären "Baunummern". <<<
- 07.07.1943 sF 319 beginnt vor der Nordwestspitze der Insel Kossa Tusla zu sinken, wird aber von sF 318 sofort mit Stahltrossen unterfangen und dann durch sF des Pi.Ldgs.Btl. 128 mittels Ankerwinden und Flaschenzüge abgeleichtert. 5 Lkw, 1 Zgkw, 2 Panjewagen, 1 Wasserwagen, 7 Pferde, 2 Aggregate, Geräte und Mannschaftsgepäck sowie die eingeschifften Soldaten können so noch von der unter 45° im Wasser liegenden Fähre geborgen werden, während die havarierte Fähre selbst am 09.07. nach Kertsch eingeschleppt und dort dann wieder repariert werden kann.[1] Bildnachweis
- 14.-17.11.1943 1.Kp./ Pi.Ldgs.Btl. 128 im Seemarsch nach Ak Metschet, am 15.11. sinkt sF 327 im Sturm, sF 319 und sF 313 bergen die Fährenbesatzung.[1]
- 15.11.1943 sF 319 und sF 313 bei Bergung der Fährenbesatzung sF 327 schwer beschädigt, aber weiter fahrbereit.[1]
- 18.09.-09.10.1944 Btl. 128 ohne 2. und 3.Kp. verlegt im Seemarsch zur H.Gr.Nord nach Windau. Seemarsch wird durch Marineschlepper unterstützt. Schwere Stürme erzwingen Zwischenaufenthalte in Saßnitz, Bornholm und Gotenhafen. [1]

Verlust am: 09.10.1944
Verlustort: vor Danzig
Verlustart: Havarie im Sturm [1]
[1] Kugler: Chronik der Landungspioniere (Ldgs.Pi.Btl. 128)
[2] Bildnachweis: http://www.photo-war.com/photo/shop/1022.htm
[3] Fähren- und Bootsverluste des Heeres und der Küstenjäger, Kugler
[4] Abb. 95 in Schön, Flucht über die Ostsee 1944/45 im Bild.
Eingefügt am: 08.11.2019
Eingefügt von: Thomas Weis
Letzte Änderung: 11.05.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 15.02.2013 M. Goretzki: Chronik gem. [1] eingefügt.
- 08.11.2019 T. Weis: Datensatz sF 319 [ID 4348] zugunsten SF 140 [ID 4121] gesplittet.
- 20.12.2024 T. Weis: Beide Sätze erhalten, aber Chronik unter PiLF 319 [ID 4348] zu finden.
- 26.05.2026 T. Weis: Es gibt auch einen Datensatz für die PiLF 319 (ii) [ID 4819]. Bitte nicht verwechseln !