Siebelfähre SF 140 (sF 319)

  SF 139
SF 141  


Kennung : SF 140
2. Kennung : sF 319
Schiffstyp : Siebelfähre
Untertyp : SF 40
Indienstgestellt : 00.00.0000


Siebelfähre : Typ SF 40
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 24.25
Breite (m) : 13,70
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 1
Antriebsanlage Typ : BMW-Motoren mit Wasserschrauben 2x 0,80m Durchmesser
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 312 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 7
Geschwindigkeit beladen (kn) : 5,9
Treibstoffvorrat (t) : 2,5
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 116sm / 6kn
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : keine Angaben (etwa 10 Mann)
Ladefähigkeit : 40-60 t oder 120 Mann
Panzerung : keine
Ausrüstung : variabel, unterschiedlich
Technische Bemerkungen : 2 Brückenschiffe mit je 7 Pontons des schweren Schiffbaugerätes (s.S.). Überbau aus Stahlgittergerüst mit Holzbohlenbelag. Einstöckiges Zentral-Deckshaus mit vorgesetztem Steuerhaus (Serie I). Nichtteilbares BMW-Original-Endschiff. Die BMW-Flugmotoren mit Luftschrauben entfielen bei der Serienproduktion ab Dezember 1940. Aufgrund des Baukastenprinzips entstanden viele Frontmodifikationen.
- Winter 1941/42 als F 319 an Bau-Btl. 128;
- 00.10.1944 bei Danzig im Sturm gesunken.
- Winter 1941/42 als F 319 an Bau-Btl. 128 [G] >>> Es existiert bislang bei keinem Wehrmacht-Verband der Nachweis einer Siebelfähre mit der Kennung SF 140; aber die 300er Nummern des PiL 128 dienten offenbar der seriellen Vereinheitlichung eines diffusen sF Bestandes und waren keine originären "Baunummern". <<<
- 07.07.1943 sF 319 beginnt vor der Nordwestspitze der Insel Kossa Tusla zu sinken, wird aber von sF 318 sofort mit Stahltrossen unterfangen und dann durch sF des Pi.Ldgs.Btl. 128 mittels Ankerwinden und Flaschenzüge abgeleichtert. 5 Lkw, 1 Zgkw, 2 Panjewagen, 1 Wasserwagen, 7 Pferde, 2 Aggregate, Geräte und Mannschaftsgepäck sowie die eingeschifften Soldaten können so noch von der unter 45° im Wasser liegenden Fähre geborgen werden, während die havarierte Fähre selbst am 09.07. nach Kertsch eingeschleppt und dort dann wieder repariert werden kann.[1] Bildnachweis
- 14.-17.11.1943 1.Kp./ Pi.Ldgs.Btl. 128 im Seemarsch nach Ak Metschet, am 15.11. sinkt sF 327 im Sturm, sF 319 und sF 313 bergen die Fährenbesatzung.[1]
- 15.11.1943 sF 319 und sF 313 bei Bergung der Fährenbesatzung sF 327 schwer beschädigt, aber weiter fahrbereit.[1]
- 18.09.-09.10.1944 Btl. 128 ohne 2. und 3.Kp. verlegt im Seemarsch zur H.Gr.Nord nach Windau. Seemarsch wird durch Marineschlepper unterstützt. Schwere Stürme erzwingen Zwischenaufenthalte in Saßnitz, Bornholm und Gotenhafen. sF 319 geht vor Danzig im Sturm verloren.[1][3]
- 00.10.1944 bei Danzig im Sturm gesunken.[G]

Verlust am: 09.10.1944
Verlustort: bei Danzig
Verlustart: Havarie im Sturm
Gröner " Die dt. Kriegsschiffe 1815 - 1945 " Bd. 7
[1] Kugler: Chronik der Landungspioniere
Eingefügt am: 13.04.2008
Eingefügt von: Stefan Westermann
Letzte Änderung: 06.09.2025
Geändert von: Martin Goretzki
Änderung: - 19.06.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [1] eingefügt